An seine Stelle trat durch Verfügung des Landesbildungsamts Herr Studienrat Dr. Matthias Schmid von der Handelsrealschule zu Mainz.
Herr Studicenrat Karl Neukummeter, seither beurlaubt, wurde zum Studienrat an der Realschule zu Vilbel in Oberhessen ernannt.
Herr Studienasscssor Karl Lüll verließ unsere Anstalt und kehrte an das Gymnasium zu Gießen zurück.
Der(desundheitszustand des Lehrkörpers gab im Laufe des Berichtsjahres noch zu einigen anderen Anderungen und Wechseln im Unterrichtsbetrieb auf kürzere oder längere Zeit Ver- anlassung.
Der Dircktor wurde nach den Pfingstferien für die Monate Juni und Juli beurlaubt. Seine Vertretung in den Geschäften der Direktion übernahm für diese Zeit Herr Prof. Dr. Faust; in seinen Unterricht in den beiden Oberprimen teilten sich die Herren Prof. Dr. Faust und Prof. Grösser, die Klassenführer dieser beiden Klassen. Der von ihnen für die genannte Ver- tretungszeit abgegebene Unterricht wurde von Herrn Studienassessor Karl Schneider ver- sehen, der uns von seiner seitherigen Tätigkeit an der Oberrealschule am Friedrichsplatz zu Offenbach zugewiesen worden war.
Herr Studicnrat Schuster mufßte in den Pfingstferien um Urlaub nachsuchen und wurde für die Zeit zwischen den Pfingst- und Sommerferien durch Herrn Studienassessor Dr. Josef Giessler vertreten.
Zu unserem Bedauern war ferner Herr Studienrat Prof. Dr. Schwarz genötigt, seine dienst- liche Tätigkeit vom 28. Juni bis zum Ende des Schuljahres auszusetzen und Urlaub zu erbitten. Seinen Unterricht übernahmen neben Herrn Studienassessor Schneider bis zu den Sommerferien die Herren Amtsgenossen; vom 16. Sugust bis zum Beginn der Herbstferien wurde uns zu seiner Vertretung wiederum Herr Studienassessor Karl Lüll überwiesen, für das Winterhalbjahr Herr Studienassessor Dr. Heinrich Klenk, seither an der Realschule zu Langen beschäftig.
Auch die(esundheit des Herrn Studienrats Prof. Dr. Dippel war so zurückgegangen, daß eine halbjährige Beurlaubung unumgänglich wurde. Für das Winterhalbjahr wurde er von unterrichtlicher Verpflichtung befreit und mit seiner Vertretung Herr Studienasscssor Karl Schneider beauftragt, der damit von einer Vertretung am Realgymnasium(v. 16. Kugust bis 25. Sept.) wieder an unsere Anstalt zurückkehrte.
Ende Oktober 1926 erkrankte schließlich Herr Studienrat Prof. Dr. Kübel und mußte auf Anordnung des Arztes bis zum Ende des Schuljahres dem Dienste fernbleiben. Als Vertreter überwies uns das Landesbildungsamt Herrn Studicnreferendar Nikolaus Lange- lott, der seither am Realgymnasium zu Darmstadt wirkte.
Kuch viele kürzere Erkrankungen einzelner Herren des KRollegiums machten, mitunter für mehrere Tage, ihre Vertretung durch die Herren Amtsgenossen nötig und verursachten in dem wünschenswerten und erstrebten glatten Ablauf des Unterrichtsbetriebes mancherlei bedauerliche Störungen und Hemmungen.—
Während der Pfingstferien wurde mit Wirkung vom 7. Juni Herr St.-R. Metzler an das Real- gymnasium zu Mainz versetzt; an seine Stelle trat Herr Studicnassessor August Jaeger. seither in Ingelheim. Während der Herbstferien erfolgte mit Wirkung vom 11. Oktober die Ver- setzung des Herrn Studienrats Wittig von der Handelsrealschule zu Mainz an unsere Anstalt, während Herr Studienassessor Jaeger aus unserer Gemeinschaft zur Verwendung an der Ober- realschule zu Worms und dann an der Höheren Bürgerschule zu Wöllstein ausschied. Die Verteilung des mathematischen Unterrichts mußte durch diese Zwangsverhältnisse für manche Klassen im Laufe des Schuljahrs dreimal in den Lehrkräften wechseln.
Zur Teilnahme an der„Reichsschulmusikwoche“ wurde unser Musiklehrer, Herr Real- lchrer Sicben, für die Zeit vom 11. bis 16. Oktober 1926(einschl.) nach Darmstadt beurlaubt. Seine Vertretung übernahmen die Herren Amtsgenossen.
Für den 1. Mai hatte das Gesamtministerium beschlossen,„dass allen Lehrern und Lehrerinnen, die den 1. Mai feiern wollten, auf Ersuchen Urlaub zu erteilen sei“. Die gleiche Bestimmung galt für alle Schüler und Schülerinnen.— Urlaubsgesuche liefen keine ein, und so wurde der Unterricht wie an gewöhnlichen Tagen erteilt.
Am 4. Mai fand die Beerdigung des Rabbiners der israelitischen Religionsgemeinde zu Mainz, des im Alter von 82 Jahren verstorbenen Herrn Professors Dr. Saalfeld statt.
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