Jahrgang 
1904
Einzelbild herunterladen

14

Den Unterricht erteilten:

Herr Oberlehrer Theisen in IIIa,

Dr. Heuser in IIIb,

v. Hanxleden in Ila und VIa,

Hintz in Ia+ 1b, IVb und Vb,

Weber in IIb, Va und in der Vor- turnerabteilung,

Pietschker in VIb,

Laubert in TVa.

In der Zeit vom Mai bis November verwandten sämt- liche Klassen mit Ausnahme der beiden Sexten einen Teil der Turnstunden zum Spielen im Freien. Aulserdem be- standen in Ila(unter Leitung des Herrn Obl. v. Hanx- leden) und in IIb während des Sommers freie Fufsball- Spielvereinigungen. Da die Anstalt selbst keinen Spiel- platz besitzt und auch ein ausreichender städtischer Spielplatz fehlt, so fanden diese üjbungen im Barlauf, Fufsball und anderen Ballspielen in den Nachmittags- stunden auf der Schönfelder Hochfläche statt.

Folgende Fufsball-Wettspiele fanden statt: Am 24. Juni siegte IIb über IIa mit 9:3 Toren(anwesend die Herren Obl. v. Hanxleden, Hintz und Weber), am 27. Juni IIb über eine aus den Klassen I, II, IV und V zusammengesetzte Mannschaft mit 5:2 Toren(an- wesend Herr Obl. v. Hanxleden); ein Wettspiel Ia gegen Ila am 4. November(anwesend Herr Obl. v. Hanx- leden) blieb mit 2:2 Toren unentschieden; an dem- selben Tage siegte Vla über Vb mit 4:0 Toren, am 11. November IIb über eine aus den Klassen la, Ib und IIa zusammengesetzte Mannschaft mit 2:1 Toren(anwesend die Herren Obl. Zergiebel und Hintz).

Baden und Schwimmen. In dankenswerter Weise war seitens der Stadt auch für das Jahr 1903 wieder eine ansehnliche Summe(11 300 M.) in den Haushaltsplan ein- gestellt worden, um den städtischen Knaben- und Mädchen- schulen die Benutzung des Flussbades in der Fulda zu sehr ermälsigten Preisen zu ermöglichen. Von dieser Gelegen- heit wurde reichlich Gebrauch gemacht Es beteiligten sich am Baden und Schwimmen 287, also 66% der Schüter.

73 Schüler(etwa 17% der Gesamtzahl) sind geprüfte Freischwimmer. Die diesjährige Schwimmprüfung fand am 7. September in Anwesenheit des Direktors und der Herren Oberlehrer Dr. Heuser und Hintz statt. Da der Sommer sehr kühl und ungünstig zum Baden gewesen war, beteiligten sich in diesem Jahre nur

26 Schüler, die bei 21° Wasserwärme 20 Minuten lang in der Fulda schwammen und mit Ausnahme von 4 Schülern bestanden: aus Ia: Guido Bohl, Fritz Konze, Oskar Meyer; aus Ib:; aus Ila: Wilhelm Gehlhoff; aus IIb: Ernst Bohne, Wilhelm Koch; aus IIIa: Oskar Gabriel, Fritz Gehlhoff; aus IIIb: Karl Schmidt; aus Va: Heinrich Riebeling, Herbert Wenzel; aus IVb: Rudolf Hördemann, Otto Stein, August Ziehe; aus Va: Hermann Bluhm, Eduard Krollpfeiffer, Friedrich Krüger, August Mettger; aus Vb: Otto Gehlhoff, Hans Mergard; aus VIa: Hein- rich Lasch, Eduard Noll; aus VIb:.

Singen. Sexta und Quinta, je 2 Std. w. Klassen- gesang. Einführung in die Kenntnis der Noten. Ton- leitern und Treffübungen. Volkslieder, ein- und zwei- stimmig. Choräle. In VIa und b: Lehrer Markert; in Va und b: Zeichenlehrer Allwohl.

Die Klassen Quarta bis Prima bildeten eine Chor- abteilung und erhielten zusammen 3 Gesangstunden, je eine für Sopran und Alt, Tenor und Bals und für den ganzen vierstimmigen Chor. Choräle, Gesänge aus Palme und Chorsätze. Professor Dr. Hoebel.

Vom Singen befreit waren 3 Schüler, 1 weiterer Schüler während des Winters.

Schreiben. Sexta. 2 Std. w. Die kleinen und grolsen Buchstaben; Wörter und Sätze in deutscher und lateinischer Schrift. In a und b: Lehrer Markert.

Quinta. 2 Std. w. Schreiben einzelner Wörter und Sätze in deutscher und lateinischer Schrift. In a und b: Lehrer Markert.

Quarta. 1 Std. w. Schreiben nach ein- und mehr- zeiligen Vorschriften in deutscher und lateinischer Schrift. Quittungen, Briefe u. a. aus dem geschäftlichen Leben. In a und b: Lehrer Markert. Aufserdem 1 Std. w. Rundschrift. Die gebräuchlichsten Alphabete. Gewöhn- liche, schräge und verengte Schrift. In a und b: Zeichen- lehrer Allwohl.

Tertia und Sekunda. 1 Std. w.(für Schüler mit schlechter Handschrift). Die deutschen und lateinischen Buchstaben-Formen und-Verbindungen wurden wiederholt und in Wörtern und Sätzen geübt. Taktschreiben. Lehrer Markert.

Vom Schreiben bezw. Zeichnen am Sonnabend waren 7 jüdische Schüler befreit.