Jahrgang 
1930
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vom Elternbeirat verwaltet. Dem Elternbeirat und allen Eltern, die uns durch weitere reichliche Spenden den Ausbau der Schülerbücherei er- möglichen, sei an dieser Stelle herzlich gedankt. Ebenso herzlich danken wir Herrn Dr. Vosberg

für die Stiftung mehrerer Bände seines Romans Michel Obentraut und den Herren Henschel und Coenning, die unseren Schülern Zelte für Schul- wanderungen stifteten.

6. Verschiedenes.

Die Bestände der Schulsammlungen wurden mit den planmäßigen Mitteln ergänzt und weiter ausgebaut. Auch in diesem jahre haben sich die Schüler der oberen Klassen bei der Verwaltung der Sammlungen in hervorragender Weise be- tätigt.

7. Zur Geschichte der Anstalt.

Zu Beçinn des Berichtsjahres besuchte Mini- sterialrat Prof. Richert die Klassen und besprach mit dem Lehrkörper in einer darauf folgenden Sitzung wichtige Fragen aus den Richtlinien. Der Dezernent der Anstalt war ebenfalls zugegen.

Bei der Verfassungsfeier hielt Studienrat Dr. Schreiner die Festrede. Der Herr Oberpräsident Dr. Schwander und der Dezernent der Anstalt nohmen an der Feier teil.

Am 8. Oktober fand eine Besichtigung des Schulgebäudes durch eine Ministerial-Kommis- sion statt. Außer den Herren Ministerialräten Landé, Hahne und Richter waren Herr Vize- präsident Sondag, Regierungsrat Gock, Ober- regierungs- und Baurat Trümpert und Regierungs- und Baurat Schesmer zugegen. Es wurden Pläne für die Beseitigung der bestehenden Mängel auf- gestellt.

Der Dezernent der Anstalt besuchte im Dezem- ber die Oberprimen und andere Klassen und leitete die Reifeprüfung, die am 3. März ihren Anfang nahm.

Auch im verflossenen jahr vereinte sich die Schulgemeinde in der Aula zu Schulfesten und Morgenfeiern. Die Schüler wünschen solche Weihestunden, da sie ihnen eine wohlfätige Ent- spannung von dem meist intellektualistisch ein- gestellten Schulbefriebe bringen. In dem gemein- schaftflichen Schöpfen und Genießen weichen so manche konventionellen Hemmungen. Und so er- wacht auch der Sinn für Humor und Komik. Wie herzlich war das Gelächter bei Groß und Klein über die Gestalten des im ganzen etwas tfrocke- nen LustspielsDer Schaß von Lessing! Wir haben jeßt glücklicherweise ein breitflächiges

Die Rektoratsschule zu Fritlar(Realgymnasial- klassen bis OIII) steht zu unserer Schule in näherer Beziehung. Ein Kursus im Griechi- schen von UIIl ab ist eingerichtet. Die Abschluß- prüfung der in das Wilhelmsgymnasium aufzu- nehmenden Schüler fand am 2. April statt. Die Prüfung bestanden 12 Schüler.

Ihre Fesie.

Podium mit einer einfachen Bühneneinrichtung, die beide sich schnell auf- und abbauen lassen. Die Kosten hierfür wurden durch 2 öffentliche Darbietungen aufgebracht. In der einen botf der Turnverein des W.. gute Leistungen an Reck und Barren, während das Streichorchester uns durch einige klassische Tonstücke erfreute. In der anderen führte uns Direktor Paeckelmann an fland von klaren, natürlich erfaßten Lichtbildern und spannenden Ausführungen durch das noch wenig erforschte Lappland, das er vor einer Reihe von Jahren mit 9 Primanern besonders auch zu wissenschafflichen Zwecken durchquert hat.

Zum Gedächtnis der Gefallenen des Wilhelms- gymnasiums veranstfaltete die Ola am 23. No- vember eine Feier in der Aula. Ein Trauermarsch von Mendelssohn, zwei Largos von Händel, ge- spielt vom kleinen Schülerorchester, eine An- sprache und zwei Gedichtsvorträge von Schülern der Ola bildeften die Darbietungen. Die Feier stand unfer dem Gedanken, durch Rückschau auf das Heldentum der gefallenen Kameraden den Willen zu wecken zu opfervoller Arbeit an Deutschlands Wiederaufstieg. Die diesjährige Gedenkfeier soll die Tradition begründen, daß die Oberprima alljährlich zum Totfenfest eine solche Feier abhält als Symbol des Bekenninisses der heutigen Jugend zum Geiste unserer Gefal- lenen.

Die Zeppelinfeier am 4. 90. Rückkehr des Crafen Zeppelin von seiner Welfreise wurde von Schülern der OIla veranstalfef. Ein Vortrag, durch Zeichnungen eines Schülers erklärtf, zeigte die Entwicklung der Luftschiffahrt, besonders des Werkes Zeppelins.