Jahrgang 
1907
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mäßigen Wortschatzes. Durchnahme der regelmäbßigen und unregelmäßigen Formenlehre unter Berücksichtigung der syntaktischen Gesetze, die zur Erklärung der For- men und zum Verständnisse des Lesestoffes erforderlich sind(Deutschbein- Willenberg, 1). Im 2. Halbjahre UÜbungen im Ubersetzen aus dem Deutschen. Vom 2. Vierteljahre an wöchentlich eine schriftliche Arbeit (fHlaus- und Klassenarbeiten) ins Reinheft(Diktate, Um- bildungen, Fragen und Antworten, Ubersetzungen). In a und b: Prof. Theisen.

Geschichte: 2 Std. w. Die Blütezeit des römischen Reiches

unter den großen Kaisern. Deutsche Geschichte von dem ersten Zusammentreffen der Deutschen mit den Römern bis zum Ausgang des Mittelalters, nach-

niche. Außerdeutsche Geschichte, soweit zum Verständ-

nis der deutschen Geschichte nötig. In a: Obl. Dr. Hitzeroth; in b: Obl. Pietschker.

Erdkunde: 2 Std. w. Physische und politische Erdkunde

der außereuropäischen Erdteile und die deutschen Ko- lonien, nach Daniel. Kartenskizzen an der Wandtafel und in Heften. In a und b: Obl. Pietschker.

Mathematik: 6 Std. w. a) Arithmetik. 3 Std. w.:

Grundrechnungen mit absoluten Zahlen und Einführung der positiven und negativen Größen, Lehre von den Proportionen, Gleichungen ersten Grades mit einer Un- bekannten, nach Matthiessen. Aufgaben aus dem bür- gerlichen Leben und dem sogenannten kaufmännischen Rechnen, nach Harms-Kallius; b) Planimetrie. 3 Std. w.: Ergänzende Wiederholung der Lehre von den Parallelogrammen, Kreislehre, Sätze über die Flächen- gleichheit der Figuren, Berechnung der Fläche gerad- liniger Figuren, nach Wh-Franz. Konstruktionsauf- gaben. 14 tägig abwechselnd Haus- und Klassenarbeiten in Arithmetik und Planimetrie. In a: Obl. v. Hanx- leden; in b: Prof. Dr. Wetzell.

Naturbeschreibung: 2 Std. w. Im Sommer: Pflanzen-

kunde. Beschreibung und Vergleichung von Pflanzen mit verwickelterem Blütenbau und von einigen Sporen- pflanzen. Im Anschluß hieran Erweiterung und Ver- tiefung der morphologischen und biologischen Begriffe. Die wichtigsten Familien der Blütenpflanzen. Obersicht über das natürliche System. UÜbungen im Bestimmen. Bail, Botanik II. Im Winter: Tierkunde. Glieder- tiere mit besonderer Berücksichtigung der Insekten und ihrer Ordnungen. Schmeil, Zoologie. UÜbungen im sche- matischen Zeichnen. In a: Obl. v. Hanxleden; in b: Prof. Dr. Wetzell.

Zeichnen: 2 Std. w. Zeichnen nach Gefäßen, Geräten und

anderen Gebrauchsgegenständen, sowie nach einfachen Naturformen(Kasten, Bücher, Büchsen, Blumentöpfe,

Flaschen und Krüge, Tassen und Henkeltöpfe, Mütze, Hut, Früchte u. a.) mit Angabe der Beleuchtungserschei- nungen und verbunden mit Farbentreffübungen. Skiz- zieren und Zeichnen aus dem Gedächtnis. Freie Pinsel- übungen. In a und b: Zeichenlehrer AIIwohl.

Ober-Tertia. Klassenlehrer: In a: Herr Obl. Weber; in b: Herr Obl. Dr. Koniecki.

Religion: 2 Std. w. Das Reich Gottes im Neuen Testa-

mente: Lesen und Erklären entsprechender biblischer Abschnitte, nach Völker-Strack und Halfmann-Köster, II; eingehende Besprechung der Bergpredigt(nebst Ein- prägung) und der Gleichnisse. Reformationsgeschichte im Anschluß an ein Lebensbild Luthers. Sicherung der Kenntnis des Katechismus und des bisher angeeigneten Spruch- und Liederschatzes. In Verbindung mit der Wiederholung der früher erlernten Lieder kurzer Abriß der Geschichte des evangelischen Kirchenlieds. In a und b: Obl. Dr. Koniecki.

Deutsch: 3 Std. w. Lesen von Prosastücken(wie in UIII)

und besonders von Gedichten(insbesondere Balladen von Schiller und Uhland) aus dem deutschen Lesebuche von Hopf und Paulsiele, Abteilung für Tertia und Unter- Sekunda(bearbeitet von Foss). In a: Uhlands Ernst, Herzog von Schwaben; in b: Zriny von Th. Körner:; außerdem in beiden Abteilungen: Auszüge aus der Odyssee in der Ubersetzung von Habatsch. Belehrungen über die persönlichen Verhältnisse der Dichter, sowie über die poetischen Formen und Gattungen. Auswendig- lernen und Vortragen von Gedichten und Stellen aus Dramen, nach dem Kanon. Ablaut, Umlaut, Brechung. Das Wichtigste aus der Wortbildungslehre. Alle 4 Wochen ein Aufsatz, darunter in jedem Vierteljahre ein Klassen- aufsatz. In a: Obl. Weber: in b: Obl. Dr. Koniecki.

Französisch: 6 Std. w. Gelesen wurden im S. in a und b:

Gedichte von Lafontaine, Béranger, Hugo, Coppée und anderen aus der Auswahl von Gropp und Haushnecht, im W. in a: J. Colomb, Deux Mères(Freytag, Leipzig): in b: G. Monod, Allemands et Français(Renger, Leipzig). Sprechübungen im Anschluß an den Lesestoff und an Vorkommnisse des täglichen Lebens unter Zugrunde- legung von Harnisch-Duchesne(XI. Professions et- tiers. XII. Voyage. XIII. La Correspondance. XIV. Ar- gent, Mesures, Poids). Fortgesetzte Erweiterung des Wort- und Phrasenschatzes. Auswendiglernen von Ge- dichten nach dem Kanon. Hauptgesetze der Syntax: Infinitiv, Partizipien, Gerundium, Geschlechtswort und Hauptwort, nach Striens Schulgrammatik. Wiederholung des grammatischen Stoffes aus früheren Klassen. Ubungen 2

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