Jahrgang 
1898
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Demnach bestand das Lehrerkollegium im Winter 1897/98 aus folgenden Herren:

1. Dr. Quiehl, Direktor. 10. Dr. Meinhoff, Oberl.] 19. Siegel, Oberlebrer.] 27. Müller, Zeichenlehr. 2. Feitel, Professor. 11. Dr. Knabe, 20. Adam, 28. Grün, Lehrer.

3. Dr. Hasselbaum, 12. Bachmann, 21. Dr. Christ, 29. Markert,

4. Seibt, 13. Dr. Fennel,(22. Bröcking, 30. Laus,

5. Junghans, Oberlehrer. 14. Dr. Völker,(23. Barmeyer, 31. Lammeyer, Kaplan, 6. Dr. Merkelbach, 15. Gally, 24. Dr. Gottschalk, wiss. kath. Religionslehrer. 7. Zimmermann, 16. Beinhauer, Hilfslehrer. 32. Katz, israelit. Reli- 8. Dr. Wetzell, 17. Boekholt, 25. Dr. Schmidt, gionslehrer.

9. Dr. Bächt, 18. Dr. Heuser,(26. Dr. Frick,

Die Fertigstellung des Neubaus in der Kölnischen Strafse, über den bereits im vorigen Jahresbericht nähere Mitteilungen gemacht worden sind, schritt im Laufe des Jahres so weit vor, dafs der Umzug für Ostern 1898 in Aussicht genommen werden konnte. Da die dritten Parallel- klassen von Ostern 1898 ab in Wegfall kommen sollten, mulsten Schritte geschehen, um diejenigen Schüler zu bestimmen, welche der Realschule überwiesen werden sollten. Zu dem Zwecke richtete der Unterzeichnete am 2. November folgendes Schreiben an die Angehörigen der Schüler von VI bis O III:

Ostern 1898 wird die Oberrealschule(in der Hedwigstrafse) in das neue Gebäude in der Kölnischen Straſse übersiedeln, während die Realschule(am Friedrich-Wilhelmsplatz) das Schulhaus in der Hedwigstralse bezieht. Dabei wird die Oberrealschule, welche bis dahin die 6 untersten Klassenstufen(Sexta bis Unter-Sekunda) dreifach hatte, je eine Klasse an die Realschule abgeben, so dals diese, die bisher eine einfache Schule war, von Ostern 1898 ab die 6 Klassenstufen Sexta bis Unter-Sekunda doppelt haben wird. Die Oberrealschule wird also von Ostern 1898 ab etwa 225 Schüler weniger haben, während die Realschule dieselbe Zahl mehr erhalten soll.

Es muls demnach eine grölſsere Anzahl von Schülern von der Oberrealschule nach der Realschule, welche nach demselben Lehrplan wie die Klassen Sexta bis Unter-Sekunda der Ober- realschule unterrichtet, versetzt werden. Andererseits können, soweit noch Platz vorhanden ist, auch Schüler der Realschule in die Oberrealschule hinübergenommen werden.

Ehe über die neue Schülereinteilung endgültig beschlossen wird, soll den Eltern Gelegen- heit gegeben werden, ihre Wünsche zu äulsern, die nach Möglichkeit berücksichtigt werden sollen, soweit die Platzverhältnisse im Rahmen der oben erwähnten Neuordnung dies gestatten. Ich richte daher an die Eltern oder deren Stellvertreter das ergebenste Ersuchen, falls sie einen Wunsch aussprechen wollen, dies auf dem anliegenden Bogen zu thun und das ausgefüllte Blatt bis zum 9. d. Mts, an die Schule zurückzureichen.

Auf diese Anfrage liefen 556 Antworten ein; für 482 Schüler wurde das Verbleiben in der Oberrealschule gewünscht; für 66 der UÜbergang zur Realschule; bei 8 Schülern stand damals schon fest, dals sie Ostern 1898 abgehen würden.

Da sich auf keiner Klassenstufe so viel Schüler für die Realschule entschieden hatten, dals aus denselben eine neue Klasse hätte gebildet werden können, so mulsten weitere Schüler für die Realschule bestimmt werden. Bei dieser Auswahl war im Allgemeinen die Entfernung der Wohnung der Schüler von der neuen Schule malsgebend, und ich freue mich, an dieser Stelle