Jahrgang 
1907
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Naturbeschreibung: 2 Std. w.

Linearzeichnen: 2 Std. w.

Mathematik: 5 Std. w. a) Arithmetik: Wiederholung der

Potenz- und Wurzelrechnung, Logarithmen, Quadratische Gleichungen nach Matthiessen; b) Planimetrie: Wiederholungen aus der Planimetrie, Konstruktionsauf- gaben, besonders auch solche mit algebraischer Vor- untersuchung, nach dem Lehrbuch von Uth-Franz; c) Trigonometrie: Anfangsgründe der Trigonometrie und Berechnung von Dreiecken; d) Raumgeometrie: Die einfachen Körper nebst Berechnung von Kanten- längen, Oberflächen und Inhalten. Anleitung zum per- spektivischen Zeichnen räumlicher Gebilde. Alle 14 Tage abwechselnd Haus- und Klassenarbeiten. In a: Prof. Dr. Hoebel: in b: Obl. Hintz.

Physik: 2 Std. w. Die einfachsten Erscheinungen aus der

Lehre vom Magnetismus und der Elektrizität, der Akustik und Optik, in experimenteller Behandlung, nach Koppe- Husmann, Anfangsgründe der Physik. Zusammenfas- sende Bemerkungen zur Wetterkunde. Hoebel: in b: Obl. Hintz.

C(hemie und Mineralogie: 2 Std. w. Die wichtigsten Ele-

mente und ihre hauptsächlichsten, besonders anorgani- schen Verbindungen, Grundgesetze der Chemie, stöchio- metrische Aufgaben, die wichtigsten Kristallformen, die physikalischen Eigenschaften und die chemische Zu- sammensetzung, die geologische und technische Bedeu- tung der wichtigsten Mineralien, nach Schreiber, Me- thodischer Leitfaden der Chemie und Mineralogie. In a: Prof. Dr. Hoebel; in b: Obl. Laubert.

Im Sommer: Einiges aus der Anatomie und Physiologie der Pflanzen, sowie über Pflanzenkrankheiten und ihre Erreger, nach Bail, Bo- tanik II. Im Winter: Anatomie und Physiologie des Menschen und Einiges über Gesundheitspflege, nach Bail, Zoologie II. UÜbungen im schematischen Zeichnen. In a: Prof. Dr. Hoebel; in b: Obl. Hintz.

Freihandzeichnen: 2 Std. w. Zeichnen und Malen von Ge-

fäßen, Geräten und anderen Gebrauchsgegenständen (auch Gruppen, z. B. von alten Büchern), sowie von Früchten, Knospen, Blüten und Zweigen, Schädeln, Tierteilen und ganzen Tieren usw. nach der Natur. Einige Innenansichten. Skizzierübungen(auch mit dem Pinsel), sowie Zeichnen aus dem Gedächtnis. Im Som- mer auch Skizzierübungen im Freien. In a und b: Zeichenlehrer AIIwohl.

Kristall- und mathematische Körper in schiefer und senkrechter Parallelprojektion in verschiedenen Stellungen, mit Schnitten und Abwick- lungen. Einfache Durchdringungen. Anlegen mit Far- ben. In a und b: Obl. Hintz.

In a: Prof. Dr.

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Ober-Sekunda.

Klassenlehrer: Herr Obl. v. Hanxleden.

Religion: 2 Std. w. Lesen und Erklären der Apostelge-

schichte sowie leichterer Abschnitte aus den neutestament- lichen Briefen, welche vom altchristlichen Gemeinde- leben handeln. Lebensbilder einzelner Apostel. Kirchen- geschichte bis zur Entstehung der katholischen Kirche. Wiederholung des früher auswendig gelernten Gedächt- nisstoffes. Obl. Dr. Koniecki.

Deutsch: 4 Std. w.: Ausgewählte Abschnitte aus dem Nibe-

lungenliede im Urtext(nach der Ausgabe von Böttlicher und Kinzel, Denkmäler der älteren deutschen Litera- tur I, 3). Die Nibelungen von Friedrich Hebbel(heraus- gegeben von Gaudig, Velhagen& Klasing). Inhalt des Gudrunliedes. Lieder und. Sprüche Walters von der Vogelweide im Urtext(Bötticher und Kinzel, Denk- mäler II). Ausblicke auf die großen germanischen Sagenkreise, auch den nordischen(Wölsungensage, Edda- lieder) und auf die höfische Epik und Lyrik. Ubersicht über einige Haupterscheinungen der geschichtlichen Ent- wickelung der deutschen Sprache. Auswendiglernen von Dichterstellen. Vorträge aus den angegebenen Gebieten. Prof. Zergiebel.

Aufsätze: 1. Welche Rolle spielt Tell in dem nach ihm benannten Drama Schillers? 2. Siegfried im Nibe- lungenliede bis zur Fahrt gen Isenland(Klassenaufsatz). 3. Werke Rembrandts in der Kasseler Gemäldegalerie. 4. Warum wird Siegfried ermordet?(Klassenaufsatz.) 5. Der Herbst als Künstler und Geber.(Oder: Bericht über persönliche Erlebnisse.) 6. Was macht Rüdiger im Nibelungenliede so anziehend? 7. Beurteilung der Tat des Ritters in Schillers Kampf mit dem Drachen. 8. Walther von der Vogelweide als vaterländischer Dichter. (Klassenaufsatz.)

Kürzere Ausarbeitungen: 1. Englisch: Die Handels- beziehungen zwischen Europa und Indien. 2. Chemie: Oxyde, Säuren, Basen. 3. Deutsch: Sigurds Ahnen. 4. Französisch: Brief an einen Freund. 5. Physik: Die Spannkraft von Dämpfen. 6. Géschichte: Alexander der Große vor dem Perserkriege. 7. Deutsch: Wie macht Hagen sein Wort wahr:Zwiu sold ich den èren, der mir ist gehaz? 8. Französisch: Colberts Verdienste. 9. Physik: DieGalvanische Batterie. 10. Geschichte: Die Kimbern. 11. Englisch: Der Fall von Kalkutta. 12. Chemie: Das Stassfurter Steinsalzlager und seine Entstehung.

Französisch: 4 Std. w. Gelesen wurde Duruy, Rèͤgne de

Louis XIV(Rengersche Reform-Ausgabe). Wiederholung der früher gêèlernten Gedichte. Ubungen im Nach- erzählen und Sprechübungen über den Lesestoff und Vorkommnisse des täglichen Lebens, Wiederholungen aus Harnisch-Duchesne(Voyage, Correspondance, So- ciété) einschl. des Wort- und Phrasenschatzes. Wieder- holung der Syntax des Zeitworts nach der Schulgram-