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1. Das Molitorsche Benefizium, gestiftet 1571 von Abt Michael; es betrug jährlich 150 Mk. und war für die Nachkommen des ehem. Stiftspfarrers Molitor(Molter) bestimmt.
2. Das Schimmelpfengsche Benefizium, Familienstiftung errichtet 1672 von Conrektor G. Schimmel⸗ pfeng. Betrag 12,10 Mk.
3. Die Münscherstiftung, begründet 1867 gelegentlich des 50 jährigen Dienstjubiläums des Direktors Dr. W. Münscher von seinen Freunden und Schülern. jährlicher Betrag zuletzt 120 Mk.
4. Die neue Freitischstiftung, errichtet gelegentlich der 300 jährigen jubelfeier der Anstalt 1870 zur Vermehrung der vorhandenen 40 Freitischstellen.
5. Die Dudenstiftung, begründet 1905 beim Ausscheiden des Direktors Dr. K. Duden aus dem Amte. Betrag zuletzt 150 Mk. jährlich.
6. Die Fritz Webert⸗Stiftung, errichtet 1918 von dem Buchhändler A. Webert zum Andenken an seinen verstorbenen Sohn, den Untertertianer Fritz Webert. Betrag jährlich 100 Mk.
7. Die Klippert⸗Stiftung, begründet 1918 von ehemaligen Schülern anläßlich des 50 jährigen Dienstjubiläums des Lehrers der Anstalt, Geh. Rat Dr. Klippert. Betrag zuletzt 250 Mk. jährlich.
8. Karl⸗Elise Gonnermann⸗Stiftung, errichtet 1922 bei der Einweihung der Gedenktafel für die im Weltkriege gefallenen Lehrer und Schüler der Anstalt von dem Rektor Gonnermann zum Andenken an seinen Sohn. Betrag 50 Mk. jährlich.
Die einzige Stiftung, die heute noch ihren alten Wert hat, ist das
9. Städtische Stipendium, das vom Magistrat der Stadt Hersfeld bei der Einweihung des neuen Gymnasialgebäudes 1910 gestiftet wurde. Durch dasselbe wird einem bedürftigen und würdigen, in Hersfeld beheimateten Schüler Freischule gewährt.
k. Berufsberatung.
Eine Berufsberatung fand durch den dazu eingesetzten Ausschuß statt, der aus Lehrern und ehemaligen Schülern beteht.
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IV. Der Elternbeirat und seine Betätigung.
Der Elternbeirat des Staatl. Gymnasiums zu Hersfeld zählt 11 Mitglieder, nämlich: 1. Pfarrer Scheffer, Vorsitzender, 2. Steuersyndikus Falkenthal, 3. Stadtkämmerer Käberich, 4. Oberpostinspekt o Hahn, 5. Kaufmann Franz Sauer, 6. Prokurist Horn, 7. Rektor Zinnall. S. Bürgermeister Kraffker (Bebra), D. Kaufmann Goldschmidt, 10. Frau Dr. Barth, 11. Frau Brühl.
Während des Schuljahres fanden 4 Sitzungen statt, bei denen auch das Lehrerkollegium ver⸗ treten war. Verhandelt wurde über die Ueberfüllung der Klassen, und es wurde beschlossen, an das Provinzialschulkollegium eine Eingabe um Vermehrung der Klassen und Anstellung neuer Lehr⸗ kräfte zu richten. Ferner bildeten die unzulänglichen Einrichtungen der Gymnasial⸗Badeanstalt und die Theaterfahrten Gegenstände der Besprechung.


