Jahrgang 
1901
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3. Der Magistratder Residenz macht Mitteilung von dem Beschluss(4. Juli 1900), den Elementarlehrern der städtischen höheren Schulen die 150 M.-Zulage auch bis zur Erreichung des Höchstgehaltes, d. h. dau- ernd, zu gewähren.

4. Verfügung des Königl. Provinzial-Schulkollegiums zu C(assel, vom 27. August 1900: Neue Schüler sind nur zum Beginn eines Schulhalbjahres aufzunehmen. Eine Ausnahme hiervon ist nur für solche Schüler zulässig, deren Eltern innerhalb des Schulhalbjahres in den Schulort ziehen.

5. Der Magistrat der Residenn teilt mit(8. September 1900),

a) dass die Bestimmungen des 3. Nachtrags zum Normaletat auch für die Zeichenlehrer an den städtischen höheren Schulen und zwar vom 1. April d. J. ab in Anwendung gebracht werden sollen;

b) dass die für die staatlichen höheren Schulanstalten vorgeschriebenen erhöhten Vergütungssätze für Hülfsunterricht alsbald auch bei den städtischen höheren Schulen eingeführt werden;

c) dass das Gesetz vom 4. Dezember 1899, betr. Reliktenversorgung der Volksschullehrer auch für die Zeichen- und Flementarlehrer an den städt. höh. Schulen in Kraft treten soll.

6. Verfügung des Königl. Provinzial-Schulkollegiums zu(assel, vom 22. Oklober 1900: Das Werk

Ein deutscher Seeoffizier von Hirschberg, II. Teil, wird empfohlen.

Der Magistrat der Residena teilt den Beschluss mit(27. Oktober 1900), allen Vereinen und Privaten

die Benutzung von Schulräumen zu kündigen, sofern nicht die weitere Überlassung der fraglichen

Räume im Interesse der Schule liegt. 1

8. Ministerial-Erlass vom 26. Januar 1901: Die mit Genehmigung Seiner Majestät des Kaisers herausge- gebene Sammlung von Bildern der Herrscherdenkmäler in der siegesallee zu Berlin wird für den Anschauungsunterricht empfohlen.

9. Verfügung des Königl. Provinzial-Schulkollegiums zu(assel, vom 4. Februar 1901: Nach den neuen allgemeinen Lehrplänen, deren Einführung für Ostern d. J. in Aussicht genommen ist, er- höht sich die Zahl der Geschichtsstunden für Quarta von 2 auf 3. Für Schüler der Tertia und Secunda mit schlechter Handschrift ist besonderer Schreibunterricht einzurichten.

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III. Jahresbericht.

Das laufende Schuljahr begann am 23. April 1900 mit der Aufnahmeprüfung von 103 angemeldeten Schülern und schliesst am 30. März 1901. Die Pfingstferien dauerten vom 3. bis zum 6. Juni, die Sommerferien vom 1. bis zum 30. Juli, die Herbstferien vom 23. September bis zum 7. Oktober und die Weihnachtsferien vom 23. Dezember 1900 bis zum 7. Januar 1901.

Ein Kuratorium bestand für die Realschule auch während des verflossenen Schul- jahres noch nicht; Vertreter der Patronatsbehörde bei den Reifeprüfungen war Herr Stadtschulrat Bornmann.

Im Lehrerkollegium sind folgende Veränderungen eingetreten: Herr Oberlehrer Dr. Schreiber ging Ostern 1900 an das hiesige Königliche Wilhelms-Gymnasium über, nachdem er an der Realschule von ihrer Gründung im Jahre 1889 an verdienstlich gewirkt und namentlich auf dem Gebiete des naturwissenschaftlichen Unterrichts nach der zeichnerischen Seite hin wert- volle Anregungen gegeben hatte. Gleichzeitig mit ihm verliess uns Herr wissenschaftlicher Hülfs- lehrer Gaebel, um einem Rufe als Oberlehrer an die Realschule zu Bielefeld Folge zu leisten. An die Stelle des Herrn Oberlehrer Dr. Schreiber trat Herr Oberlehrer Schröder, bisher an der Realschule zu Sobernheim(Rheinprovinz). Die im vorigen Jahre unbesetzte mathematische Hülfs- lehrerstelle wurde in eine Oberlehrerstelle umgewandelt und zu Ostern 1900 von Herrn Hintz, bisher an der Oberrealschule zu Essen, übernommen, der im Laufe des Schuljahres als Oberlehrer angestellt wurde. Da für die durch den Abgang des Herrn Gaebel freigewordene neusprachliche