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Privatim: Livius I und II., in der Klaſſe kontrolliert durch ſchriftliche Überſetzung(alle 6 Wochen). Alle 14 Tage eine ſchriftliche Überſetzung ins Lateiniſche im Anſchluß an Geleſenes; ſtiliſtiſche übungen. 7 St. Dr. Lückenbach...
4. Griechiſch. Geleſen wurde: Homers Ilias erſte Hälfte mit Auswahl, geeignete Stellen memoriert; Platos Apologie, Thucydides Buch II; ferner Xenophon: Hellenica— IV im Auszug als Privatlektüre. Alle 4 Wochen eine ſchriftliche Überſetzung aus dem Griechiſchen ins Deutſche als Klaſſenarbeit. Repetitionen aus der Grammatik. 6 St. Dr. Lückenbach.
5. Franzöſiſch. Lektüre: Corneille: Horace; Molière: l'Avare. Sprechübungen meiſt im Anſchluſſe an das Geleſene. Das Nötige aus der Metrik. Stiliſtiſche und ſynonymiſche Er⸗ örterungen. Grammatiſche Wiederholungen. Schriftliche Arbeiten aus dem Franzöſiſchen ins Deutſche, einigemal aus dem Deutſchen ins Franzöſiſche. 2 St. Bloemer.
6. Hebräiſch. Komb. mit Oberprima.
7. Engliſch. Komb. mit Oberprima.
8. Geſchichte und Geographie. Die epochemachenden weltgeſchichtlichen Ereigniſſe vom Untergange des weſtrömiſchen Reiches bis zum Ende des 30jährigen Krieges. Freie Vorträge. Wiederholungen aus dem Gebiete der Erdkunde von Europa. 3 St. Schmitz.
9. Mathematik. Zinſeszins und Rentenrechnung; imaginäre Größen. Abſchluß der Trigonometrie. Stereometrie bis zur Inhaltsberechnung der Körper. Wiederholungen des Penſums der früheren Klaſſen an Übungsaufgaben. 4 St. Becker I.
10. Phyſik. Mechanik. Akuſtik. 2 St. Becker I.
Oberſekunda. Ordinarius: Oberlehrer Dr. Marx.
1. Religionslehre: a) Katholiſche: Kirchengeſchichte bis zur Neuzeit. Die Lehre von der Erlöſung und Heiligung nach Dreher. Hymnen. 2. St. Dr. Kilian. b) Evangeliſche: Komb. mit Ii. und L.
2. Deutſch. Zuſammenfaſſender Rückblick auf die Arten der Dichtung. Einführung in das Nibelungenlied unter Mitteilung von Proben aus dem Urtext; Vergleich mit Jordans„Nibelunge“. Ausblicke auf die nordiſchen Sagen, die höfiſche Epik und Lyrik. Geleſen wurde Goethes„Götz von Berlichingen“ und Schillers„Wallenſtein“. Auswendiglernen geeigneter Dichterſtellen und kleine Vorträge über Geleſenes. Themata der Auſſätze: 1) Welche Berechtigung hat das Motto von Schillers„Lied von der Glocke“:„Vivos voco. Mortuos plango. Fulgura frango“? 2) Vom Nutzen und Schaden der Flüſſe. 3) Hat Schiller Recht, wenn er von Wallenſtein ſagt:„Geworden iſt ihm eine Herrſcherſeele— Und iſt geſtellt auf einen Herrſcherplatz“?(Klaſſenaufſatz.) 4) Liebe dein Vaterland und verachte nicht das Fremde. 5) Worin hat es ſeinen Grund, daß wir in Schillers „Wallenſtein“ dem Max Piccolomini vorherrſchend unſere Sympathie zuwenden? 6) In welchen Formen erſcheint die Treue im Nibelungenliede? 7) Die Tugenden der Römer in der guten alten Zeit. 8) Mit welchem Recht ſagt man:„Geld regiert die Welt“?(Klaſſenaufſatz.) Außerdem kleinere Ausarbeitungen und Disponierübungen in der Klaſſe. 3 St. Heun.
3. Latein. Geleſen wurde Sallust de bello Jugurthino, Livius Buch XXI und XXII, Vergil Auswahl aus Buch II—VIII, geeignete Stellen wurden auswendig gelernt. Wiederholung und Ergänzung der Grammatik im Anſchluſſe an überſetzungen aus Süpfle II. Alle 14 Tage eine


