Jahrgang 
1892
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Französisch. 6 Std. w. Wiederholung des früheren Unterrichtsstoffes. Gelesen wurden ausgewählte Stücke aus Lüdecking, Lesebuch I, Abschnitt I, II,

V, VII. Sprechübungen über das Gelesene und über Hölzelsche Bilder. Nacherzählen von Geschichten. Auswendiglernen von Gedichten. Das Wichtigste über die Anwendung von avoir und être, über rück- bezügliche und unpersönliche Zeitwörter, über die Formenlehre des Hauptwortes, des Eigenschafts- wortes, über das Zahlwort, die Präpositionen und die Wortstellung(Plöta, Schulgrammatik Abschnitt III V). Die schriftlichen Arbeiten(meist Klassen- arbeiten) bestanden in Diktaten, Umarbeitung des Gelesenen, Beantwortung von französisch gestellten Fragen, Niederschriften aus dem Gedächtnis, Über- setzungen aus dem Deutschen. Zergiebel.

Englisch. 5 Std. w. Einübung der Konsonauten mit Benutzung der Lauttafel und der vokalischen Laute im Anschluss an den Anschauungsunterricht, an die nächste Umgebung, an Sprechübungen und den Lese- und Lernstoff aus dem engl. Lesebuche von W. Vietor und Franx Dörr. Nach dem von den- selben Verfassern im Englischen UÜbungsbuche, Unterstufe, niedergelegten Lehrgange erfolgte, eben- falls im Anschluss an den Lese- und Lernstoff, Ein- übung der Grammatik: Zahlwörter; Präsensform des Zeitwortes, Bildung des Präteritums und des Praeterital-Particips; Passiv; Zusammengesetzte Zeiten. Regelmässige Abwandlung des Hauptwortes; Adjektiv(Komparation); Bildung des Adverbs; Für- wörter; Betrachtung der Form des Satzes und der einzelnen Satzteile, Stellung des Subjekts, Stel- lung von Zeitangaben. Wöchentlich eine schrift- liche Arbeit ins Reinheft(vom 2. Vierteljahr an): Diktate, Niederschriften aus dem Gedächtnis, Be- antwortung englisch gestellter Fragen. Umwand- lungen, Formen. Theisen.

Geschichte. 2 Std. w. Die deutsche Geschichte von ihren Anfängen bis 1555(Augsburger Religions- friede), Andrä§ 61 96. Foertsch, im Winter Allwohl.

Geographie. 2 Std. w. Geographie von Deutschland nach Daniel§ 85 101. Mathematische Geographie, Daniel§ 1 10. Kartenzeichnen im Heft und an der Wandtafel. Dr. Schreiber.

Mathematik. 6 Std. w. a) Rechnen. 1 Std. w. Wiederholung der gemeinen Brüche und Decimal- brüche; Aufgaben aus den sog. bürgerlichen Rech- nungsarten. b) Buchstabenrechnung. 2 Std. w. Anfangsgründe: Von den Summen, Produkten

und Qnotienten. Einfache Gleichungen 1. Grades. c) Geometric. 3 Std. w. Wiederholung des Lehrstoffs der Quarta. Die Lehre vom Viereck und Kreis. Geometrische Orter. Zablreiche Konstruk- tionsaufgaben. Beinhauer.

Naturbeschreibung. 2 Std. w. Botanik: Beschrei- bung von Hauptvertretern der Pflanzenfamilien der einheimischen Pflanzenwelt. Zoologie: Niedere Tiere mit besonderer Berücksichtigung der Insekten. Foertsch, im Winter Dr. Hoebel.

Zeichnen. 2 Std. w. Das Flächenornament in allmäh- lich schwieriger werdenden Motiven. Ausführung in Farbe. Theoretisch-praktische Anleitung hierzu. Allwohl.

Quarta.

Klassenlehrer: Beinhauer.

Religion. 2 Std. w. Biblische Geschichte des Alten Testaments von der Teilung des Reichs bis zur ba- bylonischen Gefangenschaft, des Neuen Testa- ments: Die Zeit der Apostel(Preuss, A. T. Nr. 51 69, 73; N. T. Nr. 51 61). In Verbindung damit: Geo- graphie von Palästina. Katechismus: Das 3. Haupt- stück, Wiederholung des 1. und 2. Hauptstückes. UÜbung im Aufschlagen biblischer Stellen. Bibel- sprüche, Kirchenlieder, Psalmen. Allwohl.

Deutsch. 4 Std. w. Lesestücke und Gedichte aus Fer- dinand Schmidts doutschem Lesebuch II. Ubungen im Vortragen(auch früher) auswondig gelernter Ge- dichte. Wiederholung der Formenlehre und der Lehre vom einfachen Satze. Das Wichtigste vom zusammengesetzten Satze. Die Hauptregeln für die Zeichensetzung. Schriftliche Arbeiten: Diktate,, Niederschriften aus dem Gedächtnis, Umbildung von Lesestücken. Aufsätze erzählenden und beschrei- benden Inhalts. Foertsch, im Winter Zergiebel und Theisen.

Französisch. 8 Std. w. Ausgewählte Lesestücke aus dem Französischen Lesebuche von Karl Kühn. Lieder und Gedichte. Beschreibung der Hölzel'schen Bilder. Durchnahme der Formenlehre im Anschluss an den Sprach- und Lesestoff mit besonderer Be- rücksichtigung der Fürwörter und der unregelmä- ssigen Zeitwörter. Zusammenfassende Wiederholung der gesamten Formenlehre mit Beziehung auf Fle- mentar-Grammatik und die Schulgrammatik von Plötz. Schriftliche Arbeiten: Niederschriften aus dem Gedächtnis. Diktate, Inhaltsangaben, Um-