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6. Verf. des Königl. Provinzial-Schulkollegiums zu(assel, vom 29. September 1896: Der Kandidat des höheren Schulamts, Herr Rudolf Güngerich, wird der Anstalt zur Ableistung des pädagogischen Probejahres überwiesen.
Verf. des Königl. Provinzial-Schulkollegiums zu Cassel, vom 21. Oktober 1896: Von der. NVer-
einigung von Freunden der Astronomie und kosmischen Physik“ in Berlin ist eine Anleitung zur Beobachtung
von Sternschnuppen und Feuerkugeln herausgegeben worden. Es wird die Förderung der in der
Anleitung behandelten Forschungen durch Belebung des Interesses der Schüler an denselben, sowie durch
entsprechende Anregung in weiteren Kreisen empfohlen.
8. Ministerial-Erlafs vom 14. Dezember 1896: Der Herr Minister empfiehlt das Werk von Röchling, Königin Louise.
9. Der Herr Unterrichtsminister verleiht dem Oberlehrer Dr. Johannes Pohler durch Patent vom 19. Dezember 1896 den Amtscharakter als Professor.
10. Ministerial Erlafs vom 23. Januar 1897: Die Vereidigung von Kandidaten des höheren Schulamts hat fortan allgemein nach erlangter Anstellungsfähigkeit bei der thatsächlichen Übernahme eines Amtes, in der Regel also bei der ersten kommissarischen Beschäftigung an einer höheren Lehranstalt zu erfolgen.
11. Der Stadtrat der Residenn teilt mit(28. Januar 1897), dals die Städtischen Behörden dem Antrage der Direktoren der drei städtischen höheren Lehranstalten entsprechend mit Genehmigung des Königl. Provinzial- Schulkollegiums beschlossen haben, vom 1. April 1897 ab»den an den hiesigen städtischen höheren Schulen angestellten Oberlehrern die feste Zulage von jährlich 900 Mark nach dem elften für das Aufrücken im Dienstaltersetat mafsgebenden Besoldungs-Dienstjahre zu gewähren«.
12. Ministerial-Erlafs vom 10. Februar 1897: Seine Majestät der Kaiser und König haben sich auf den Vortrag des Herrn Staatssekretärs des Reichsmarineamts dahin auszusprechen geruht, dafs das Werk „Deutschlands Seemacht sonst und jetzt“, von Kapitänlieutenant a. D. Wislicenus sehr geeignet sei, um über den Wert der Seemacht für die Geschichte der Völker aufzuklären.
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III. Jahresbericht.
Das laufende Schuljahr begann am 13. April 1896 mit der Aufnahmeprüfung und schlielst am 10. April 1897. Die Pfingstferien dauerten vom 24. bis 27. Mai, die Sommerferien vom 5. Juli bis 3. August, die Herbstferien vom 27. September bis 11. Oktober und die Weih- nachtsferien vom 24. Dezember 1896 bis zum 6. Januar 1897.
Ein Kuratorium bestand für die Realschule leider auch während des verflossenen Schuljahres nicht; Vertreter der Patronatsbehörde bei den Reifeprüfungen war das Stadtratsmit- glied Herr Oberrealschuldirektor a. D. Dr. Ackermann.
Im Lehrerkollegium sind folgende Veränderungen eingetreten. Herrn Oberlehrer Dr. Pohler wurde von dem Herrn Minister durch Patent vom 19. Dezember 1896 der Amtscharakter als Professor verliehen.
Herr Seminardirektor Dr. Stein, der seit Gründung der Realschule den israelitischen Religionsunterricht an derselben erteilt hatte, sah sich am Schlufs des Schuljahres 1895/96 aus Gesundheitsrücksichten genötigt, sein Amt niederzulegen. Die Anstalt ist ihm für seine Sjjährige Wirksamkeit an derselben zu Dank verpflichtet. An seine Stelle trat mit dem Beginn des neuen Schuljahres Herr Seminarlehrer Katz.
Somit setzte sich das Kollegium während des laufenden Schuljahres wie folgt zusammen: 1. Direktor Dr. Harnisch, 2. Professor Dr. Hoebel, 3. Professor Dr. Pohler, 4. Oberlehrer


