langer, aber höchst vergnügter Fahrt braun- debrannt, reichlich reinigungsbedürftig und an- gefüüllt mit den eindrucksvollen Erlebnissen der leßten 10 Tage an.
Auch im lebten Schuljahre haben unsere jung- flieger wieder füchtig gearbeitet. Den gçanzen Sommer über schulten sie fleißig auf dem Dörn- berg. Zahn, Grüner OIla und Hepe UIlb konn- ten ihre X-Prüfungen ablegen. Einige von ihnen waren während des Wetftbewerbes in der Rhön und haben dort viel Schönes und Interessantes erlebt und flugtechnische Erfahrungen gesammelt. Im Herbst war die ganze Schule auf dem Dörn- berg und bewundertfe die Flüge ihrer Kameraden Ebell, Zahn und Grüner.— Die Modellbauer waren nicht weniger eifrig, 20 Quartfaner, Tertia- ner und Sekundaner nahmen an dem von der Staatlichen Hauptstelle für den naturwissen- schaftlichen Unterricht ausgeschriebenen Modell-
wettbewerb feil. 10 brachten es zu guten Leisfun- gen und 3 erhielten Preise: Heinemann OIla für die Flugweite von 400 m einen Geldpreis von 30 Mk., Schreiner und Hartwig Olla erhielten für Flüge bis zu 100 m hübsche Flugbücher als Prä- mien.— Unser Flugzeug, ein Leichtsegler, wird unter der bewährten Leitung von Ernst Ebell OIlb nun bald fertiggestellt sein. Noch einige Wochen und das Fliegen kann beginnen.
Die Musikgruppe hat sich unter der tfüchtigen Leitung des Oberprimaners Janocha hervorgetan und dazu beigetragen, daß die Veranstaltungen der Schule einen ganz besonders schönen Ver lauf nahmen.
Die Trommler- und Pfeiferabteilung, die auf ein fünfjähriges Bestehen zurückblicken kann, be- fätigte sich unter der Leitung des Unterprimaners Broszat bei dem Sommerfest und der V. D. A.- Tagung.
R) Das Schulgeld.
Nach dem Ministerialerlaß vom 25. Ferbruar 1926 beträgt das Schulgeld 200 Mark jährlich. Von 20% der Solleinnahmen werden bestritten: 1. die Geschwister-Ermäßigung von 25, 50 und
100%; 2. im Dienst der Begabfenauslese: a) Hilfs- bücherei, b) Erziehungsbeihilfe— außerdem er- hielt ein Schüler Reichserziehungsbeihilfe; c) Freistellen.
!) Die Berufsberatung
erfolgte einmal durch enges Zusammenarbeiten mit der amtlichen Berufsberatungsstelle(Köln.- Sfraße 21), die im Winter 1920/30 im Lesemuseum eine Reihe von Vorträgen veranstaltefe, bei denen Männer der verschiedensten Berufe über Vorbildung und Aussichten ihres Berufs sprachen. Die Schüler der oberen Klassen wurden auf diese Vorträge hingewiesen, über die dann im ethischen Unterricht gesprochen wurde. Durch die amtliche
Berufsberatungsstelle wurden„Merkbläffer“ für die einzelnen Berufe zu billigem Preise bezogen und an die Schüler verteilt.
Außerdem wurden die Abiturienfen und andere abgehende Schüler bei der Wahl des Berufes untersfüßt. Auf die voraussichtlich langen War- tezeiten in den meisten akademischen Berufen wurde nachdrücklich hingewiesen.
5. Der Elfernbeirat.
Der Elfernbeirat bestand aus folgenden Mit- gliedern: 1. Vorschlosser Konrad Appel, 2. Gene- ralmajor von Buttflar, 35. Studienrat Karl Camp- hausen, 4. Frau Kanzleisekrefär Milczewski, 5. Frau Gräfin v. d. Schulenburg, 6. Dipl. Han- delslchrer Josef Stille, 7. Oberingenieur Friß Strohmever, 3. Generaldirektor Dr. jur. Harry Vosberg als Vorsitender, 0. Regierungsrat Frich Dietrich, 10. Frau Fabrikdirektor jakobs, 11. Dipl.- Ingenieur Hans Rudolph.
Durch eine Eingabe des Elfernbeirats an die Reichsbahnverwaltung wurde erreicht, daß die
Abschaffung der Schülerwagen(Fahrschüler) ge- nehmigt wurde. Eine Eingabe an das Ministerium hat dazu beigefragen, daß das Interesse der Regierung für unsere Bauverhältnisse angeregt wurde. Einstimmig schloß sich der Elternbeirat dem Wunsche des Lehrkörpers an, daß die Weih- nachtszeugnisse beibehalten werden. Ganz be- sonders aber danken wir dem Elternbeirat dafür, daß auf seine Veranlassung eine Sammlung zur Unterstütßung würdiger Schüler bei Schülerwan- derungen veranstaltetf wurde. Die recht erheb- liche Summe, die zusammengekommen ist, wird


