Jahrgang 
1907
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schriftliche Nacherzählungen, Haus- und Klassenarbeiten. Erzählungen aus den Sagen des klassischen Altertums sowie aus der ältesten Geschichte der Griechen(bis Solon) und der Römer(bis zum Kriege mit Pyrrhus). In a: Obl. Dr. Hitzeroth: in b: Obl. Askevold.

Französisch: 6 Std. w. Lesestücke aus Strien, Lehrbuch

der französischen Sprache, Teil I. Leseübungen. Sprech- übungen im Anschluß an den Lesestoff. Erweiterung des Wortschatzes. Auswendiglernen von Gedichten nach dem Kanon. Wiederholung, Befestigung und Erwei- terung der in Sexta gelernten Formenlehre. Ubungen im Ubersetzen in das Französische. Wöchentlich eine schriftliche Arbeit(HIaus- und Klassenarbeiten abwech- selnd) ins Reinheft: Diktate, Antworten auf französisch gestellte Fragen, Umwandlungen, Niederschriften aus dem Gedächtnis, grammatische UÜbungen, Ubersetzungen. In a: Prof. Dr. Heuser: in b: Obl. Askevo-ld.

Erdkunde: 2 Std. w. Länderkunde von Mitteleuropa, ins-

besondere des deutschen Reiches, nach Daniels Leit- faden. Entwerfen von Kartenskizzen an der Tafel. Weitere Einführung in das Verständnis des Globus, des Reliefs und der Karte. In a: Prof. Dr. Heuser: in b: Obl. Weber.

Rechnen: 5 Std. w. Teilbarkeit der Zahlen. Gemeine Brüche.

Fortgesetzte UÜbungen mit benannten Dezimalzahlen. Ein- fache Dreisatzaufgaben(durch Schluß auf die Einheit oder ein gemeinschaftliches Maß zu lösen) nach Harms und Kallius. Propädeutischer geometrischer Anschau- ungsunterricht. Übungen im Gebrauche von Zirkel und Lineal. Alle 3 Wochen je eine Haus- und Klassen- arbeit. In a: Obl. Schröder; in b: Prof. Dr. Wetzell.

Naturbeschreibung: 2 Std. w. Im Sommer: Pflanzen-

kunde. Eingehende Durchnahme der äußeren Organe der Blütenpflanzen im Anschluß an die Beschreibung vorliegender Exemplare und an die Vergleichung ver- wandter Formen. Bail, Botanik J. Im Winter: Tier- kunde. Beschreibung wichtiger Wirbeltiere(nach vor- handenen Exemplaren und Abbildungen) nebst Mittei- lungen über ihre Lebensweise, ihren Nutzen und Schaden. Grundzüge des Knochenbaues beim Menschen. Schmeil, Leitfaden der Zoologie. UÜbungen im einfachen sche- matischen Zeichnen des Beobachteten. In a: Obl. Schröder; in b: Lehrer Markert.

Zeichnen: 2 Std. w. Gedächtniszeichnen: Einfache ebene

Gebilde und flache Formen(Türschild, Apfel, Kette, Ei, Brille, Wurst, Zitrone, Reifen, Ball, Hantel, Uhr, Brief- umschlag, Schiefertafel, Buch und Heft, Papierhut, Drachen, Honigkuchenherz, Weihnachtsgebäck, Schild, Fahne und Standarte, Beil, Hackemesser, Hammer,

Zange, Gartentür, einfache Blätter u. a.) verbunden mit Farbentreffübüngen. Skizzierübungen und freie Ubungen im Skizzenbuch. In a und b: Zeichenlehrer AIIwohl.

Quarta.

Klassenlehrer: In a: Herr Obl. Laubert: in b: Herr Obl. Hintz.

Religion: 2 Std. w. Das Allgemeinste von der Einteilung

der Bibel und die Reihenfolge der biblischen Bücher. Lesen und Erklären von Abschnitten des Alten und besonders des Neuen Testamentes(nach dem Bibl. Lese- buch von Fölbker- Strach) zur Wiederholung und Er- weiterung der in VI und V behandelten biblischen Ge- schichten. Katechismus: Wiederholung der Aufgaben von VI u. V; Erklärung und Einprägung des 3. Haupt- stückes mit Luthers Auslegung. Auswendiglernen von Sprüchen und 4 Kirchenliedern nach dem Kanon: Wie- derholung der früher gelernten Lieder. In a: Lehrer Markert; in b: Obl. Dr. Hitzeroth. 1

Deutsch: 4 Std. w. Lesen von Gedichten und Prosastücken

(besonders Beschreibungen und Schilderungen, Darstel- lungen aus der griechischen und römischen Geschichte) aus Liermann-Höfer, Lesebuch für Quarta. Nacher- zählen. Vortrag auswendig gelernter Gedichte nach dem Kanon. Der zusammengesetzte Satz und zu- sammenfassende Einprägung der Regeln über die Zeichen- setzung. Das Allereinfachste aus der Wortbildungslehre. Alle 14 Tage eine schriftliche Arbeit, abwechselnd Dik- tat oder Aufsatz(schriftliche freiere Wiedergabe von Durchgenommenem), Haus- und Klassenarbeiten. In a: Obl. Dr. Koniecki: in b: Obl. Dr. Hitzeroth.

Französisch: 6 Std. w. Lesestücke aus dem Lehrbuche von

Strien, Teil II. Auswendiglernen von Gedichten nach dem Kanon. Sprechübungen über den Lesestoff und über Vorkommnisse des täglichen Lebens im Anschluß an Harnisch-Duchesne(Auswahl aus den Abschnitten I. Notre Classe, II. Le Corps humain, III. La Famille, IV. Le Temps, V. La Toilette, VI. Les Leçons). Erwei- terung des Wortschatzes. Wiederholung und Ergän- zung der Formenlehre, insbesondere Einübung der Für- wörter in Verbindung mit fragenden und verneinenden. Formen des Zeitwortes. Die unregelmäßigen Zeitwörter (nach der Schulgrammatik von Strien). Ubungen im Ubersetzen aus dem Deutschen. Alle 8 Tage eine schriftliche Arbeit ins Reinheft(Klassen- und Haus- arbeiten): Diktate, Formen, Beantwortung von Fragen, Niederschriften aus dem Gedächtnisse, Umwandlungen, Ubersetzungen. In a: Prof. Zergiebel; in b: Obl. Dr. Gaebel.