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C. Übersicht über den im Schuljahre 1906 erledigten Unterrichtsstoff.
Sexta. Klassenlehrer: In a: Herr Lehrer Markert: in b: Herr Lehrer Kühnemuth. Religion: 3 Std. w. Biblische Geschichten des Alten Testamentes, nach Halfmann-Köster, IJ. Vor den
IHauptfesten die betreffenden Geschichten des Neuen Testaments. Durchnahme und Erlernung des 1. Haupt- stückes mit Luthers Auslegung. Erlernung des Vater- unsers ohne Luthers Auslegung nach einfacher Wort- erklärung. Einprägung einer mäßigen Zahl von Kate- chismussprüchen und leichten Schriftstellen sowie von 4 Kirchenliedern nach dem Kanon. Psalm 23. Lehrer Markert; in b: Lehrer Kühnemuth.
In a:
Deutsch und Geschichtserzählungen: 5 Std. w. Lesen von Gedichten und Prosastücken(Märchen, Fabeln, Er- zählungen, Darstellungen aus der vaterländischen Sage und Geschichte, Bilder aus der Natur und aus der Erd- kunde) aus dem Lesebuch von Liermann. Ubungen im Nacherzählen von Vorerzähltem und Gelesenem. Mög- lichst verständnisvolles Vortragen auswendig gelernter Gedichte(nach dem Kanon).— Redeteile, Deklination und Konjugation, Unterscheidung der starken und schwachen Formen; Lehre vom einfachen Satz und von der für ihn erforderlichen Zeichensetzung. Recht- schreibeübungen in wöchentlichen Diktaten. In a: Lehrer Markert; in b: Lehrer Kühnemuth. Lebensbilder aus der vaterländischen Geschichte, na- mentlich der neueren. In a und b: der Direktor.
Französisch: 6 Std. w. Lautliche Schulung. Kleine Er- zählungen und Gedichte aus dem Elementarbuche der französ. Sprache von Strien. Leseübungen und Sprech- übungen(im Anschluß an den Lesestoff und die nächste Umgebung). Aneignung eines mäßigen Wortschatzes. Auswendiglernen von Gedichten nach dem Kanon, ge- legentlich Gesang französischer Lieder.— Die Hülfs- zeitwörter avoir und être und die Zeitwörter auf er. Das Wichtigste über das Geschlechtswort, Hauptwort, Eigenschaftswort, Fürwörter und Zahlwörter. Vom 2. Vierteljahr ab wöchentlich abwechselnd eine schriftl. Haus- oder Klassenarbeit: Diktate, Umwandlungen, Be- antwortung französ. gestellter Fragen, Niederschriften aus dem Gedächtnis, Formen und leichte gramm. UÜbungen. In a: Obl. Dr. Gaebel: in b: Prof. Dr. Heuser.
Erdkunde: 2 Std. w. Grundbegriffe der allgemeinen Erd- kunde in Anlehnung an die nächste Umgebung und erste Anleitung zum Verständnis des Globus und der
Karte, nach Keil-Rieche, Schulatlas. Anfangsgründe der Länderkunde, beginnend mit der Heimat und mit Europa. In a: Obl. Laubert: in b: Lehrer Kühnemuth.
Rechnen: 5 Std. w. Die Grundrechnungsarten mit ganzen Zahlen, unbenannten und benannten, nach Harms-Kal- lius. Die deutschen Maße, Gewichte und Münzen nebst Ubungen in der dezimalen Schreibweise und den ein-
fachsten dezimalen Rechnungen. Vorbereitung der Bruchrechnung. Alle 3 Wochen 2 Arbeiten, abwech- selnd Haus- und Klassenarbeiten. In a: Obl. Lau-
bert: in b: Lehrer Kühnemuth.
Naturbeschreibung: 2 Std. w. Im Sommer: Pflanzen- kunde. Beschreibung vorliegender Blütenpflanzen und Besprechung der Formen und Teile der Wurzeln, Stengel, Blätter, Blüten, leicht erkennbaren Blütenstände und Früchte. Bail, Botanik J. Im Winter: Tierkunde. Beschreibung wichtiger Säugetiere und Vögel in Bezug auf äußere Merkmale und auf charakteristische Einzel- heiten des Knochenbaues(nach vorhandenen Exemplaren und Abbildungen) nebst Mitteilungen über ihre Lebens- weise, ihren Nutzen und Schaden. UÜbungen im ein- fachen schematischen Zeichnen des Beobachteten. Schmeil, Leitfaden der Zoologie. In a: Lehrer Kühne- muth; in b: Lehrer Markert.
Quinta.
Klassenlehrer: In a: Herr Obl. Schröder: in b: Herr
Obl. Askevold.
Religion: 2 Std. w. Biblische Geschichten des Neuen Testa- ments nach Halfmann-Köster. Aus dem Katechismus: Wiederholung der Aufgabe der VI; dazu Durchnahme und Erlernung des 2. Hauptstückes mit Luthers Aus- legung. Auswahl von Katechismussprüchen und Schrift- stellen wie in VI; 4 neue Kirchenlieder nach dem Ka-
non und Wiederholung der in VI gelernten Lieder. In a und b: Obl. Dr. Hitzeroth. Deutsch und Geschichtserzäühlungen. 4 Std. w. Lesen
von Gedichten und Prosastücken(wie in VI) aus Lier- manns Lesebuch. Mündliches Nacherzählen. Auswen- diglernen und möglichst verständnisvolles Vortragen von Gedichten nach dem Kanon.— Der einfache er- weiterte Satz und das Notwendigste vom zusammenge- setzten Satze nebst der dabei zur Anwendung kom- menden Zeichensetzung. Wöchentliche Diktate zur Ein- übung der Rechtschreibung und der Zeichensetzung, oder


