Auf der im Sommer 1925 in Cassel stattgehabten Tagung der Arbeitsgemeinschaft der Eltern⸗ beiräte an höheren und mittleren Schulen der Provinz Hessen⸗Nassau war der Flternbeirat durch Herrn Falkenthal vertreten.
Opfertätigkeit, Spenden aus der Elternschaft und von Freunden der Anstalt.
Da die vom Staate zur Verfügung gestellten Mittel für die Zwecke der Schule nicht überall ausreichten, waren wir in mehrfacher Hinsicht auf die Gebefreudigkeit von Gönnern der Anstalt angewiesen. Besondere Unterstützung verdanken wir der Vereinigung der ehemaligen Hersfelder Klosterschüler, die in verständnisvoller Weise uns Mittel für Zwecke des Turn⸗ und Schwimm⸗ unterrichts, für Erweiterung der Schülerbücherei und der naturwissenschaftlichen Sammlung, im ganzen etwa O00 Mk. zur Verfügung stellte.
Eine Gabe von außerordentlichem Werte wurde von der Vereinigung ehemaliger Klosterschüler gestiftet. Wie schon im vorigen jahresbericht erwähnt ist, hat der Vorsitzende der Vereinigung, Herr Dr. Berlit, anläßlich des 85. Geburtstages des hochverdienten früheren Turnlehrers Wilhelm Berge eine Geldsammlung veranstaltet, deren Ertrag zur Errichtung einer offenen Turnhalle ver⸗ wendet werden sollte. Am 20. Juni 1925 konnte der Grundstein zur neuen„Berge-Halle“ gelegt werden, die am 17. September durch eine besondere Festfeier eingeweiht wurde. Im Beisein der staatlichen und städtischen Behörden, der Eltern und der Schüler übergab Dr. Berlit nach einer längeren Ansprache die Halle dem Gymnasium, der Direktor dankte im Auftrage des Ministeriums und des Provinzialschulkollegiums, sowie namens der Anstalt und versprach, daß das Geschenk stets nach den Absichten der Stifter und im Sinne des Mannes verwendet werden solle, der ihm den Namen gegeben hat. Leider war es Herrn Berge nicht vergönnt, die Fertigstellung des Werkes zu erleben. Schon der Grundsteinlegung konnte er wegen einer Erkrankumg nicht beiwohnen, bald darauf standen wir trauernd an seinem Sarge. Sein Andenken wird bei uns in Ehren gehalten werden.
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V. Werschledenes.
a. Die Gebäude der Anstalt.
Das Gymnasium verfügtüber mehrere auf den Schulgrundstücken am Neumarkt gelegene Gebäude:
1. Das neue Schulhaus, gebaut 1000/10, enthält alle Klassen mit den nõtigen Nebenräumen für Sammlungen und Büchereien, ferner den Zeichensaal, das Physikzimmer und das chemische Laboratorium. Amtszimmer des Direktors, Archiv und Lehrerzimmer befinden sich im Parterre, die Hausmeisterwohnung liegt im Erdgeschoß..
2. Das Aulagebäude umfaßt im unteren Stockwerk die Turnhalle und einen Ankleideraum, im oberen den Schulsaal mit einem Vorraum, der jetzt als Gesangklasse benutzt werden muß. Außerdem ist eine Reserveklasse vorhanden. Aula und Turnhalle sind für die Bedürfnisse der Anstalt viel zu klein, da sie für etwa 300 Schüler berechnet sind, während die Schule jetzt über 500 Schüler zählt.


