Jahrgang 
1901
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Hülfslehrerstelle bei dem herrschenden Lehrermangel kein Vertreter zu finden war, so wurde dieselbe Herrn Dr. Dohse, der Ostern 1900 an der Anstalt sein pädagogisches Probejahr antrat, übertragen. Auch der katholische Religionslehrer, Herr Kaplan Lammeyer, schied zu Ostern 1900 aus; an seine Stelle trat Herr Kaplan Weber.

Adolf Hugo Richard Schröder, geboren am 9. September 1865 zu Halle a/S. als Sohn des Schrift- setzers Karl Schröder, besuchte die Lateinische Hauptschule zu Halle a/S. von Ostern 1878 1887, studierte sodann in seiner Vaterstadt zuerst Theologie und Philologie, dann Mathematik und Naturwissenschaften. Ebenda bestand er im Februar 1893 die Staatsprüfung und gehörte während des Seminar- und Probejahres von Ostern 1893 1895 dem Seminarium praeceptorum der Franckeschen Stiftungen an. Von Ostern 1895 bis Michaelis 1897 war er etatsmäfsiger Hülfslehrer am städtischen Gymnasium zu Halle. Von Ostern 1892 bis Michaelis 1897 war er zugleich Adjunkt der Kgl. Universitäts-Sternwarte zu Halle. Von Michaelis 1897 bis Ostern 1900 war er Oberlehrer an der Realschule zu Sobernheim(Nahe).

Hermann Hintz, geboren am 22. Februar 1864 zu Sulzbach, Kreis Saarbrücken, evangelisch, besuchte die Realgymnasial-Abteilung des Lyceums zu Strafsburg i. Els. und verliefs diese Anstalt Herbst 1884 mit dem Zeugnis der Reife. Er studierte auf den Universitäten Stralsburg i. Els. und Berlin Naturwissen- schaften, Mathematik und Erdkunde. Vom 1. Oktober 1885 bis 1. Oktober 1886 genügte er seiner Militär- pflicht zu Strafsburg i. Els. Am 21. Juli 1894 bestand er seine Staatsprüfung, nachdem er am 4. März 1888 an der Kgl. Turnlehrerbildungsanstalt zu Berlin sein Turnlehrerexamen gemacht hatte. Nach bestandener Staatsprüfung zunächst an einer Privatschule thätig, legte er vom 1. April 1896 bis 1. April 1897 an der Realschule bei St. Johann zu Strafsburg i. Els. sein Probejahr ab, war von Ostern 1897 bis Herbst 1897 an derselben Anstalt, von Herbst 1897 bis Ostern 1899 an der Realschule zu Rappoltsweiler i. Els. und von Ostern 1899 bis Ostern 1900 an der Oberrealschule zu Essen(Ruhr) als wissenschaftlicher Hülfslehrer thätig und wurde zu Ostern 1900 an die Realschule zu Cassel berufen.

Richard Emil Max Franz Georg Dohse, evang. luth. Bekenntnisses, Sohn des verstorbenen Maurermeisters Gustav Dohse, wurde geboren am 25. Mai 1875 zu Lübz i. Mecklenburg. Nach erfolgreichem Besuch des Realprogymnasiums zu Parchim i. Mecklenburg trat er in die Prima des Realgymnasiums zu Güstrow i. Mecklenburg ein und bestand daselbst zu Michaelis 1894 die Reifeprüfung. Der Reihe nach besuchte er die Universitäten München, Marburg, Genf und Rostock, um neuere Sprachen, Geschichte und Deutsch zu studieren. Im Lauf des Sommers 1897 promovierte er vor der philosophischen Fakultät zu Rostock überColley Cibber's Bühnenbearbeitung von Shakespeare's Richard IHI. Im Juni 1898 bestand er ebenfalls in Rostock die philologische Staatsprüfung. Vom Juni 1898 ab wurde ihm mit Ge-

nehmigung des Grofsherzoglich Mecklenburgischen Ministeriums die Verwaltung einer ordentlichen wiss. Hülfslehrerstelle am Realgymnasium zu Malchin i. Mecklenburg übertragen. Von Ostern 1899 bis Ostern 1900 legte er sein Seminarjahr an der Klinger-Oberrealschule zu Frankfurt a. M. ab, und zu Ostern 1900 wurde er als Probekandidat und zugleich als vollbeschäftigter wiss. Hülfslehrer an die Realschule zu Cassel berufen..

Somit setzte sich das Kollegium wie folgt zusammen: 1. Direktor Dr. Harnisch,. 2. Professor Dr. Hoebel, 3. Professor Dr. Pohler, 4. Professor Dr. Kressner, 5. Oberlehrer Dr. Wetzell, 6. Oberlehrer Ze rgie b el, 7. Oberlehrer Vollhase 8. Oberlehrer Theisen(zugleich Turn- lehrer), 9. Oberlehrer Dr. Heuser(zugleich Turnlehrer), 10. Oberlehrer Schröder, 11. Ober- lehrer v. Hanxleden(zugleich Turnlehrer), 12. Oberlehrer Ripcke, 13. Oberlehrer Dr. Koniecki, 14. Oberlehrer Hintz(zugleich Tarnlehrer), 15. Zeichenlehrer Allwohl, 16. Lehrer Grün, 17. Lehrer Markert, 18. Probekandidat Dr. Dohs e, 19. Kaplan Weber(als katholischer Religionslehrer), 20. Seminarlehrer Katz(als israelitischer Religionslehrer).

Neu eingerichtet wurde ein Lehrzimmer für Anschauungsunterricht mit Skioptikon und Verdunkelungsvorrichtung, zur Belebung des naturwissenschaftlichen, erdkundlichen und neu- sprachlichen Unterrichts(Paris und London). Die Ausstattung der Klassenzimmer mit zweisitzigen