Jahrgang 
1897
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Zeichnen: 2 Std. w. Blattformen und einfache Flächen- ornamente nach Wandtafeln, mit Ubungen im Abändern vorgeführter Formen und erläutert durch Zeichnungen des Lehrers. Zeichenl. AIIwohl.

Quinta.

Klassenlehrer: Herr Zeichenlehrer Allwohl.

Religion: 2 Std. w. Biblische Geschichten des Neuen Testamentes nach Preufs. Aus dem Katechismus: Wiederholung der Aufgaben der Sexta, ferner Er- klärung und Einprägung des zweiten Hauptstückes mit Luthers Auslegung, dazu Sprüche. Wiederholung der in Sexta gelernten Kirchenlieder und Einprägung von 4 neuen. Zeichenl. Allwohl.

Deutsch und Geschichtserzählungen: 4 Std. w. Prosa- stücke und Gedichte aus Ferdinand Schmidts Lese- buche I. Wiederholung und Erweiterung der Formen- lehre. Der einfache und erweiterte Satz, sowie das Notwendigste vom zusammengesetzten Satze. Diktate (Rechtschreibe- und Interpunktionsübungen) in der Klasse. UÜbungen im mündlichen Nacherzählen; schriftliches Nacherzählen im ersten Halbjahre nur in der Klasse, im zweiten auch als Hausarbeit. Wöchentlich eine schriftliche(Klassen- oder Haus-) Arbeit. Erzählungen aus der sagenhaften Vor- geschichte der Griechen und Römer. Prof. Dr. Pohler.

Französisch: 6 Std. w. Erweiterte Beschreibung einiger Jahreszeitenbilder von Hölzel. Ausgewählte Lese- stücke aus dem französischen Lesebuche von Karl Kühn. Unterstufe. Lieder und Gedichte. Gewinnung von Sprachstoff durch Verarbeitung des Lesestoffs und durch Sprechübungen über die nähere und weitere Umgebung und die Hölzelschen Bilder. Im Anschluſs an den Anschauungs- und Lesestoff grammatische Übungen; Formenbildung der regelmäſsigen und der gebräuchlichsten unregelmäſsigen Zeitwörter nebst den hauptsächlichsten Bildungsgesetzen. Zusammen- stellung der Formen. Das Wichtigste über Fürwörter, Zahlwörter, über die Formen der Hauptwörter, Eigen- schaftswörter, Umstandswörter. Schriftliche Arbeiten: Diktate, Niederschriften aus dem Gedächtnisse, Um- formungen, Beschreibungen des Anschauungsstoffes, Antworten auf französisch gestellte Fragen, grammati- sche Übungen, wöchentlich eine Arbeit. Obl. Theisen.

Erdkunde: 2 Std. w. Physische und politische Erdkunde Deutschlands unter Benutzung von Daniels Leitfaden. Weitere Einführung in das Verständnis des Reliefs, des Globus und der Karten. Entwerfen von einfachen Kartenskizzen an der Wandtafel und im Hefte. Prof. Dr. Pohler.

Rechnen: 5 Std. w. Die Bruchrechnung(gewöhnliche Brüche). Einfache Regeldetri mit ganzen Zahlen und Brüchen. Teilbarkeit der Zahlen und Übungen im Zerlegen derselben. Die deutschen Mafse, Gewichte und Münzen. w. H. Wagner.

Naturbeschreibung: 2 Std. w. Im Sommer: Pflanzen- kunde. Vergleichende Beschreibung einheimischer Pflanzen mit deutlich sichtbaren Blütenteilen. Er- läuterung der Begriffe: Gattung, Art, Abart. Baal, Botanik I. Anlegung einer Pflanzensammlung. Zeichnen von einfachen Pflanzenteilen. Im Winter: Tierkunde. Vergleichende Beschreibung von Säuge- tieren, Vögeln und einigen wichtigen Reptilien, Amphibien und Fischen. Gattung, Art, Abart wie bei den Pflanzen. Grundzüge des Knochenbaues der Wirbeltiere. Bail, Tierkunde I. Zeichnen von ein- fachen Körperteilen. w. H. Wagner.

Zeichnen: 2 Std. w. Zeichnen einfacher ebener gerad- und krummliniger Gebilde nach Wandtafeln, mit Ubungen im Abändern der vorgeführten Formen und erläutert durch Zeichnungen des Lehrers. Zeichenl. Allwohl.

Sexta.

Klassenlehrer: Herr Professor Dr. Pohler.

Religion: 3 Std. w. Biblische Geschichten des Alten Testaments bis zur Teilung des Reiches, nach Preuſs. Vor den Hauptfesten auch die betr. Geschichten des Neuen Testamentes. Durchnahme und Erlernung des 1. Hauptstückes mit Luthers Auslegung, ferner ein- fache Worterklärung des 2. und 3. Hauptstückes ohne dieselbe. Sprüche und 4 Kirchenlieder. Zeichenl. Allwohl.

Deutsch und Geschichtserzühlungen: 5 Std. w. Aus- gewählte Gedichte und Prosastücke(Fabeln, Märchen, Erzählungen aus der vaterländischen Sage und Ge- schichte) aus dem Lesebuche von Ferdinand Schmiidt I. Ubung im Lesen und Nacherzühlen, Vortrag auswendig gelernter Gedichte. Redeteile und Glieder des ein- fachen Satzes. Formenlehre des Hauptwortes und des Zeitwortes. Rechtschreibübungen; wöchentlich ein Diktat in der Klasse. Lebensbilder aus der vaterländischen Geschichte von Wilhelm I. bis zu Karl dem Groſsen. Prof. Dr. Pohler.

Französisch: 6 Std. w. Lautliche Schulung mit Benut- zung von Lauttafeln. Anfangsunterricht auf Grundlage der Anschauung im Anschlufs an die nächste Um- gebung(Schulzimmer), an Vorkommnisse im täglichen Leben und an die Hölzelschen Bilder(Jahreszeiten). Daneben kleine Erzählungen und Gedichte(auch sangbare Lieder) aus dem Französischen Lesebuche von Karl Kühn. Im Anschlufs an den Anschauungs-

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