Jahrgang 
1926
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) Schulgeld.

. Das Schulgeld betrug monallich 180 Mk. für Hanauer, 240 Mk. für Auswärfige. Im Schul- ſahr 1926/27 wird das für alle höheren Schulen Preußens amtlich festgesette Schulgeld von 200 Mk. fur Hanauer und 250 Mk. für Auswärfige erhoben werden

Ermabig wird das Schulgeld für alle Kinder, die Gescwister haben, die sidi nodh irgendwo oder irgenwie in Ausbildung befinden, gQanz gleich ob an hiesigen oder anderen Ausbiſdungs- stätten. Für das 2. Kind werden demnach 25%: für das 3. Kind 50% Ermäßigung gewohrt:

das 4. Kind ist schulgeldfrei. Ganze Freisteſfen erhielten 23, halbe 15 Schüler, Lehrmitielfreiheit wurde 2 Schülern bewilligt.

Anträge auf Gewährung von Freistellen und von Lehrmittelfreiheit sind im Schulbüro des MadHistrats der Stadt, Schirnstraße S anzubringen.

Der Elternbeirat.

Die Miglieder des Elternbeirats sind: I. Dr. Hans Herrmann, Rechtsberater, Vorsitzender, (Wohnung kirsdslaße 10) 2. Louis Schleicher, Ortskrankenkassenbeamfer. 3. Mox Hiaß, Studien- rat. 4. Wilhelm Sdhwab, Kaufmann. 5. Eke FHHuwald. 6. Reinhard Müller, Bauingenieur. 7. Willy

Hoffmann, Maschinenschlosser. 8. Anna Lapp. 9. OHlo Thylmann, Kornhausdireklor. 10. Qustav Henne, Tapezierer. 11. Anna Zeller.

Der Elernbeirat hielt 3 Sitzungen ab, in denen die Einführung desSexuellen Jugend- schutzes, die Schulreform, die Wiederauffüllung der Jubiläumstiftung der Oberrealschule und der Umbau des Schulgebäudes erörtert wurden. Oie gleichen Gegenslände wurden in der Eliern- versammlung vom 20. XI behandelt. Fine Denkschrift, in der auf die Unzulänqlichkeif der Räume und der Ausstaftung der O. R. hingewiesen und um Abhilfe der Mißslände gebeten wurde, wurde

von einer Abordnung der Eliern ierrn Oberbürgermeister Dr. Blaum überreicht und auch der Stadtverordnetenversammlung zur Kenninis gebradht.

Spenden und Qeschenke.

Für die Physik wurden ſolgende brauchbare Apparate geschenkt: Von Herrn Fabrikanten puth: I Voltmeter, 2 Miniaturbogenlampen, 1 Elektrizitätszähler, I Summer, 1 aufomafischer Quedssilber-Ausschalter, I großes Reagenzglasgesiell; von Herrn Or. Oraf: 1 Rofordetektor mit Ersatzkristallen; von der Firma Teleſunken-Berlin: 2 Apparate Mod. F., 3 Detektoren, 3 Blod- kondensatoren; von hierrn Vermessungsdirektor Hölftje: 2 Meßlatten; von Primaner Möller: Rot- und Grünglasscheiben; von Herrn Miltelschullehrer fritz Collmann eine größere Zahl chemischer

Sloffe für die dhemische Sammlung; von dem Quarfaner Döbrich wurden wiedecholt Schmefterlinge für die biolog. Sammlung geschenkt.

Verschiedenes.

a) Das Schulgebäude entspricht noch immer nicht den berednigten Ansprüchen an Aus- slattung und Gesundheitspflege. Zwei Klassen, VIa und b. mußlen in unzulänglichen Räumen der Fiiſfsschule in der Gärinerstraße untergebracht werden. Diese ITrennung kann auf die Dauer ohne erhebliche Schädigung des Unterrichtsbetriebes nicht ertragen werden. Die für Chemie- und Physikunterridu vorhandenen Räume lassen einen Unterridit, der nach den Vorschriften der neuen Lehrplane auf Schülerübungen aufgebaut sein soll, nicht zu; für die Biologie, die einen so wertvollen und widnigen Teil des Lehrplanes der Oberrealschule ausmacht, ist überhaupt kein Raum vorhanden.

Das Amtszimmer des Direktors, das Lehrerzimmer, die Bücherei sind nicht nur unwürdig und unzureichend für eine große Doppelanstalt, sondern geradezu desundheitschädigend und machen die gewissenhafte Wahrnehmung der Amtsgeschäfte zum Teil unmõöglich. Ein Zimmer, wo die Eltern sich mit den Lehrern aussprechen können, ist nicht vorhanden; solche Unterredungen müssen auf dem dunklen Raum im Gedränge der Schüler statfſfinden Die Anträge auf Abstellung dieser Schäden sind seit Jahren gestellt, aber immer wieder aus Mangel an Mitteln von der Stadt abgelehnt worden. Es muß aber gesagt werden, daß bei qufem Willen auch mit geringerem Geldaufwande und im Laufe der Jahre manches hälle gebesserf werden können.

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