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Demnach setzte sich das Lehrerkollegium am Beginn des Schuljahres 1897/98 folgender- mafsen zusammen:
1. Dr. Quiehl, Direktor. 11. Dr. Meinhoff, Oberl. 21. Adam, Oberlehrer. 28. Grün, Lehrer.
2. Feitel, Professor. 12. Dr. Knabe,„ 22. Dr. Christ,„ 29. Bach,„
3. Dr. Hasselbaum,„ 13. Bachmann,„ 23. Bröcking, wiss. Hilfs- 30. Markert,„
4. Seibt,„ 14. Dr. Fennel,„ lehrer. 31. Laus, 4
5. Junghans, Oberlehrer 15. Dr. Völker,„ 24. Barmeyer,„ 32. Lammeyer, Kaplan, 6. Dr. Merkelbach,„ 16. Gally,„ 25. Dr. Otto,„ kath. Religionslehrer. 7. Zimmermann,„ 17. Beinhauer,„ 26. Dr. Gottschalk, Pro- 33. Katz, israelitischer 8. Dr. Wetzell,„ 18. Boekholt,„ bekandidat u. wiss. Religionslehrer.
9. Crede(† 27.4.97),„ 19. Dr. Heuser,„ Hilfslehrer. 10. Dr. Bächt,„ 20. Siegel,„ 27. Müller, Zeichenlehr.
Herr Bach erhielt einen ehrenvollen Ruf als Rektor der hiesigen Bürgerschule 8, der ihn am 1. Juli 1897 unserer Anstalt entzog. Wir sahen den liebenswürdigen Kollegen, der seit Ostern 1875 mit groſsem Erfolge an der Schule gewirkt hatte, sehr ungern scheiden und wünschen, er möge in seinem neuen Wirkungskreise die gleiche Anerkennung und Berufsfreude finden, die er bei uns gefunden hat.
Die durch den Abgang des Herrn Bach erledigte Elementarlehrerstelle wurde in eine Oberlehrerstelle umgewandelt; in die neu gegründete Stelle rückte am 1. Juli 1897 der wissen- schaftliche Hilfslehrer Herr Karl Bröcking ein. Von demselben Tage an wurde die durch den Tod des Herrn Oberlehrers Credé erledigte Oberlehrerstelle wieder besetzt, und der wissen- schaftliche Hilfslehrer Herr Karl Barmeyer zum Oberlehrer befördert.
In die freiwerdende Hilfslehrerstelle wurde am 1. Juli 1897 der Probekandidat an der Oberrealschule zu Halle a./S. Herr Dr. Max Schmidt berufen, und vom 1. Oktober 1897 ab trat in die Hilfslehrerstelle, welche bis dahin Herr Dr. Otto versah, Herr Dr. Georg Frick vom hiesigen Wilhelmsgymnasium ein.
Max Georg Schmidt, geb. am 6. Juni 1870 zu Vetschau(Niederlausitz), besuchte die Gymnasien zu Frankfurt a. d. Oder und Merseburg und studierte seit Ostern 1890 auf den Universitäten Leipzig, München und Halle. Im März 1894 wurde er in Halle zum Dr. phil. ernannt und bestand dort im Sommer 1895 die Prüfung für das höhere Lehramt. Das Seminarjahr leistete er von Herbst 1895 bis Herbst 1896 am Gymnna- sium in Wernigerode ab, das Probejahr vom Oktober 1896 bis 1. Juli 1897 an der Oberrealschule zu Halle, den Schluls an der Oberrealschule zu Cassel, wo er zugleich als wissenschaftlicher Hilfslehrer beschäftigt war. Seiner militärischen Dienstpflicht genügte er beim 8.(Königlich Sächsischen) Infanterie-Regiment „Prinz Johann Georg“ Nr. 107. Aufser seiner Dissertation:„Ober die staatsrechtliche Anwendung der
goldenen Bulle“, veröffentlichte er als Beilage zu dem Jahresbericht des Werningeröder Gymnasiums 1896: „Uber den Unterricht in der Heimatskunde in der Sexta.“
Georg Frick, geb. am 3. Juni 1869 zu Potsdam, besuchte die Lateinische Hauptschule in den Francke'schen Stiftungen zu Halle a./S. und studierte von Ostern 1888 an auf den Universitäten Bonn, Leipzig und Halle Geschichte und Erdkunde. Im Juli 1892 wurde er in Halle zum Dr. phil. ernannt und legte ebendort im März 1895 die Prüfung für das höhere Lehramt ab. Vom April 1894 ab genügte er seiner Militärpflicht in Halle a./S. Vom Oktober 1895 bis zum Oktober 1897 war er Seminar- und Probekandidat am hiesigen Königlichen Wilhelmsgymnasium.


