Französisch: 5 Std. Gelesen wurden: Stücke aus Kühn, La France et les Francçais. Sprechübungen im Anschluß an das Gelesene und an Vorerzähltes. Wiedergabe des Inhaltes. Wiederholung der gesamten Formenlehre und Durchnahme bezw. Wiederholung der Hauptgesetze der Syntax. Einige Gedichte wurden gelernt und vor- getragen. Häusliche und Klassenarbeiten. In a: Bach- mann, in b: Dr. Neumann.
Englisch: 4 Std. Wiederholung und Ergänzung des in III durchgenommenen grammatischen Stoffes. Syntax des Substantivs, des Adjektivs, der Pronomina, der Ad- verbien, Besprechung der wichtigeren Präpositionen nach der Schulgrammatik der ęngl. Sprache von Du- bislav-Boehz. Gelesen wurden: Ausgewählte Lesestücke aus Ferd. Schmidt, Lehrbuch der englischen Sprache, und aus Dubislar-Boek, Lese- und UÜbungsbuch der englischen Sprache. Sprechübungen, besonders im An- schluß an das Gelesene und an Vorerzähltes. Aus- wendiglernen von Gedichten, häusliche und Klassen- arbeiten. In a: Barmeyer, in b: im Sommer Feitel, im Winter Bachmann.
Geschichte: 2 Std. Deutsche und preußische Geschichte vom Regierungsantritt Friedrichs des Großen bis zur Gegenwart; die außerdeutsche Geschichte dieser Zeit, soweit sie zum Verständnisse der deutschen notwendig ist. Wiederholung der brandenburgisch-preußischen Geschichte. Besprechung wichtiger Kapitel aus der Bürgerkunde. Neubauer, Lehrbuch der Geschichte, II. Teil. In a und b: Ehringhaus.
Erdkunde: 1 Std. Elementare mathematische Erdkunde und Wiederholung und Ergänzung der Erdkunde Europas mit Ausnahme des Deutschen Reiches nach Daniels Leitfaden. Die bekanntesten Verkehrs- und Handelswege der Gegenwart. Gelegentliche Karten- skizzen. In a und b: Ehringhaus.
Mathematik: 5 Std. Arithmetik: Begriff und An- wendung des Logarithmus nebst UÜbungen im logarith- mischen Rechnen. Lineare Gleichungen mit mehreren Unbekannten, quadratische Gleichungen. Aufgaben- sammlung von Matthiessen. Planimetrie: An- wendung der Algebra auf die Geometrie. Konstruktions- aufgaben, besonders auch solche mit algebraischer Analysis. Trigonometrie: Anfangsgründe der Tri- gonometrie und Berechnungen von Dreiecken. Loga- rithmentafel von Schlömilch. Stereometrie: Die einfachen Körper nebst Berechnungen von Kanten- längen, Oberflächen und Inhalten. Anleitung zum per- spektivischen Zeichnen einfacher Körper. Leitfaden von Thieme, I. In a: Beinhauer, inb: Dr. Schultz.
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Naturbeschreibung: 2 Std. Botanik: Einiges aus der Anatomie und Physiologie der Pflanzen. Kryptogamen. Pflanzenkrankheiten. Zoologie: Anatomie und Phy- siologie des Menschen nebst Unterweisungen in der Gesundheitspflege. In a: Beinhauer, in b: Dr. Völker.
Physik: 2 Std. Wichtige optische Erscheinungen, Akustik, Magnetismus, Elektrizität. In a: im Sommer Gally, im Winter Dr. Eymer, in b: Dr. Schultz.
Chemie: 2 Std. Propädeutischer Unterricht nach Koppe, Anfangsgründe der Physik, I. Teil, III. Abschnitt.— Elemente der Krystallographie. In a: im Sommer Gally, im Winter Benkert, in b: Dr. Schultz.
Zeichnen: 2 Std. Zeichnen und Malen nach Blüten, Früchten, Muscheln, Tannenzapfen usw. und Gefäßen. Freie perspektivische UÜbungen in Innenräumen und im Freien, sowie UÜbungen im Skizzieren und im Zeichnen aus dem Gedächtnisse. Ubungen im freien Pinsel- zeichnen. In a und b: Weishaar.
Obersekunda. Klassenlehrer: In a: Professor Dr. Bächt; in b: Professor Dr. Merkelbach. Religion: 2 Std. Erklärung der ganzen Apostelgeschichte. Lesen von Abschnitten anderer neutestamentlicher Schriften. In Verbindung damit Lebensbilder der Apostel und anderer biblischer Personen, Juden- und Heidenchristentum und die Einigung der Kirche, Kampf und Sieg des Christentums im römischen Reiche. Wiederholung des Katechismus, von Sprüchen, Liedern und Psalmen. In a: Bröcking, in b: Hofmann. Deutsch: 4 Std. Inhalt und Geschichte des Nibelungen- liedes und des Gudrunliedes nebst Proben; Ausblicke auf die nordischen Sagen und die germanischen Sagen- kreise. Ausgewählte Abschnitte aus dem Parzival und mehrere Gedichte Walthers von der Vogelweide; daran anknüpfend Besprechung der höfischen Epik und Lyrik. Zusammenfassender Rückblick auf die Dich- tungsarten. Sprachgeschichtliches. Gelesen wurden Goethes Götz von Berlichingen und Schillers Wallen- stein. Freie Vorträge der Schüler. In a: Dr. Bächt, in b: Hofmann.
Aufsätze in a: 1) Steter Tropfen höhlt den Stein. 2) Exposition zu Goethes„Götz von Berlichingen.“ (Klasssenaufsatz). 3) Untreue schlägt den eignen Herrn. 4) Götz von Berlichingen. Ein Charakterbild. 5) Wie verlief im Mittelalter eine Heerfahrt?(Klassen- aufsatz). 6) Woran ist wahre Freundschaft zu er- kennen? 7) Rüdigers Seelenkampf.(Klassenaufsatz). 8) Reisen bildet.
In b: 1) Wann haben wir vom Lesen Nutzen? 2) Welche Charaktereigenschaften treten uns im 14. Abenteuer des Nibelungenliedes an Siegfried entgegen?


