im Auffinden und Ordnen des Stoffes. Alle 4 Wochen ein Aufsatz, mindestens in jedem Vierteljahre ein Klassen- aufsatz. In a: Obl. Pietschker; in b: Prof. Zer- giebel.
Aufsätze: In a: 1) Welche Erinnerungen weckt der Friedrichsplatz in Cassel? 2) Wie läßt sich Rückerts Parabel„Leben und Tod“ aus Erfahrung und Geschichte begründen?(Klassenaufsatz). 3) Welche Vorzüge ge- währt das Wandern?(Klassenaufsatz). 4) Die Elemente hassen das Gebild der Menschenhand. 5) Was für ein Bild einer Stadt gewinnen wir aus Schillers„Glocke“? 6) Wie schildert Anastasius Grün in dem Gedicht„Der letzte Ritter“ den Kaiser Max?(Klassenaufsatz). 7) Wie läßt sich das Geschick des Polykrates mit dem des Croesus vergleichen? 8) Wie versucht Attinghausen seinen Neffen Rudenz für die Sache seines Volkes zu gewinnen?(Nach Schillers Tell II, 1). 9) Wie entsteht in Tell der Entschluß, Geßler zu töten?(Prüfungsaufsatz).
In b: 1) Gliederung des Lesestückes„Tobias Witt“. 2) Was erfahren wir von Tellheim in den beiden ersten Aufzügen von Lessings Minna von Barnhelm?(Klassen- aufsatz). 3) Weshalb ändert Tellheim seinen Entschluß, auf Minna von Barnhelm zu verzichten?(Klassenauf- satz). 4) Inhalt und Aufbau von Schillers Lied von der Glocke(Klassenaufsatz). 5) Inhalt des Walthari- liedes(Klassenaufsatz). 6) Das Orakel. Von Ernst von Wildenbruch. Nacherzählung(Klassenaufsatz). 7) Ein Gang durch die Gedichte der Freiheitskriege. 8) Aus dem Leben des kleinen Dingsda.(Nach Daudets„Le petit Chose“*). 9) Wie erfüllt die Jungfrau von Orleans in Schillers Drama ihre Aufgabe?(Prüfungsaufsatz).
Kürzere Ausarbeitungen: In a: 1) Deutsch: Geschichte des Priesters in Schillers„Graf von Habsburg“. 2) Fran- zösisch:„L'égoiste“ von Arnault. 3) Physik: Der Erd- magnetismus und die erdmagnetischen Linien. 4) Ge- schichte: Ludwigs XVI. Fluchtversuch. 5) Englisch: Das„Kurze Parlament“ von 1640. 6) Naturbeschrei- bung: Uber Assimilation und Atmung der Pflanzen. 7) Deutsch: Friedrich d. Gr. nach der Schlacht bei Kolin(nach dem Bilde von Schrader). 8) Chemie: Die trockene Destillation des Holzes. 9) Französisch: Die Begründung der„konstituierenden Nationalversamm- lung“. 10) Naturbeschreibung: Die Wege des Blut- stromes im menschlichen Körper. 11) Geschichte: Friedrichs d. Gr. Verhältnis zum deutschen Geistesleben. 12) Englisch: Die Schlacht bei Marston Moor.
In b: 1) Englisch: Cromwells Jugend. 2) Physik: Die Reibungselektrisiermaschine. 3) Chemie: Einige Versuche zur Auskrystallisierung von Salzen aus heißen Lösungen. 4) Naturbeschreibung: Die Assimilation der Pflanzen. 5) Französisch: Ein unverhofftes Wieder- sehen.(Nach Daudets„Le petit Chose“.) 6) Geschichte: Napoleons Siegeszug nach Berlin. 7) Englisch: Die Schlacht bei Marston Moor. 8) Physik: Die Fortpflan- zung des Schalles. 9) Erdkunde: Die Rhone. 10) Che- mie: Das Azetylen. 11) Französisch: Der erste Schritt ins Leben(Nach Daudets„Le petit Chose“). 12) Na- turbeschreibung: Der Blutkreislauf des Menschen.
Französisch: 5 Std. w. Gelesen wurde in a: im S.: Monod,
Allemands et Français, im W.: Monod, Histoire de
11
France; in b: Daudet, Le petit Chose(Ausgabe Vel- hagen d Klasing). Lesen und Auswendiglernen von Gedichten der Sammlung von Gropp und Hausknecht, nach dem Kanon. Sprechübungen im Anschluß an das Gelesene und an Vorkommnisse des täglichen Lebens nach Harnisch-Duchesne(NXV. La France. XVI. Paris. XVII. La Société), mit Vorführung von Lichtbildern von Paris. Befestigung und Erweiterung des Wort- und Phrasenschatzes.— Wiederholung und Erweiterung der Grammatik, mit eingehender Besprechung der Lehre vom Eigenschaftswort, Fürwort und Umstandswort, der Ver- gleichungssätze und Negationen, im Anschluß an die Schulgrammatik von Strien(Ausgabe A); zur Einübung des grammatischen Stoffes Übersetzungen aus dem Lehr- buch der französischen Sprache von Strien, Teil III. Die schriftlichen Arbeiten(alle 14 Tage, Haus- und Klassenarbeiten) bestanden in Nacherzählungen, Dik- taten, Antworten auf französische Fragen, grammatischen Ubungen und vorzugsweise in Ubersetzungen. In a: Obl. Askevold; in b: Prof. Zergiebel.
Englisch: 4 Std. w. Gelesen wurde in a: Gardiner, Histo-
rical Biographies(Renger), in b: dasselbe und Mark- ham, Engl. History(Gärtner). Auswendiglernen eng- lischer Gedichte nach dem Kanon. Lese- und Sprech- übungen im Anschluß an den Lesestoff und an Vor- kommnisse des täglichen Lebens, nach Harnisch-Robertson (VII. Seasons, Weather, Sickness. VIII. The Town. IX. Professions and Occupations). Aneignung des Wort- schatzes.— Syntax des Geschlechtswortes, Hauptwortes, Eigenschaftswortes, Fürwortes und Umstandswortes, nach Deutschbein- Willenberg, II. Teil. Die wichtigsten Ver- hältniswörter. Wiederholung der früheren Lehraufgaben. Ubungen im ÜUbersetzen aus dem Deutschen. Alle 14 Tage eine schriftliche Arbeit(Diktate, freie Arbeiten, Briefe, Beantwortung englischer Fragen, grammatische UÜbungen, überwiegend Übersetzungen), Haus- und Klassenarbeiten. In a: Obl. Askevold; in b: Prof. Dr. Heuser.
Geschichte: 2 Std. w. Deutsche und preußische Geschichte
von 1740 bis zur Gegenwart(nach dem Leitfaden von Jaeniche). Außerdeutsche Geschichte nur bezüglich der Revolution von 1789 genauer, sonst, soweit zum Ver- ständnis der deutschen erforderlich. Wiederholungen aus der brandenburgisch-preußischen Geschichte. In a und b: Obl. Pietschker.
Erdkunde: 1 Std. w. Wiederholung und Ergänzung der
Länderkunde Europas mit Ausnahme des deutschen Reiches, nach Daniel. Die bekanntesten Verkehrs- und Handelswege der Jetztzeit. Elementare mathematische Erdkunde. Kartenskizzen. In a und b: Obl. Pietschker.
2*½


