Wöchentlich waren 42 Stunden für den Turn-— unterricht angesetzt. Ihn erteilte Oberlehrer Dr. Krüger in l und O III a, Oberlehrer Dithmar in Oll und UIIl a, Oberlehrer Grebe in UIla und Vb, Oberlehrer Kunze in UIIb, UIIlb und V a, Oberlehrer Dr. Kugel in O IIÜb und VIb, Ober- lehrer Dr. Knatz in IVa und wissenschaftlicher Hilfslehrer Dr. Koch in IV'b und VI a.
Die Schule hat in unmittelbarer Nähe die ihr zugehörige Halle mit Turnplatz; soweit es das Wetter erlaubte, wurde im Freien geturnt.
Turnspiele werden hauptsächlich in den unteren Klassen innerhalb der Turnstunden gepflegt, und es wird darauf etwa eine Stunde wöchentlich verwandt; in den mittleren und oberen Klassen wird Anleitung zum Spielen gegeben. Zuweilen werden zwei Turn— stunden zu grösseren Spielen im Freien, im Winter auch zum Eislauf zusammengelegt. Einer Anzahl von Schülern wurde das Fussball-Spielen auf dem Schulhofe gestattet.
b) Schwimmen. An den Bade- und Schwimm- einrichtungen nahmen 392 Schüler teil; von diesen haben sich im Sommer 52 freigeschwommen. Die Gesamtzahl der Freischwimmer beträgt 154= 26,4% der Gesamtzahl der Schüler.
c) Gesang. Die UÜbungen fanden in 5 Ab- teilungen statt. I. Abt.: Vierstimmiger Chor, die Schüler der I.—IV. einschliesslich umfassend, soweit dieselben nicht zeitweise oder überhaupt zum Singen unbrauchbar waren; 4 Std. Erdmann. jedes Chor- mitglied nimmt an 2 Stunden teil, der Chorstunde und der Stunde für seine Stimme(Tenor und Bass gemeinschaftlich 1 Stunde). 2. Abt.: V a, 2 Std., Erdmann; 3. Abt.: Vb, 4. Abt.: VI a, 5. Abt.: VIb, je 2 Std. Jjürgens.
d) Schreiben. An der besonders eingerichteten Schreibstunde mussten aus Obertertia im Sommer 7, im Winter 7, aus Untertertia im Sommer 14, im Winter 10, aus Quarta im Sommer 9, im Wiater 15 Schüler teilnehmen. Dieser Unterricht wurde von den Lehrern am Realgymnasium jJürgens und Erd— mann erteilt.
Privatkurse.
Einen Lehrgang in Gabelsberger Stenographie leitete Herr Eisenbahnsekretär Haupt.
Eine Tanzstunde für Schüler der Anstalt fand während der Monate Mai bis juli bei Herrn Hof- Tanzlehrer Riebeling statt.
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Aufgaben für die Reifeprüfung. Ostern 1906.
Deutsch: O la und b. Napoleon und Hannibal.
Französisch: OI a.
par les Normands.
OI b. Rappeler les principaux événements de la guerre de 1870.
Mathematik: OI a. 1. Der geometrische Ort der Spitze eines Dreiecks ist zu bestimmen, von welchem die Grundlinie der Lage und Grösse nach gegeben ist und das Verhältnis der Winkel an der Grundlinie Q:= 1:2 beträgt.(Grundlinie= 2 g). 2. In der Entfernung a vom Scheitel einer Parabel ist eine Sehne senkrecht zur Hauptachse gelegt. Welches von den Rechtecken, die sich in das abge-— schnittene Parabelsegment einzeichnen lassen, hat den grössten Flächeninhalt? 3. Stuttgart hat die geographische Länge 26° 50 45“ und die nördliche Breite 48) 467 15“; für Wien ist die geographische Länge 34 ⁰ 2 36“ und die Breite 48⁰ 125 35 nördlich. Wie weit sind beide Städte von einander entfernt? 4. Wie verhalten sich die Rauminhalte des um und des in eine Kugel konstruierten gleichseitigen Cylin-— ders zu einander und zum Inhalte der Kugel? OIb. 1. Die Differenz zweier Zahlen ist b= 2. Die Summe ihrer dritten Potenzen ist a= 152. Wie heissen diese Zahlen?(Aus der entstandenen kubischen Gleichung sind die drei Wurzeln zu bestimmen). 2. Um ein gegebenes gleichseitiges Dreieck eine Parabel zu be- schreiben, so dass ihr Scheitel in einem Eckpunkt sich befindet, und den Inhalt jedes der beiden Zwei- ecke zu berechnen, welche von einem Parabelbogen und einem Bogen des um das Dreieck beschriebenen Kreises eingeschlossen werden. 3. Ein leuchtender Punkt liegt vom Mittelpunkt einer Kugel, deren Radiuser= 5m ist, um a= 15m entfernt. Wie gross ist der beleuchtete Teil der Kugelfläche, und wie gross ist der ausserhalb der Kugel liegende Teil des Beleuchtungskegels? 4. Welche Höhe erreichte die Sonne um 10 Uhr Vormittags in Berlin(Polhöhe = 529° 30/ 16) an einem Tage, an dem die Debli- nation der Sonne)Fä= 150 10 25“ war?
Physik: OI a und b. Beschreibung des astro- nomischen Fernrohrs. Aufgabe: Ein Gegenstand von 6m Höhe und 600 m Entfernung wird durch ein astro- nomisches Fernrohr betrachtet, dessen Objektiv eine Brennweite von lim und dessen Okular eine solche von 2,5 cm hat. Wie gross ist das Bild für ein Auge von 25 cm deutlicher Sehweite?
Conqêète de l'Angleterre


