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Ordre vom 19. November 1890 die Bestätigung erteilt, ferner wurde die Beförderung der beiden ordentlichen Lehrer, der Herren Dr. Adolf Kressner und Dr. Johannes Pohl er, zu Oberlehrern vom 1. April 1890 an durch Erlass des Herrn Unterrichts-Ministers vom 5. Januar 1891, die Bestallung der beiden wissenschaftlichen Hilfslehrer, der Herren Dr. Rudolf Schreiber und Emil Hermann Zergiebel, zu ordentlichen Lehrern durch Verfügung des Königlichen Provinzial-Schulkollegiums vom 18. Dezember 1890 und durch Verfügung vom 27. desselben Monats die feste Anstellung des Elementar- und Zeichenlehrers Herrn Heinrich Allwohl genehmigt.
Das Kuratorium bestand aus a. den ständigen Mitgliedern: den Herren 1. Oberbürger- meister Weise, 2. Stadtschulrat Bornmann, 3. Direktor Dr. Quiehl; b. den gewählten Mit- gliedern: den Herren 4. Stadtratsmitglied Wentzell, 5. Bürgerausschussmitglied Geh. Kommerzienrat Henschel, 6. Bankier Aug. Ludw. Pfeiffer, 7. Privatbaumeister Potente, 8. Pfarrer Wagner.
Das Lehrerkollegium setzt sich wie folgt zusammen: 1. Direktor: Dr. Quiehl; 2. Ober- lehrer: Foertsch, Dr. Höbel, Dr. Kressner, Dr. Pohler; 3. ordentliche Lehrer: Dr. Schreiber(zugleich Turnlehrer), Zergiebel; 4. wissenschaftliche Hilfslehrer: im Sommer Bätjer, im Winter Theisen, Beinhauer(augleich Turnlehrer); 5. ordentliche Elementarlehrer: Heinemann, Allwohl(augleich Zeichen- und Gesanglehrer); 6. katholische Religionslehrer: bis Mai Kaplan Wiegand, später Kaplan Jestädt, Nau; 7. israelitischer Religionslehrer: Dr. Stein..
Von diesen traten Ostern 1890 neu ein: die Herren Zergiebel, Bätjer und Bein- hauer; und zwar die beiden erstgenannten zur Versehung der zwei infolge der Errichtung der Oberprima neu geschaffenen Stellen; Herr Bein hauer als Ersatz für Herrn Deis s, der uns Ostern 1890 verlassen hatte.
Emil Hermann Zergiebel, geboren am 7. April 1858 in Röpsen(Sachsen-Altenburg), lutherisch, besuchte bis Ostern 1871 die Schule seines Heimatsortes, von da ab bis Ostern 1878 das Realgymnasium zu Gera. Nachdem er im nächsten Jahre seiner Militärdienstpflicht genügt hatte, studierte er in Halle und Leipzig. Ostern 1882 bis dahin 1883 besuchte er das Gymnasium zu Altenburg und beendigte hierauf seine Studien in Halle. Am 9. Januar 1886 bestand er in Halle die Staatsprüfung. Von Ostern 1886 bis 1887 legte er sein Probejahr am Hohenzollern-Gymnasium zu Schwedt a. d. Oder ab, wo er noch bis zum Herbst 1889 beschäftigt blieb. Von da bis Ostern 1890 bekleidete er die Stelle eines wissenschaftlichen Hilfslehrers an der Realschule zu Hanau.
Richard Beinhauer, geboren am 8. Januar 1860 zu Nordhofen, Reg.-Bez. Wiesbaden, evang., be- suchte bis Ostern 1879 das Realgymnasium zu Wiesbaden und studierte darauf Mathematik und Naturwissen- schaften in Marburg und München. Am 19. Januar 1883 bestand er in Marburg die Staatsprüfung und wurde dem Gymnasium zu Dillenburg zur Ableistung des pädagogischen Probejahres überwiesen. 1884— 85 war er an den Gymnasien zu Hadamar und Dillenburg und 1885— 90 an dem Realprogymnasium zu Hofgeismar als wiss. Hilfslehrer thätig. Von Herbst 1887 bis Ostern 1888 nahm er am Unterricht der Kgl. Turnlehrer-Bildungsanstalt in Berlin teil und erwarb sich die Lehrbefühigung für das Turnen und Schwimmen.
Herr Bätjer blieb nur bis zum Ende des Sommerhalbjahres an der Schule; er folgte einem ehrenvollen Rufe an das Wilhelm-Gymnasium zu Hamburg. Die Schule sah Herrn Bätjer, der sich während der kurzen Zeit seiner Thätigkeit die Achtung und Wertschätzung seiner Kollegen und die Liebe seiner Schüler in hohem Masse erworben hatte, sehr ungern scheiden. An seine Stelle trat Herr Theisen von der Realschule zu Wiesbaden.
Paul Theisen, evang., geboren am 26. August 1860 zu Schwerte a. d. Ruhr, besuchte bis Ostern 1875
die höhere Bürgerschule seiner Vaterstadt, bis Ostern 1880 das Realgymnasium zu Lippstadt und studierte neuere


