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Wege der Wanderer folgten, bis zur Unempfindlichkeit herabgeſtimmt, als ſie Ober⸗Moſſau erreichten, wo in dem gaſtlichen Schönberger'ſchen Wirthshauſe Mittagsruhe gehalten und die geſunkene Lebenskraft an einem zum Voraus beſtellten Mahle und einem Trunke erquickenden Bieres wieder aufgerichtet wurde. Dieſe Wir⸗ kung äußerte ſich denn auch bald bei der munteren Jugend durch heitere Scherze, fröhliche Geſänge und geſellige Spiele, unter denen die Zeit ſchnell verſtrich.— Gegen 5 Uhr wurde der Rückzug angetreten. Er führte durch einen herrlichen Buchenwald, der bei der Sophienhöhe endigte, wo der Anblick des heimathlichen Mümlingthales den jugendlichen Kehlen noch eine Reihe vaterländiſcher Geſänge entlockte. Nach einer halben Stunde war Michelſtadt erreicht und man trennte ſich mit dem wohlthuenden Gefühle, einen zwar heißen, aber genußreichen Tag verlebt zu haben.
Am 21. September wurde die Turnſchau bei günſtiger Witterung und unter zahlreicher Betheiligung des hieſigen Publikums, ſowie der Eltern und Angehörigen der auswärtigen Schüler abgehalten. Die zum größten Theil neuen, von Herrn Hilß mit anerkennenswerthem Geſchick geleiteten, von den Schülern mit großer Präciſion ausgeführten äußerſt intereſſanten Freiübungen ließen ſehr deutlich den Nutzen erkennen, welchen der im vorigen Winter von Großherzoglicher Oberſtudien⸗Direction angeorduete Lehreurſus für Turnlehrer (an welchem anch Herr Hilß Theil genommen hatte), auch unſerer Schule gebracht hat und vorausſichtlich noch bringen wird. Auch im Gerätheturnen wurde recht Erfreuliches geleiſtet.
Unſere nicht öffentliche Herbſtprüfung fand den 28. Sept. v. J. am Schluſſe des Sommerſemeſters mit allen Klaſſen ſtatt.
Im Herbſt v. J. verließ der ſeitherige Lehrer der Vorbereitungsſchule, Herr Schul⸗Aspirant Adam Volk, ſeine Stelle, um in einem Privatinſtitute in Friedrichsdorf ſeine Thätigkeit fortzuſetzen. Am 26. October v. J. wurde Herr Schul⸗Aspirant Wilhelm Weis in ſeine Functionen eingewieſen.
. Durch Allerhöchſtes Decret vom 25. Januar d. J. erhielt Herr Reallehrer Litt eine definitive Ge⸗ haltszulage von 100 fl.
Am 1. Februar wurde der israelitiſche Religionslehrer Baruch Plaut in ſeine Functionen an der Realſchule eingewieſen.
Unſere Lehrer⸗ und Schülerbibliothek wurde durch Anſchaffung neuer Bücher anſehnlich vermehrt. An Geſchenken wurden der Realſchule im Laufe des verfloſſenen Schuljahres zugewendet: 1) Von Herrn Baron von Forſtner: a. Ein Wiedehopf— Upupa epops. b. Ein Kirſchpirol— Oriolus kaſbula. c. Ein Häher— Corvus glandarius. 2) Von Herrn Forſtmeiſter Klump: Ein Kirſchkernbeißer— Fringilla coccothraustes. 3) Von Herrn Dr. Spieß: Zwei Jahrgänge des zoologiſchen Gartens.
Hierfür ſagen wir den Gebern im Namen der Schule unſern wärmſten Dank.
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8) Intrittérode dos Dirertons bei ſeiner Einführung am 24. October 1865.
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Hohe und hochzuverehrende Anweſende!
Die Gnade Seiner Königlichen Hoheit unſeres allergnädigſten Großherzogs, das Vertrauen der höͤchſten und hohen Behörden haben mich zum Lehrer und Director dieſer Schule befördert. Indem ich für dieſe Beweiſe der Gnade unſeres allergnädigſten Landesherrn, des Vertrauens und der Anerkennung unſerer höchſten und hohen
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