Jahrgang 
1909
Einzelbild herunterladen

ganischen Chemie. Einfache Arbeiten im Laboratorium. Lipp, Grundriß der Chemie und Mineralogie und Rüdorh, Anleitung zur chemischen Analyse. In a: Dr. Christ, in b: Siegel.

Zeichnen: 2 Std. Wie in OII und UI.

Weishaar.

Der katholische Religionsunterricht für die Schüler des Realgymnasiums, der Oberrealschule I und der Ober- realschule II i. E. wurde in 5 Abteilungen erteilt, und zwar in Abteilung 1, 2, 3 und 4 mit je 2 Stunden, in Ab- teilung 5 mit 3 Stunden wöchentlich.

Abt. 1.(01, UI, 0Ih: a. Sittenlehre nach Drehers Lehrbuch Bd. 3; b. Kirchengeschichte: Die Neuzeit nach Drehers Lehrbuch Bd. 4. Abt. 2.(U ID: Apologetik nach Drehers Leitfaden. Abt. 3.(0 III, UIID: Sittenlehre. Kirchengeschichte nach Drehers Leitfaden, Einprägung einiger Kirchenlieder. Kaplan Hünseler. Abt. 4. (IV, V): Das 2. Hauptstück des Katechismus und Wieder- holung des 1. Hauptstücks. Biblische Geschichten des Alten Testamentes: Von Moses bis Christus. Einprägen einiger Kirchenlieder. Abt. 5.(VI): Das 1. Hauptstück des Katechismus. Biblische Geschichte: Altes Testament bis Moses. Neues Testament: Jugend- und Leidensgeschichte Jesu. Gebete und Kirchenlieder. Schwab.

Der israelitische Religionsunterricht wurde in 2 Std. wöchentlich in 1 Abteilung(Schüler von UIII VI) erteilt.

Biblische Geschichte: Von Davids Regierungsantritt bis zum Untergange des Reiches. Nachbibl. Geschichte: Die Geschichte des zweiten Reiches bis zur Zerstörung des 2. Tempels. Religion: Glaubenslehre nach Steins Religions- lehre. Mehrere Psalmen wurden erklärt und auswendig gelernt. Festtage. Katz.

Vom Zeichnen waren 2Schüler ein ganzes Jahr lang und 1 Schüler im Sommerhalbjahr befreit. Für die Sonn- abende und für die jüdischen Festtage waren auf Wunsch der Eltern 9 jüdische Schüler vom Zeichnen und Schreiben befreit.

Am Linearzeichnen(wöchentl. 2 Stunden) beteiligten sich sämtliche Schüler der beiden Obertertien und der beiden Untersekunden. Aus 0 II nahmen teil 19, aus UI 9 und aus 0I 3 Schüler.

Unterrichtsstoff: In OIII Ubungen im Gebrauch von Zirkel, Lineal und Ziehfeder durch Zeichnen von Flächenmustern, Kreisteilungen und anderen geometrischen Gebilden. In a: Dr. Schaefer, in b: Dr. Fennel.

In UII geometrische Darstellung einfacher Körper in rechtwinkliger Projektion und in Parallelperspektive. In a: Beinhauer, in b: Dr. Schultz.

In O II rechtwinklige Projektion von Linien, Flächen und Körpern. Dr. Merkelbach.

14

In Ul und 0 Perspektive.

Die Anstalt besuchten im Sommer 629, im Winter 626 Schüler; von diesen waren vom Turnen befreit:

Siegel.

Vom Turnunter- richte überhaupt.

Von einzelnen Ubungen.

Auf Grund ärztlichen Zeugnisses:

im S. 31, im W. 39.

im S. 6, im W. 5.

aus anderen Gründen:

zusammen ſim S. 31, im W. 39. im S. 6, im W. 5. also von der Gesamt- im S. 4,9% im 8. 1% zahl der Schüler: im W. 6,2% im W. 0,8%

Der Turnunterricht fand in 14 Abteilungen mit je 3 Stunden wöchentlich statt:

1) OIa und b und UIa: Beinhauer; 2) UIb, O0Ia und b: Siegel; 3) UIIa: Beinhauer 1 Stunde und Ehringhaus 2 Stunden; 4) UIIb: Dr. Schultz; 5) 0 IHHIa: Siegel; 6) 0 IHIb: Bröcking; 7) UIIIa: Bröcking; 8) UIIIb: Ehringhaus; 9) IV a: Kuntze; 10) IVVb: Kuntze; 11) Va: im Sommer: Schmalz, im Winter: Bröcking 2 Stunden und Stern 1 Stande; 12) Vb: Werner 2 Stunden und Kuntze 1 Stunde; 13) VIa: Dr. Neumann 1 Stunde und Kuntze 2 Std.; 14) VIb: Grund.

UÜbungsstoff: In VI und V einfache Freiübungen (auch mit Holzstäben); Marsch- und Laufübungen, leichte Auf- und Abmärsche; schwedische und Gleichgewichts- übungen; Gemeinturnen am Reck, Barren, Bock; an den wagerechten und schrägen Leitern; an den Stangen, Tauen und Schwebelatten; Freispringen; Steigübungen und Schwungseilübungen; Spiele und ein Reigen; außerdem im Sommer Schwimmübungen, sog. Trockenschwimmen.

In IV und III schwierigere Freiübungen, schwedische Freiübungen, Keulenübungen, Hantel- und Eisenstab- übungen, gefällige Auf- und Abmärsche, Neben-, Vor- und Hinterreihen; Gemeinturnen wie in VI und V, aber mit Entwicklung zusammenhängender UÜbungsgruppen, dazu UÜbungen am Pferd und an der Tiefsprungtreppe; Spiele und ein Reigen; Trockenschwimmen.

In II und I zusammengesetzte Freiübungen, schwedische Freiübungen, Keulenibungen, Hantel- und Eisenstab- übungen, Auf- und Abmärsche, Marschübungen mit Wen- dungen und Reihungen, Gemein- und Riegenturnen an allen Geräten, auch am Sturmlaufbrett, an den Ringen und mit den Gewichten.

Die Turnhalle befindet sich im Schulgebäude, der Turn- und Spielplatz an der Rückseite des Gebäudes. So- weit es das Wetter erlaubte, wurde im Freien geturnt. Die dritte Turnstunde wurde in der Regel zum Spielen