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) Befreiungen a) vom Religionsunterricht wurden nicht nachgeſucht.— b) Vom Geſang— nicht von Muſikpflege— wurde nur eine Befreiung, auf ärztliches Zeugnis ge⸗ währt.— c) über Befreiung vom Turnen vgl. unter Abſchnitt IJ. 6. S. 8 unten. Allerdings
mußten entfernt wohnende Schüler bei ſchlechtem Wetter vom Spielturnen nachmittags beurlaubt werden, wenn doch keine Halle zur Verfügung ſtand.
g) Teilnahme am freiwilligen Unterricht.
Engliſch: im Sommer 14 aus J. 15 aus O0 II, im Winter 7 aus I, 15 aus O0 II Hebräiſch:„„ 8„ J, 8„„—„ 8„„ 6„„ Philoſ. Arb.„„ 13,1„, 1e.K. C 51 9„„„„r 9, 2„„ Deutſche„.„ 14„„ 6„„„„ 8„„ 9„„ Hiſtor.„„„ 6„„ 2„„„, 8„„ 4 9„
Kurzſchrift: ſ. Selbſtverwaltung.
h) Selbſtverwaltung, Wanderungen, Geſundheitszuſtand, Konvikt.
Die Selbſtverwaltung der Schüler betätigte ſich wie bisher in Klaſſenvertretungen durch je 2 Schüler, Verwaltung der Leſebüchereien der einzelnen Klaſſen und Ausübung der Pauſen⸗ aufſicht durch Schüler der Oberklaſſen nach Anweiſung des Direktors.
An Schülervereinen beſtanden:
1. Katholiſcher Schülerbund Neudeutſchland. Die hieſige Gruppe zählte 12 Mitglieder, die wöchentlich einmal zuſammenkamen zur Ausſprache über religiöſe, philoſophiſche und litera⸗ riſche Fragen, auch zur Pflege des Volksliedes und zu Leibesübungen. In den Ferien ge⸗ meinſame Wanderungen. 2. Der Stenographenverein Stolze⸗Schrey ging ein. Im Winter wurde von einem Oberprimaner ein Lehrgang der neuen deutſchen Einheitskurzſchrift abge⸗ halten, an dem zunächſt 22, ſpäter weniger Schüler teilnahmen.
Ein Schülerturnverein, wie er früher beſtanden, konnte auch dieſes Jahr bei den traurigen Raumverhältniſſen noch nicht wieder ins Leben treten.
Wandertage wurden ſo ziemlich in jedem ferienfreien Monat abgehalten. Am 14. Juni fuhren die Oberklaſſen nach Ems, um den hiſtoriſchen Feſtzug anläßlich des Stadtgründungs⸗ jubiläums anzuſehen. Mittwoch, den 23. September beteiligten ſich Mittel⸗ und Oberklaſſen an den Wettſpielen der höheren Schulen des Lahngaus in Limburg und errangen einige Preiſe.
Der Geſundheitszuſtand der Schüler blieb im ganzen gut, wenn man den ungeſunden, meiſt nur naſſen Winter bedenkt. Gegen Unfall bei Turn⸗, Spiel⸗ und Sportübungen und Wanderungen war die ganze Schülerſchaft im Rahmen der Jugendpflege verſichert bei der Frankfurter Allg. Verſ.⸗Akt.⸗Geſellſchaft Frankfurt a. M. Es kamen zum Glück nur kleinere Unfälle vor. Das Biſchöfliche Konvikt beherbergte und beaufſichtigte etwa 88 Schüler das Jahr hindurch unter geiſtiger Leitung. Von dieſen haben alle bis auf zwei das Klaſſenziel zu Oſtern erreicht. Auch Schüler aus der Stadt konnten im Konvikt unter Aufſicht arbeiten.
i) Schulgeld, Freiſtellen, Hilfsbücherei, Unterſtützungen.
Das Schulgeld betrug für Einheimiſche 10 Mk. monatlich, für Auswärtige 12,50 Mark, Eintrittsgeld für neue Schüler die Hälfte des Monatsſchulgeldes. Erlaſſen oder ermäßigt wurde


