Jahrgang 
1925
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das Schulgeld mehreren würdigen und zugleich bedürftigen Schülern unter beſonderer Berück⸗ ſichtigung derjenigen, von denen Brüder ebenfalls unſere Anſtalt beſuchten. Im ganzen waren 21 ½ Freiſtellen verliehen.

Die Hilfsbücherei borgte bedürftigeren Schülern jeder Klaſſenſtufe eine Menge Schul⸗ bücher, beſonders auch Wörterbücher und Atlanten. Aus dem früher beſorgten Heftevorrat wurden Schulhefte umſonſt oder billig abgegeben. An einige der früher von der Beſatzung ausgewieſenen Schüler wurde im Sommer noch unentgeltlich Nachhilfeunterricht erteilt.

Der Verein der ehemaligen Schüler ſpendete aus Anlaß des Studienerinnerungsfeſtes zu Anfang September als Ergebnis einer Sammlung 200 Mk. und zu Weihnachten nochmals 200 Mk. zur Unterſtützung würdiger und bedürftiger Schüler. Ein ehemaliger Schüler ſtiftete ein Bild für die Aula, ein anderer eine Sammlung noch brauchbarer Schulbücher, zwei jüngere Ehemalige ſchenkten Bücher für die Leſebücherei. Für alle dieſe Gaben ſei auch an dieſer Stelle herzlich gedankt.

IV. Elternſchaft.

Fühlung zwiſchen Schule und Elternhaus beſteht an unſerem kleinen Orte durch häufiges Zuſammenſein der Eltern mit Lehrern und ſtete Gelegenheit zu vertraulicher Ausſprache. Auch kamen die Eltern häufig zu den Veranſtaltungen der Schule, pgl. Chronik der Anſtalt. Ein Elternabend fand am 10. März 1926 ſtatt; Pfarrer Jäger, unlängſt noch Studienrat unſeres Gymnaſiums, hielt einen Vortrag über ſexuelle Belehrung und Erziehung der Schüler, woran ſich eine lebhafte Ausſprache anſchloß. Ueber Spenden vgl. unter Abſchn III i, Unerſtützungen.

V. Verſchiedenes.

Gebäude. Das Kreiswohlfahrtsamt räumte am 20. Mai den oberen Raum der Süd⸗ weſtecke, in den Sommerferien auch den unteren, ſo daß die Schule endlich wieder Herr im Hauſe war und die Unterprima, die wegen zunehmender Schülerzahl von Oberprima in den meiſten Fächern getrennt wurde, einen eigenen Klaſſenraum beziehen konnte. Der Vorder⸗ keller blieb vermietet als Weinkeller. In den Sommerferien wurde der ſeit Jahren verwahrloſte Saal endlich neu hergeſtellt und mit Vorhängen ausgeſtattet, auch wurden 14 neue Sitzbänke beſchafft. Von den 12 vor Jahren durch die franzöſiſche Beſatzung weggenommenen Schul⸗ bänken kamen gegen Ende des Jahres die meiſten zurück, allerdings in unbrauchbarem Zu⸗ ſtande. Die Klaſſen des oberen Seitenflures und der Zeichenſaal erhielten im Oktober elek⸗ triſche Lichtanlage. Die Turnhalle wurde gegen Ende des Schuljahres freigegeben, war aber noch nicht benutzungsfähig.

Lehr⸗ und Lernmittel wurden nach Maßgabe der vorhandenen Geldmittel vermehrt, wo⸗ bei ein vom Miniſterium bewilligter einmaliger Sonderzuſchuß ſehr zu ſtatten kam. Ange⸗ ſchafft wurden u. a. Bücher und Texte für die deutſch⸗literariſche, die philoſophiſche und die altſprachliche Arbeitsgemeinſchaft, ferner Cäſar Flaiſchlens Buch unſerer deutſchen Dichtung Bd. L-lII, eine ReiheBlaue Bücher und Wandtafeln zur Kunſt, Miller Itineraria Romana, eine große Zahl Meßtiſchblätter und ähnliche Karten, Riemanns Muſiklexikon, für Phyſik ein Spiegelgalvanometer.