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2. Deutſch. Leſen und Erklären proſaiſcher und poetiſcher Stücke aus Linnig's Leſebuch II. Dekla⸗ mationsübungen; 6 Gedichte auswendig gelernt, die in Untertertia gelernten wiederholt. Satz⸗ und Inter⸗ punktionslehre. Synonyma. Übungen im Disponieren. Alle 3 Wochen ein Aufſatz(jeder dritte war Klaſſenaufſatz. 2 St. Wurm.
3. Latein. Wiederholung des Penſums der Untertertia; Abſchluß der Syntax. Seyfferts Gram⸗ matik. Einübung von Ausdrücken aus Cäſar und Cicero. Überſetzen aus Oſtermann für Tertia. Wöchentlich abwechſelnd Penſum, Extemporale oder Exercitium. Caesar de bello Gallico. Buch I, II, III, IV und V bis Kap. 38. 7 St. Wurm. Ovid met., ausgewählte Abſchnitte aus Buch I, II, IV, V, VII, etwa 1500 Verſe, memoriert etwa 140 Verſe. 2 St. Dr. Marx.
4. Griechiſch. Wiederholung des Penſums der Untertertia; Abſchluß der Formenlehre; die Final⸗, abhängigen Ausſage⸗ und hypothetiſchen Sätze. Kochs Grammatik. überſetzen und Vokabellernen nach Weſener II. Schriftliche Arbeiten wie im Lateiniſchen. Xenoph. Anab. Buch l und II bis Kap. 4. 7 St. Wurm.
5. Franzöſiſch. Wiederholung der Formenlehre, Subſt., Adj., Zahlwort, Präpoſitionen, Inverſion und Tempora nach Plötz Schulgrammatik L. 29— 49. Alle 14 Tage ein Penſum oder Extemporale. Ge⸗ leſen wurde Galland: Histoire de Sindbad le Marin. 2 St. Dr. Marx.
6. Geſchichte und Geographie. Deutſche Geſchichte der Neuzeit bis 1871 nach Pütz Leitfaden. 2 St. Wurm. Geographie der außereuropäiſchen Erdteile nach Daniels Leitfaden. 1 St. Wurm.
7. Mathematik. Algebra: Vereinigung ungleichnamiger Quotienten, Diviſion durch mehrgliederige Ausdrücke, Ausziehen der Quadratwurzel, Gleichungen I. Grades mit einer Unbekannten. Nach der Auf⸗ gabenſammlung von Heis. Geometrie: Die Nichtkongruenz der Dreiecke, die merkwürdigen Punkte im Dreiecke und die Lehre vom Kreiſe. Nach Focke und Kraß. Alle 3 Wochen eine ſchriftliche Arbeit. 3 St. Heſſe.
8. Naturgeſchichte. Botanik: Beſtimmung von Pflanzen nebſt Syſtematik. Zoologie: Wiederholung der Inſekten, nebſt Überſicht über die weiteren Ordnungen der niederen Tiere; darauf eingehender die Anthropologie. 2 St. Heſſe.
Untertertia. (Ordinarius: Gymnaſiallehrer Bloemer.)
1. Religionslehre. a) Katholiſche: Im Katechismus die Glaubenslehre repetiert; bibl. Geſchichte Zeit der Apoſtel. 2 St. Eyſert. b) Evangeliſche: Komb. mit Obertertia und Unterſekunda.
2. Deutſch. Leſen und Erklären proſaiſcher und poetiſcher Stücke aus Linnigs Leſebuch II. Dekla⸗ mationsübungen; 6 Gedichte wurden auswendig gelernt. Wiederholungen der Satz⸗ und Interpunktions⸗ lehre und ausgewählter Teile aus der Orthographie. Übungen im Disponieren. Alle 3 Wochen ein Auf⸗ ſatz, jeder dritte war Klaſſenaufſatz. 2 St. Schmitz.
3. Latein. Wiederholung und Erweiterung der Kaſuslehre; die Lehre vom Gebrauche der Tempora, des Indikativ; die Consecutio temporum; die Regeln über ut, ne, quo, quominus, quin, cum nach der Gramm. v. Ellendt⸗Seyffert. überſetzung der über die vorſtehenden Kapitel handelnden Stücke aus Oſtermanns Übungsbuch; Vokabellernen aus Oſtermanns Vokabularium bis S. 42. Wöchentlich ein Extemporale, reſp. ein Penſum, Lekt. Caesar, de bello Gall. I, II, III geleſen und repetiert. 7 St. Bloemer. Ovid: Die wichtigſten Regeln der Proſodie und Metrik. Übungen im Scandieren der Verſe. Geleſen 500 Verſe aus dem II. und III. Buche der Metamorphoſen, 100 Verſe wurden memoriert. 2 St. Schmitz.
4. Griechiſch. Die Formenlehre bis zu den Verben auf u nach Koch's Grammatik. Einübung


