das Mittelmeer gruppierten Länder(nach Daniels Leit- faden). Kartenskizzen an der Wandtafel und in Heften. In a: Obl. Dr. Koniecki, in b: Prob. Dr. Dohse.
Mathematik: 6 Std. w. a) Rechnen. 3 Std. w. Wieder-
holung der Bruchrechnung. Dezimalbrüche, einfache und zusammengesetzte Regeldetri. Prozentrechnung, Zins-, Rabatt- und Tararechnung. Gewinn- und Ver- lustrechnung. Gesellschaftsrechnung. Mischungs-
rechnung.— b) Geometrie. 3 Std. w. Lehre von
den Geraden, Winkeln, Dreiecken und dem Parallelo- gramme. Leichte Konstruktionsaufgaben. Einführung in die Inhaltsberechnung. In a: Obl. Hintz, in b: Obl. Schröder.
Naturbeschreibung: 2 Std. w. a) Im Sommer: Pflanzen-
kunde. Vergleichende Beschreibung schwieriger Pflanzenarten. Einführung in die wichtigsten natür- lichen Familien und das Linné'sche System. Zeichnen von Pflanzenteilen. Bail, Botanik I.— b) Im Winter: Tierkunde. Vergleichende Beschreibung und Syste- matik der Wirbeltiere. Zeichnen einzelner Teile des tierischen Körpers. Bail, Zoologie I. In a: Obl. Hintz, in b: Obl. Schröder.
Zeichnen: 2 Std. w. Blattformen, Rankenformen und
einfache Flächenornamente nach Wandtafeln, mit. Übungen im Abändern vorgeführter Formen und er- läutert durch Zeichnungen des Lehrers. Daneben Freiübungen, Skizzier- und Gedächtnisübungen, sowie Übungen im Farbentreffen. In a und b: Zeichenl. Allwohl.
Tertia.
Herr Prof. Dr. Hoebel.
Religion: 2 Std. w. Das Reich Gottes im Alten Testamente.
Lesung der entsprechenden Abschnitte in der Bibel; dazu Psalmen und Stücke aus Hiob. Katechismus: Wiederholung des vorhergehenden Lehrstoffes nebst den dazu gehörenden Sprüchen. Erweiternde Er- klärung und Wiederholung des 4. und 5. Hauptstückes. Kirchenlieder und einzelne wertvolle Liederstrophen. Belehrung über das Kirchenjahr. In a: Obl. Ripcke, in b: Obl. Dr. Koniecki.
Deutsch: 3 Std. w. Zusammenfassender Oberblick über
die wichtigsten der deutschen Sprache eigentümlichen grammatischen Gesetze. Behandlung prosaischer und poetischer Lesestücke(Lesebuch von Hopf u. Paulsieb), (Fofs). Belehrungen über die poetischen Formen, soweit zur Erläuterung der Gedichte erforderlich.
Klassenlehrer: In a: Herr Obl. v. Hanxleden; in b:
Auswendiglernen von Gedichten nach dem für die Schule aufgestellten Kanon. Alle 4 Wochen eine Arbeit in das Reinheft(häusliche Aufsätze, Klassen- aufsätze: Erzählungen, Beschreibungen, Schilderungen, Übersetzungen aus dem fremdsprachlichen Lesestoff). In a: Obl. Zergiebel, in b: Obl. Dr. Koniecki.
Kürzere Ausarbeitungen.
In III a: 1) Französisch: Die Schlacht bei Granson. 2) Deutsch: Balders Geschick. 3) Naturbeschreibung: Wodurch bewirkt der Wiesensalbei die Fremdbe- stäubung? 4) Englisch: Der Star. 5) Französisch: Muhammed. 6) Naturbeschreibung: Der Apfelblüten- stecher oder Brenner. 7) Deutsch: Leid und Freud des blinden Königs(nach Uhlands Ballade). 8) Englisch: Der Fuchs und der Bär.
In III b: 1) Erdkunde: Allgemeines über Asien. 2) Naturbeschreibung: Die Doldengewächse. 3) Ge- schichte: Chlodwig. 4) Französisch: Tod des Königs Heinrich IV. von Frankreich. 5) Geschichte: Heinrichs IV. Kampf mit dem Papste. 6) Französisch: Muham- med. 7) Erdkunde: Australien. 8) Naturbeschreibung: Die Ameisen.
Französisch: 6 Std. w. Wiederholung des früheren Unter- richtsstoffes. Gelesen wurden im S. schwierigere Stücke aus Striens Lehrbuch, Teil III, im W.: D'hombres u. Monod, Biographies Historiques. Sprechübungen im Anschlufs an den Lesestoff und an die Ereignisse des täglichen Lebens. Nacherzählen von Geschichten, Auswendiglernen von Gedichten. Grammatik: Ge- brauch der Hilfszeitwörter avoir und etre; das Wichtigste über den Gebrauch der Zeiten; Indikativ, Konjunktiv, Infinitiv, Partizip im Anschlufs an den Lese- und Sprechstoff und nach Striens Schulgrammatik. Ubungen im Obersetzen. Die schriftlichen Arbeiten(Klassen- arbeiten und Hausarbeiten) bestanden in Diktaten, Ubersetzungen, Niederschriften aus dem Gedächtnisse, freien Arbeiten im Anschlufs an den Lese- und Ge- sprächsstoff; alle 14 Tage eine Arbeit in das Reinheft. In a und b: Obl. Vollhase.
Englisch: 5 Std. w. Einübung der englischen Laute mit Benutzung der Lauttafel. Leseübungen. Anfangs- unterricht auf Grundlage der Anschauung im Anschlufs an die nächste Umgebung, an den Lese- und Lern- stoff aus dem englischen Leitfaden von Deutschhein- Willenberg, Teil J. Im Anschlufs hieran Einübung der Grammatik: Regelmäfsige und unregelmälsige Formenlehre unter Berücksichtigung der wichtigeren syntaktischen Regeln, die zum Verständnis der Formen selbst sowie der Lektüre notwendig sind(Wortstellung, Frage, Verneinung). Systematische Zusammenstellung des Zusammengehörigen. Sprechübungen im An- schlufs an den Übungsstoff und an Vorkommnisse des täglichen Lebens. Aneignung des Wortschatzes.


