Jahrgang 
1897
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Dr. Krefsner, 5. Oberlehrer Dr. Schreiber(zugleich Turnlehrer), 6. Oberlehrer Zergiebel (zugleich Turnlehrer), 7) Oberlehrer Theisen(zugleich Turnlehrer), 8. Wissenschaftlicher Hilfs- lehrer Wagner, 9. Zeichenlehrer Allwohl, 10. Kaplan Braun(als katholischer Religions- lehrer), 11. Seminarlehrer Katz(als israelitischer Religionslehrer).

Zu Michaelis 1896 wurde der Anstalt der Kandidat des höheren Schulamts Herr Rudolf Güngerich zur Ableistung des pädagogischen Probejahres überwiesen.

Die auf den inneren Ausbau der Anstalt gerichtete Thätigkeit des Lehrerkollegiums hatte in dem verflossenen Schuljahre in erster Linie die Ausgestaltung des französischen und des englischen Unterrichts, einschl. der Lehrbuchfrage, zum Ziel. Die Lehrziele und Lehr- aufgaben der neuen Lehrpläne vom Jahre 1892 gelangten auf allen Stufen zur vollen Durchführung. In dem Erdkundeunterricht dreier Klassen wurden während des Winterhalbjahres praktische Ver- suche mit Kunzes plastischem Repetitionsatlas angestellt. Auch die Methodik des physikalischen Unterrichts gelangte im Anschluſs an 2 Schwalbesche Aufsätze, auf die der Herr Minister aufmerksam gemacht hatte, zur Beratung.

Herr Professor Dr. Hoebel beteiligte sich an dem vom 9. bis 22. April 1896 in Göttingen abgehaltenen naturwissenschaftlichen Ferienkursus für Lehrer an höheren Schulen, für welchen Zweck die städtischen Behörden in dankenswerter Weise einen entsprechenden Ver- lag zur Verfügung gestellt hatten. Auf Grund der in Göttingen gemachten Beobachtungen ver- anstaltete Herr Professor Dr. Hoebel nach seiner Rückkehr im physikalischen Lehrzimmer der Anstalt eine Reihe von Experimentalvorträgen, die auch über den Kreis des Kollegiums hinaus Interesse erregten.

Auf Anordnung des Königlichen Provinzial-Schulkollegiums wurde der bis dahin nur ver- suchsweise zugelassene fünfstündige Vormittagsunterricht unter gleichzeitiger Ein- schränkung des Nachmittagsunterrichts im verflossenen Schuljahr für die ganze Dauer des Jahres durchgeführt. Die Einrichtung wird bis auf weiteres bestehen bleiben. Als das gröſste Hindernis für die Durchführung des fünfstündigen Vormittagsunterrichts(im Sommer von 712, im Winter von 8 1) erwies sich der Umstand, dals während des der Versetzung vorangehenden Winter- halbjahres der Konfirmandenunterricht an drei Wochentagen in der Stunde von 11 ¼ 12 ¹¼ Uhr abgehalten wird. Doch führte ein Versuch, hierin durch Vermittelung des Königl. Konsistoriums eine Anderung herbeizuführen, vorerst zu keinem Ergebnis.

An dem Geburts- und Todestage Kaiser Friedrichs hielten vor Beginn des Unter- richts die Herren Prof. Dr. Pohler und Zeichenlehrer Allwohl Ansprachen an die im Saale versammelten Schüler. Am Todestage Kaiser Wilhelms I. sowie am Reformationsfest sprach der Direktor. Am 400 jährigen Geburtstage Philipp Melanchthons wies Herr Oberlehrer Theisen in der gemeinsamen Morgenandacht die Schüler in einer längeren Ansprache auf die Bedeutung des Tages hin.

Die Sedanfeier wurde am 2. September, 9 Uhr morgens, nach folgender Ordnung abgehalten:

1. Choral: Nun danket alle Gott. 2. Vergifs, mein Volk, die treuen Toten nicht, von Ludwig Auerbach

(Tertianer Heinrich Prenntzell). 3. Der schwerste Gang, von Fritz Hoffmann(Quintaner Georg Nitsche). 4. Kennt ihr das Land so wunderschön, zweistimmig(Sexta und Quinta). 5. Der Grenadier von Sedan, von Otto Rentsch(Sextaner Hugo Jeschke). 6. Der Schmied von Sedan, von Raebel (Quartaner Georg Rüdiger, Erich Fischer, Heinrich UIIrich, Hans Werr). 7. Herr, unser

Gott, wie grofs bist du! vierstimmig(Chorgesang). 8. Metz, von Ernst Curtius(Sekundaner Erich Branda u). 9. Schlufsszene aus der Schlacht von Sedan, von Felix Dahn(Primaner Richard Ziegler). 10. Das