Jahrgang 
1909
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und die kleine französische Schulgrammatik von Kühn. Infinitiv, Partizipien, Gerundium, Geschlechtswort und Hauptwort. Die schriftlichen Arbeiten bestanden in Diktaten, Inhaltsangaben, Umarbeitungen des Ge- lesenen, in der Beantwortung von Fragen und der Bildung von Fragesätzen und in Übersetzungen aus dem Deutschen, letztere nach Diehl, franz. Ubungs- buch, II. Teil, Mittelstufe. In a: im Sommer Schm alz, im Winter Dr. Heider, in b: Adam.

Englisch: 4 Std. Ausgewählte Lesestücke aus Ferdinand Sechmidt, Lehrbuch der engl. Sprache und aus Dubislav- Boek, Lese- und Ubungsbuch der engl. Sprache, außer- dem frei vorgetragene Geschichten. Im Anschluß hieran und an die Schulgrammatik der engl. Sprache von Dubislav-Boelt vielfache Sprechübungen und Be- handlung des grammatischen Stoffes, besonders der Lehre von den Hilfsverben, vom Infinitiv, Gerundium. Auswendiglernen und Vortragen von Gedichten. Im Anschluß an den Klassenunterricht schriftliche Arbeiten ins Reinheft. In a: im Sommer Schmalz, im Winter Dr. Heider, in b: Dr. Neumann.

Geschichte: 2 Std. Deutsche Geschichte vom Ausgange des Mittelalters bis zum Regierungsantritt Friedrichs des Großen, insbesondere brandenburgisch-preußische Geschichte(nach Naubauer). In a: Hofmann, inb: Bröcking.

Erdkunde: 2 Std. Wiederholung und Ergänzung der physischen und politischen Erdkunde des deutschen Reiches. Entwerfen von einfachen Kartenskizzen. Leitfaden von Daniel. In a: im Sommer Feitel, im Winter Hofmann, in b: Bröcking.

Mathematik: 5 Std. Arithmetik: 2 Std. Lehre von den Potenzen und Wurzeln. Gleichungen 1. Grades mit einer und mehreren Unbekannten. Einfache quadratische Gleichungen mit einer Unbekannten. Aufgabensammlung von Matthiessen. Planimetrie: 3 Std. KAhnlichkeit der Figuren. Berechnung des Flächeninhalts gradliniger Figuren und des Kreises. Zahlreiche Konstruktionsaufgaben. Leitfaden von Thieme I. In a: Dr. Schaefer, in b: Dr. Fennel.

Naturbeschreibung: 2 Std. Im Sommer: Zusammen- fassende Wiederholung des bisherigen Lehrstoffs, Erweiterungen und Ergänzungen in Rücksicht auf Formenlehre, Systematik und Biologie sowie auf die geographische Verbreitung der Pflanzen. Besprechung der wichtigsten ausländischen Kulturpflanzen. Im Winter: Niedere Tiere. In a: Dr. Schaefer, in b: Dr.- Völker.

Physik: 2 Std. Mechanische Erscheinungen fester, flüs-

siger und luftförmiger Körper. Wärmelehre. In a: Dr. Schaefer, in b: im Sommer Gally, im Winter Dr. Eymer.

Zeichnen: 2 Std. Fortsetzung des perspektivischen Körper-

zeichnens mit Anwendung von Licht und Schatten. Außer den unter UIII genannten Vorbildern fanden Früchte und Pilze Verwendung. Freie perspektivische UÜbungen in Innenräumen, Ubungen im Skizzieren und im Zeichnen aus dem Gedächtnisse. Ubungen im freien Pinselzeichnen. In a und b: Weishaar.

Untersekunda. Klassenlehrer: a: Professor Beinhauer; in b: Oberlehrer Dr. Schultz.

Religion: 2 Std. Bibellesen behufs Ergänzung der in der

Unter- und Obertertia gelesenen Abschnitte, in a: Er- klärung des Matthäusevangeliums, in b des Lukasevange- liums. Das Leben Jesu. Wiederholung des Katechis- mus und Aufzeigung seiner inneren Gliederung. Wie- derholung von Sprüchen, Liedern und Psalmen. In a: Bachmann, in b: Ehringhaus.

Deutsch: 3 Std. Gelesen wurden: Balladen von Schiller

und Goethe, die Glocke, ferner Wilhelm Tell, die Jungfrau von Orleans. Einzelne Gedichte und Stellen aus den Dramen wurden auswendig gelernt. Vorträge der Schüler. Anleitung zur Aufsatzbildung durch Übungen in der Klasse. Besprechungen über Gegen- stände aus der Metrik und Poetik. In a: Adam, in b: im Sommer Feitel, im Winter Gaul.

Aufsätze. In a: 1) Die Dammgrube beim Glocken- guß. 2) Eine Feuersbrunst. Nach Schillers Glocke. 3) Die Erstürmung der Bastille.(Kl.-A.) 4) Ein Nach- mittagsausflug in den Herbstferien. 5) Was erfahren wir in den ersten Szenen von SchillersWilhelm Tell über die Lage der Schweiz?(Kl.-A.) 6) Der steigende Teil der Schweizerhandlung in SchillersWilhelm Tell. (Kl.A.) 7) Gliederung und Gedankengang in Tells Monolog. 8) Das Schweizervolk zur Zeit Tells. 9) Die Geschichte Johannas bis zu ihrem Auftreten. 10) Was hat uns der diesjährige Winter gebracht?(Kl.-A.)

In b: 1) Welche Schätze birgt das Innere der Erde? 2) Schweiz, Land und Volk.(Nach Schiller.) 3) Ur- geschichte der Schweiz.(NachWilhelm Tell.)(Kl.- A.) 4) Früh übt sich, was ein Meister werden will! (Kl.-A.) 5) Steh zu deinem Volk, es ist dein ange- borner Platz! 6) Die Vorgeschichte von Schillers Jungfrau von Orleans nach dem Prolog.(Kl.-A.) 7) Der Beruf des Mannes.(Nach SchillersLied von der Glocke.) 8) Ist der Ausspruch der Jungfrau von Orleans:Frankreich, das Paradies der Länder heute noch berechtigt? 9) Isabeau und Johanna als Frie- densstifterinnen. Ein Vergleich. 10) Was hat uns der diesjährige Winter gebracht?(Kl.-A.)

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