Belehrungen aus der Poetik und Rhetorik. Vortrag von auswendig gelernten Gedichten. Wiederholungen aus der Grammatik. Anleitung zur Bildung von Aufsätzen durch Aufsuchen und Ordnung des Stoffes. Alle 4 Wochen ein Aufsatz. In a: Dr. Schwerdt- feger, in b: Dr. Lehmann, in c: Bachmann.
Französisch. 6 Std. Gelesen wurde in a: im Sommer- halbjahr ausgewählte Stücke aus Lüdecking, franz. Lesebuch 1. Teil, im Winterhalbjahr Brano, Le tour de la France, in b und c: Bruno, Le tour de la France. Sprechübungen und Ubungen im Wiedergeben des Inhalts. Grammatik im Anschluss an den Lesestoff und die Schulgrammatik von Plöta. Wortstellung. Syntax des Artikels, does Adjektivs, des Fürworts mit Ausnahme der demonstrativen und unbestimmten Für- wörter. In a: Stern. in b: Dr. Lehmann, in c: Bachmann.
Englisch. 4 Std. Grössere Stücke aus Lüdecking, Teil I. Sprechübungen und Wiedererzählen des Gelesenen. Auswendiglernen einiger Gedichte. Grammatik nach Zimmermann, Lekt. 1— 28, ausserdem das Wichtigste vom Infinitiv, Gerundium und Particip. Alle 14 Tage eine schriftliche Arbeit. In a: Dr. Hasselbaum in b: Zimmermann, in c: Bachmann.
Geschichte. 2 Std. Deutsche Geschichte vom Ausgange des Mittelalters bis zum Regierungsantritt Friedrichs des Grossen, insbesondere brandenburgisch-preussische Geschichte(nach Andrä). In a: Dr. Hasselbaum, in b: Boekholt, in c: Seibt(Sommer), Bröcking (Winter).
Erdkunde. 2 Std. Wiederholung der physischen und politischen Erdkunde Deutschlands. Erdkunde der deutschen Kolonien(nach Danlels Leitfaden). Karten- skizzen. In a: Dr. Hasselbaum, in b: Dr. Leh- mann. in c: Seibt(Sommer), Bröcking(Winter).
Mathematik. 5 Std. Arith metik. 2 Std. Lehre von den Potenzen und Wurzeln. Gleichungen ersten und zweiten Grades. Aufgabensammlung von Matthiessen. Planimetrie. 3 Std. Sätze über Flächengleichheit. Khnlichkeit der Figuren. Berechnung des Flächen- inhalts gradliniger Figuren und des Kreises nach dem Leitfaden von Uh. In a: Dr. Wetzell, in b: Dr. Fenne!, in c: Dr. Christ.
Naturbeschreibung. 2,Std. Beschreibung einiger schwieriger
Pflanzenarten. Besprechung der wichtigsten aus- ländischen Kulturpflanzen. Einiges über die Verbreitung der Pflanzen. Niedere Tiere. Wiederholung des
Systems der Tiere. In a: Dr. Wetzell, in b: Dr. Fennel, in c: Dr. Christ.
Physik. 2 Std. Gegenstand und Aufgaben der Physik. Mechanische Erscheinungen fester, flüssiger und gas-
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förmiger Körper. Wärmelehre. IH a: Dr. Wetzel, in b: Dr. Fenne!, in c: Dr. Christ.
Zeichnen. 2 St. Perspektivisches Zeichnen nach Drahtmodellen, Vollkörpern, kunstgewerblichen Gegenständen, Muscheln, ausgestopften Vögeln und Tieren. In a, b u. c: Müller.
Linearzeichnen(wahlfrei). 2 Std. UÜbungen im Gebrauch von Zirkel, Lineal und Ziehfeder an Kreisteilungen und Flächenmustern. Zeichnung von Kegelschnitten und Cykloiden. In a, b und c: Dr. Fennel.
Untersekunda.
Klassenlehrer: In a: Oberlehrer Gally, in b: Wiss. Hilfslehrer Siegel(Sommer). Oberlehrer Dr. Meinhoff(Winter), in c: Oberlehrer Dr. Knabe.
Religion. 2 Std. Bibellesen behufs Ergänzung der in Unter- und Obertertia gelesenen Abschnitte. In a und c: Erklärung des Matthäusevangeliums, in b: Erklärung dos Lucasevangeliums. Wiederholung des Katechismus und Aufzeigung seiner inneren Gliederung. Wieder- holung von Sprüchen, Liedern, Psalmen. In a: Dr. Hasselbaum, in b: Bachmanp. in c: Junghans. Deutsch. 8 Std. Es wurden gelesen: Wilhelm Tell, Minna von Barnhelm und Hermann und Dorothea. Auswendig- lernon von Gedichten und Dichterstellen. Gelegentliche Vorträge kleiner eigener Ausarbeitungen über Gelesenes. Bemerkungen aus der Poetik und Metrik. Anleitung zur Aufsatzbildung durch Übungen in der Klasse. In a: Junghans, in b: Zimmermann in c: Dr. Knabe.
Aufsätze: In a: 1. Warum liegen so viele Städte an den Ufern der Flüsse?— 2. Inhalt des zweiten Auftritts des ersten Aufzugs von Schillers„Tell“.— 3. Inwiefern ist der Mensch der Herr der Erde? — 4. Die Vorfabel zu Schillers„Wilhelm Tell“.— 5. Was bestimmte Ulrich von Rudenz sich auf die Seito Oesterreichs zu stellen?— 6. Paul Werner und Just, ein Vergleich.— 7. Welche Gründe führt Tell- heim an für die Auflösung seiner Verlobung mit Minna, und wie widerlegt Minna dieselben?(Klassen- aufsatz.)— 8. Prüfungsaufsatz: Welche Veränderungen bringt der Wechsel der Jahreszeiten in der Pflanzen- welt hevor?
In b: 1. Welche Boten verkünden uns den Frühling? — 2. Vergleich zwischen Meer und Wüste.— 3. Wie bedrückt Gessler die Schweizer?— 4. Wie wurde Tell aus der Hand Gesslers gerettet?(Klassenaufsatz). — 5. Eine Ubersetzung aus dem Englischen.— 6. Die That Gesslers und die Parricidas(Ein Vergleich).— 7. Welchen Nutzen und welche Annehmlichkeiten gewähren uns die Flüsse?— 8. Prütfungsaufsatz: Weshalb ist der Rhein der Lieblingsstrom der Deutschen?
In c: 1. Gebrauch des Eisens.— 2. Inhalt des orsten Auftritts von Schillers„Wilhelm Telle.— 3. Der Apfelschuss Tells(von einem Söldner erzühlt). 4. Das Meer ein Freund und Feind des Menschen
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