Jahrgang 
1904
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Akustik und Optik in experimenteller Behandlung, nach Koppe-Husmann, Anfangsgründe der Physik. Zu- sammenfassende Bemerkungen zur Wetterkunde. a: Obl. Laubert; in b: Obl. Schröder. Chemie und Mineralogie: 2 Std. w. Die wichtigsten Elemente und ihre hauptsächlichsten, besonders an- organischen Verbindungen. Grundgesetze der Chemie. Stöchiometrische Aufgaben. Die wichtigsten Kristall- formen, die physikalischen Eigenschaften und die chemische Zusammensetzung, die geologische und technische Bedeutung der wichtigsten Mineralien, nach Schreiber, Methodischer Leitfaden der Chemie

In

und Mineralogie. In a: Obl. Hintz; in b: Obl. Schröder. Naturbeschreibung: 2 Std. w. Im Sommer: Pflanzen-

kunde. Einiges aus der Anatomie und Physiologie der Pflanzen, sowie über Pflanzenkrankheiten und ihre Erreger, nach Bail, Botanik II. Im Winter: Tier- kunde. Anatomie und Physiologie des Menschen und Einiges über Gesundheitspflege, nach Bail, Zoo- logie II. Übungen im schematischen Zeichnen. In a: Obl. Hintz; in b: Obl. Schröder. Freihandzeichnen: 2 Std. w. Zeichnen und Malen von Gefälsen, Geräten und anderen Gebrauchsgegen- ständen(auch Gruppen, z. B. von alten Büchern), sowie von Früchten, Knospen, Blüten und Zweigen, Schädeln, Tierteilen und ganzen Tieren ufw. nach

der Natur. Einige Innenansichten. Skizzier- und Gedächtnisübungen. Im Sommer auch Skizzier- übungen im Freien. In a und b: Zeichenlehrer Allwohl.

Linearzeichnen: 2 Std. w. Kristall- und mathematische Körper in schiefer und senkrechter Parallelprojektion in verschiedenen Stellungen, mit Schnitten, Abwick- lungen und Durchdringungen. Anlegen mit Tusche und Farben. In a und b: Obl. Schröder.

Vom Religionsunterricht befreit waren im S. kein Schüler, im W. 13 Konfirmanden.

Der katholische Religionsunterricht wurde für die Schüler des Realgymnasiums, der Oberrealschule und der Realschule gemeinsam in fünf Abteilungen erteilt; die Sexta der Realschule nahm teil an Abteilung V. die Quinta und Quarta an Abteilung IV, die Tertia und Sekunda an Abteilung III, die Prima an Abteilung II.

Abteilung V: 3 Std. w. 1. Hauptstück des Katechismus. Biblische Geschichten des Alten Testamentes bis Moses. Aus dem Neuen Testament die Jugend- und Leidens- geschichte Jesu. Gebete. Kirchenlieder aus den einzelnen Festkreisen.

13.

Abteilung IV: 2 Std. w. 3. Hauptstück des Katechis- mus. Wiederholung des 1. Hauptstücks. Biblische Ge- schichten des Neuen Testamentes: Das öffentliche Auf- treten Jesu(Biblische Geschichten von Schaster). Kirchen- lieder. Lehrer Schwab.

Abteilung III: 2 Std. w. Sakramentenlehre und Kirchengeschichte des Mittelalters nach dem Leitfaden von Dreher.

Abteilung II: faden von Dreher.

2 Std. w. Die Apologetik nach dem Leit- Kaplan Goebel.

Der israelitische Religionsunterricht wurde für die Klassen IIIVI der Realschule(gemeinsam mit den ent- sprechenden Klassen der Oberrealschule) in 2 Std. wöch. erteilt.

Biblische Geschichte: Von der Eroberung des Landes bis zur Regierung Davids. Nachbiblische Geschichte: Die Geschichte der Juden Deutschlands in Lebensbildern. Religionslehre: Erklärung der 10 Gebote. Festtage. Mehrere Psalmen wurden erklärt und auswendig gelernt. Seminarlehrer Katz.

Vom Zeichnen befreit war kein Schüler.

Am Linearzeichnen beteiligten sich Ostern 1903 in III: 60 Schüler(95%), in II: 36 Schüler(63%), in I: 30 Schüler(77%).

Die Anstalt besuchten im Sommer 432, im Winter 425 Schüler; von diesen waren vom Turnen befreit:

Vom Turnunter- Von einzelnen richte überhaupt. Ubungen.

Auf Grund ärztlichen Zeugnisses:

im S. 18, im W. 18 im S. 5, im W. 3

aus anderen Gründen: im S. 4, im W. zusammen ſim S. 18, im W. 18 im S. 9, im W. 3 also von der Gesamtzahl im S. 4,2% im S. 2,1% der Schüler im W. 4,2% im W. 0,7%

Der Turnunterricht fand in der Turnhalle der Anstalt statt, die für einige Stunden auch von der Bürger- schule 9 benutzt wird. Es pestanden 11 Abteilungen und eine Vorturner-Abteilung. Zur kleinsten Turnabteilung (IIa) gehörten 26, zur grölsten(VIb) 50 Schüler.

Übungsstoff: für VI und V: Einfache Frei- und Ordnungsübungen. Gemeinturnen: Klettern, Steigen, Frei- und Bockspringen, leichte Hang- und Stützübungen; für IV und III: Einfache Stab- und Hantelübungen, Marsch-, Frei- und Ordnungsübungen, Gemeinturnen an allen Ge- räten; für II und I: Eisenstab- und Hantelübungen,

schwierigere Frei- und Ordnungsübungen. Gemein- und Riegenturnen an allen Geräten. Turnspiele, soweit wegen des Mangels eines Spielplatzes möglich(s. u.)