Jahrgang 
1927
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ce) Die Aufgaben für die schriffliche Reifeprüfung.

Deutscher Aufsatz. 1. Ueber welchen gegensätzlichen Lebenssphären baut sich Freytags RomanSoll und Haben auf, und welcher Lebenssphäre gibt der Dichter den Vorzug? 2. Schiller, der Lehrer männlicher Lebensführung. 3. Welche Hindernisse stehen der deutschen Volksgemein- schaft heute im Wege?(Themata zur Ausw.)

Uebersetzung aus dem Lateinischen: Tac. XII. 27. 28 und XIII 57(Streifzug der Chatten und Kampf um die Salzquellen an der Werra).

Uebersetz. aus dem Griechischen: Dionys. Halicarn. Antiq. Rom. VI cap. 86.(Fabel des Menenius Agrippa.)

Mathematische Aufgaben: 1. Jemand hat ein Vermögen von 6000 Mk. Wieviel darf er davon jährlich verbrauchen, wenn das Geld 10 Jahre reichen soll?(p= 6%)

2. Die Ecken eines Vierecks XAB CD baben die Koordinaten(2:1),(2:1),(6:5), 3:5). a. In welchem Punkt schneiden sich die Diagonalen? b. Wie lang sind die Diagonalen? c. Welche Winkel schließen die Diagonalen ein? d. Welche Winkel bilden die Diagonalen mit der positiven Richtung der x Achse?

3. Eine Holzkugel vom Radius rI= 10 cm schwimmt im Wasser. Der aus dem Wasser her- ausragende kleinere Kugelabschnitt hat einen Halbmesser von§= 6 cm Länge. a. Wie groß ist die unbenutzte Fläche? b. Wie groß ist das Gewicht der Kugel? c. Wie groß ist das spez. Gewicht des Holzes?

f) Künstflerischer und technischer Unterricht.

1. Zeichnen.

In der Unterstufe wurde besonders auf das Zeichnen aus der Phanfasie und auf Ausbildung des Farbensinnes Wert gelegt. Dem diente einerseits die Darstellung einzelner Geräte, Tiere und Menschen, andererseits das Illustrieren von Erzählungen aus anderen Unterrichtsgebieten. Die Farben- harmonie wurde an Bändern und Flächenfüllungen geübt. In Blockschrift wurden das kleine und große Alphabet sowie kleine Schriftsätze mif leichtem Feder-Ornament geschrieben.

Die Aufgabe der Mittelstufe(U. III=-U. II) bestand in der Einführung in die perspektivische Darstellung und deren Einübung. Im Sommer zeichneten die Schüler architektonische Details im Freien, im Winter übten sie verschiedene Mal- und Zeichentechniken, besonders an Gefäßen und Ge- räten. Nebenher gingen Phantasiezeichnen und Schrift mit der Breitfeder.

Der Unterricht der Oberstufe hatte im Sommer Architektur und Landschaft, im Winter ver- schiedene Techniken im Anschluß an die Sommerarbeit oder Objekte der naturwissenschaftlichen Sammlung zum Gegenstand.

Der Unterricht im technischen Zeichnen erstreckte sich auf Maßzeichnen, Projektion, etwas Maschinenzeichnen, Durchdringungen und das Wichtfigste aus der Schattenkonstruktion.

2. Stenographie.

Der in der Reichs-Einheitskurzschrift abgehaltene Kursus wurde anfänglich von 20, späöter von 12 Schülern besucht.

3. Musikunterricht.

VI g. u. r. Notenschrift. Noten- und Pausenwerte. Durleiter, Tetrachord, ganze und halbe Tonstufe. Intervalle. Dreiklang mit Umkehrungen. Dominantseptimakkord mit Auflösung. Triole und Synkope. Takt und Taktarten. Dynamische Zeichen und Tempovorschriften. Ein- und zwei- stimmiger Liedgesang.

V 3. u. r. Erweiterung des Tonarfenkreises bis E- und As-dur. Leiterfremde Töne. Modulation. Ab- leitung der Moll-Leiter. Dur- und Molldreiklang. Dominantsepfimakkord mit Auflösung. Konsonanz und Dissonanz. Auffassen und Niederschreiben rhythmisch-melodischer Motive, Ein- und zweistimmiger Liedgesang.