für Sexta, Ausgabe A. Wöchentlich eine Klassen- arbeit, im zweiten Halbjahre dafür zuweilen auch eine Hausarbeit.
4. Erdkunde: 2 Std. In a Oberlehrer Kratsch, in b wissenschaftlicher Hilfslehrer Dr. Koch. Grundbegriffe der physischen und mathematischen Erdkunde. Anleitung zum Verständnis von Plan, Relief, Karte, Globus. Heimatskunde von Hessen-— Nassau. Kurze Ubersicht über die Erdteile.
5. Rechnen: 4 Std. In a im Sommer: Kandidat des höheren Schulamts Paeckelmann, im Winter: Oberlehrer Mondon, in b Oberlehrer Grebe. Die vier Grundrechnungsarten mit unbenannten Zahlen. Zerlegung der Zahlen 1— 100 in ihre Grundfaktoren. Die deutschen Münzen, Masse und Gewichte nebst Übungen in der dezimalen Schreibweise und den einfachsten dezimalen Rechnungen. Zeitrechnung. Schellen, Aufgaben zum Gebrauch beim Rechenunterricht.
6. Naturbeschreibung: 2 Std. In a im Sommer: Kandidat des höheren Schulamts Paeckelmann, im Winter: Oberlehrer Mondon, in b Oberlehrer Grebe. Botanik: Beschreibung einfacher Blüten- pflanzen. Grundbegriffe der Gestaltslehre. Zeichnen von Blütenteilen und Blattformen. Wichtige Lebens- erscheinungen.— Zoologie: Beschreibung einer Auswahl von Säugetieren und Vögeln. Beziehungen zwischen Körperbau, Lebensweise und Umgebung.
7. Schönschreiben: 2 Std. In a und b Jürgens. Die deutschen und lateinischen Buchstaben in stufenmässiger Folge, einzeln und in Verbindungen, Taktschreiben.
Katholische Religion.
Die katholischen Schüler der Anstalt erhielten den Religionsunterricht gemeinsam mit den Schülern der Oberrealschule und der Realschule in den Räumen des Realgymnasiums. Sämtliche Schüler waren in 5 Abteilungen geteilt, deren erste die katholischen Schüler aus OI, UI und O II des Realgymnasiums und der Oberrealschule, deren zweite die aus UII dieser beiden Anstalten sowie aus der I der Real-— schule, deren dritte die aus Olll und U III des Real- gymnasiums und der Oberrealschule sowie aus II und III der Realschule, deren vierte die aus IV und V und deren fünfte die aus VI der drei genannten Anstalten umfasste.
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Den Unterricht in Abteilung I-III erteilte Kaplan Becker, in Abteilung IV— V Lehrer an der Bürger- schule 9 Schwab.
I. Abteilung. 2 Std. Sittenlehre nach Drehers Lehrbuch.— II. Abteilung. 2 Std. Apologetik nach Drehers Leitfaden.— III. Abteilung. 2 Std. Glaubens- lehre, nach Drehers Leitfaden.— IV. Abteilung 2 Std. 3. Hauptstück des Katechismus, Wiederholung des 2. Hauptstücks. Biblische Geschichten des Neuen Testaments: Vorbereitung und öffentliches Auftreten Jesu.(Biblische Geschichten von Schuster). Kirchen- lieder.— V. Abteilung. 3 Std. 1. Hauptstück des Katechismus. Biblische Geschichten des Alten Testa- mentes bis Moses. Aus dem Neuen Testamente: Die Jugend- und Leidensgeschichte Jesu. Gebete. Kirchen- lieder aus den einzelnen Festkreisen.
Am Keligionsunterricht nahmen nicht teil:
a) evangelische Schüler: im Sommer O, im Winter 52 Konfirmanden. b) katholische Schüler: O.
Jüdischer Religionsunterricht.
Die israelitischen Schüler erhielten den Religi- onsunterricht in einer Abteilung(UIII— VI). Seminar- lehrer Katz
Bibl. Geschichte: Von der Eroberung des Landes durch Josua bis zum Tode Daniels. jüd. Geschichte: Die Geschichte der Juden Deutschlands in Lebens- bildern. Religion: Erklärung der 10 Gebote. Mehrere Psalmen wurden erklärt und auswendig gelernt.
Technischer Unterricht.
a) Turnen. Die Anstalt besuchten im Sommer 583, im Winter 575 Schüler. Von diesen waren befreit:
vom Turnen von einzelnen 2uf enenTan überhaupt Übungsarten. Halbjahres ärztli im S. 40, im S. 4, im S. 18. Lut(nl Areiehen im W. 43, im W. 6, imW. 27, aus anderen Gründen: in de— im d.— ind.—, im S. 40, im 8. 4, im 8. 18. zusammen imW. 43, im W. 6, imW. 27, also von der Gesamt- im S.6,8% im S.0,7% im S. 3,1% zahl der Schüler: l. W. 7,4% i. W. 1% ſi. W. 4,6%
Es bestanden bei 18 getrennt zu unterrichtenden Klassen 14 Turnabteilungen; zur kleinsten von diesen gehörten 34, zur grössten 54 Schüler.


