Jahrgang 
1897
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Herz gehört dem Vaterland, vierstimmig(Chorgesang). 11. Ansprache: Herr Oberlehrer Zergiebel. 12. Gemeinsamer Gesang: Die Wacht am Rhein.

Am Nachmittage des 1. September zog die Schule, wie in den Vorjahren, mit Musik und Fahnen zum Waldfeste auf den schattigen Festplatz an der Rasenallee. Die aus den Schülern neugebildete Trommler- und Pfeiferabteilung liels hierbei zum ersten Male ihre Weisen ertönen und fand für ihre erfolgreichen Bemühungen vielfach Anerkennung. Die Beteiligung seitens der Angehörigen unserer Schüler und sonstiger Freunde der Anstalt war auch diesmal wieder eine sehr zahlreiche. Ein kurzer Regenschauer konnte die Festesfreude nicht lange stören, da das Fest im übrigen vom Wetter begünstigt war. Unter turnerischen Ubungen, Gesangsvorträgen und volkstümlichen Wettübungen flogen der munteren Schar die Stunden schnell dahin.

Für die volkstümlichen Wettübungen waren die Schüler nach dem Lebensalter in drei Abteilungen geteilt; die Beteiligung war erfreulicherweise eine sehr lebhafte und der Sieg in den meisten Fällen hart umstritten. Folgende Schüler gingen als Sieger hervor:

I. Weitspringen.

1. Abteilung(14 Jahre alt und darüber): Richard Ziegler(I) mit 4,80 m weitem Sprung; 2. Abteilung(12 und 13 Jahre alt): Robert Biehl(IV) mit 4m weitem Sprung; 3. Abteilung(11 Jahre alt und darunter): Ernst Bursche(V) mit 3,75 m weitem Sprung.

II. Wettlaufen über die 130 m lange Bahn.

1. Abteilung: Sieger Alfred Fischer() 2. Abteilung: Sieger Erich Fischer(IV) 3. Abteilung: Sieger Heinrich Fischer(V) III. Reckturnen. Sieger: Heinrich Schröder(I) und Erich Seemann(J).

Nach Beendigung der Wettspiele wies der Direktor in einer Ansprache auf die Bedeutung des Tages hin; jeder Sieger erhielt einen Eichenkranz mit den deutschen Farben. Mit einem Hoch auf den Kaiser und dem gemeinsamen Gesang desHeil Dir im Siegerkranz fand dieser Teil der Feier seinen Abschluls. Bei einbrechender Dunkelheit trat die frohe Schülerschar, nachdem die Stocklaternen und Fackeln angezündet worden waren, den Heimweg an. Mit einem von dem Direktor im Schulhof ausgebrachten Hoch auf das deutsche Vaterland und dem gemeinsamen Ge- sang vonDeutschland, Deutschland über alles wurde die Feier beschlossen.

Zur Feier des Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers hatten sich die Eltern und Angehörigen der Schüler zahlreich in dem Saale der Anstalt versammelt, welch letzterer auf Veranlassung eines Gönners der Schule eine sehr geschmackvolle und würdige Ausschmückung erfahren hatte. In der Festrede sprach Herr Zeichenlehrer Allwohl über den Einheits- und Kaisergedanken in der deutschen Dichtung.

Die Feier, die mit einem begeisterten Hoch auf den Kaiser ihren Abschlufs fand, verlief im übrigen nach folgender Ordnung:

1. Choral: Sei Lob und Ehr. 2.Auf Kaiser Wilhelm II. von M. Evers, vorgetragen von dem Tertianer Ludwig Wissemann. 3.Deutschland von Hoffmann von Fallersleben, vorgetragen von dem Quar- taner Heinrich UIlrich. 4. Niederländische Volkslieder: Dankgebet. 5.Den Deutschen im Aus- lande von Felix Dahn, vorgetragen von dem Quintaner Georg Nitsche. 6.Deutsch sei der Grufs von G. Chr. Dieffenbach, vorgetragen von dem Sextaner Hugo Jeschke. 7. Niederländische Volkslieder: a) Wilhelmus von Nassauen. b) Kriegslied. 8.Der König und das Volk ausSedan von Ernst von Wildenbruch, vorgetragen von dem Sekundaner Erich Brandau. 9.Erinnerung an Deutschlands