Jahrgang 
1906
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Satzlehre eigentümlichen Gesetze. Alle vier Wochen ein Aufsatz. In a: Seibt, in b: Im Sommer: Dr. Fischer, im Winter: Dr. Lindner.

Französisch: 6 Std. Wiederholung des Lehrstoffes der früheren Klassen. Gelesen wurden ausgewählte Stücke aus Kühn: La France et les Français. Gebrauch der Hilfszeitwörter avoir und être, die unpersönlichen Verben, Syntax des Verbs im Anschluß an den Lese- stoff unter Benutzung des Lehrbuchs der französischen Sprache von Kühn und Diehl. Auswendiglernen von Gedichten; Ubungen in freier Wiedergabe des Inhalts von Erzählungen und Gedichten. Sprechübungen. Schriftliche Arbeiten: Diktate, Umarbeitungen des Lesestoffs, Inhaltsangaben, Beantwortung von Fragen. Übersetzungen, Formen. In a: Adam, in b: Dr. Bächt.

Englisch: 5 Std. Einübung der englischen Laute mit Benutzung der Lauttafel. Anfangsunterricht im An- schluß an die nächste Umgebung und an Hölzelsche Anschauungsbilder mit Benutzung von Schmidts Lehr- buch der englischen Sprache. Auswendiglernen einiger Gedichte. Im Anschluß an den Sprachstoff Einübung der Grammatik: Das Wichtigste aus der Formenlehre des Zeitworts, das Hauptwort, das Eigenschaftswort(Steigerung), das Zahlwort, Bildung des Adverbs, das Fürwort. Vom Ende des ersten Vierteljahres an wöchentlich eine schriftliche Arbeit ins Reinheft: Diktate, Niederschriften aus dem Ge- dächtnis, Umbildung von Gelesenem, Übersetzung und Beantwortung von Fragen, Formen. In a: Grund, in b: Im Sommer: Dr. Fischer, im Winter: Dr. Lindner.

Geschichte: 2 Std. Kurzer Oberblick über die west- römische Kaisergeschichte vom Tode des Augustus an; deutsche Geschichte bis zum Ausgange des Mittelalters, außerdeutsche Geschichte, soweit sie zum Verständnis der deutschen notwendig ist. Lehr- buch von Jänicke. In a und b: Seibt.

Erdkunde: 2 Std. Physische und politische Erdkunde der außereuropäischen Erdteile mit besonderer Be- rücksichtigung der deutschen Kolonien. Leitfaden

von Daniel. Kartenzeichnen. In a: Seibpt, in b: Dr. Bächt.

Mathematik: 6 Std. a) Arithmetik. 3 Std. Die Gründrechnungen mit algebraischen Zahlen. Be-

stimmungsgleichungen 1. Grades. Aufgaben aus dem bürgerlichen Leben und dem sogenannten kauf- männischen Rechnen. Aufgabensammlung von Mat- thiessen. b) Planimetrie. 3 Std. Die Lehre vom Kreise. Sätze über Flächengleichheit. Berechnung des Flächeninhalts gradliniger Figuren. Konstruk-

tionsaufgaben. Leitfaden von Thieme, I. In a: Dr. Völker, in b: Gally.

Naturbeschreibung: 2 Std. Im Sommer: Wiederholung und Erweiterung des botanischen Lehrstoffes früherer Klassen mit Rücksicht auf das natürliche System der Phanerogamen. Erweiterung und Vertiefung der morphologischen und biologischen Begriffe. Be- schreibung und Vergleichung von Pflanzen mit ver- wickelterem Blütenbau und von einigen Sporenpflanzen. Im Winter: Gliedertiere nach Schilling. In a und b: Dr. Völker.

Zeichnen: 2 Std. Einführung in das perspektivische Zeichnen. Darstellung von Gebrauchsgegenständen, Kunst- und Naturformen mit Wiedergabe von Licht und Schatten. Freie perspektivische Übungen in Innenräumen. Fortsetzung der Übungen im Treffen von Farben, im Skizzieren und Zeichnen aus dem Gedächtnis. Übungen im Pinselzeichnen. In a und b: Müller.

Obertertia.

Klassenlehrer: In a: Oberlehrer Dr. Schultz, in b: Professor Dr. Fennel.

Religion: 2 Std. Das Reich Gottes im neuen Bunde. Lesen entsprechender biblischer Abschnitte, besonders der Bergpredigt und der Gleichnisse. Sicherung der erworbenen Kenntnis des Katechismus und des Spruch- und Liederschatzes. Erlernung einiger Psalmen. Reformationsgeschichte im Anschluß an ein Lebensbild Luthers. Im Sommer: In a: Bach- mann, in b: Dr. Ulrici; im Winter, bis Weih- nachten: In a und b: Dr. Ulrici, bis Ostern in a und b: Bachmann.

Deutsch: 3 Std. Prosaische und besonders poetische Lesestücke aus Hopf-Paulsiel-Muff für Obertertia. Außerdem Ernst, Herzog von Schwaben, von Uhland und Auswahl aus Homer in der öbersetzung von Hubatsch. Belehrungen aus der Poetik und Rhetorik. Vortrag von auswendig gelernten Gedichten. Wieder- holungen aus der Grammatik. Anleitung zur Bildung von Aufsätzen durch Aufsuchen und Ordnen des Stoffes. Alle vier Wochen ein Aufsatz. In a: Dr. Bächt, in b: Hofmann.

Französisch: 6 Std. Gelesen wurdeLa France et les Francçais von Kühn. Sprechübungen, besonders im Anschluß an das Gelesene. Wiedergabe des Inhalts, Fragen und Antworten. Auswendiglernen einiger Gedichte. Grammatik im Anschluß an den Lesestoff und die kleine französische Schulgrammatik von Kühn. Infinitiv, Partizipien, Gerundium, Geschlechts-