Jahrgang 
1924
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die Tätigkeit des Orchesters durch den schlechten Zustand der Instrumente und des Notenmaterials. In der Oeffentlichkeit trat die Kapelle auf bei der Beerdigung des Quartaners Möller, beim Kreis⸗ jugendfest des Kreises Hersfeld und bei unserm Turn⸗ und Sportfest. Als Anerkennung für ihre Beteiligung beim Kreisjugendfest erhielt die Kapelle vom Kreisjugendpfleger Rechnungsrat Fernau eine Trompete zum Geschenk, die Vereinigung ehemaliger Klosterschüler stiftete 2 neue Becken.

3. Die Musikvereinigung(Streichquartett) hat infolge der UImwandlung des Musikunterrichts aufgehört ein selbständiger Verein zu sein und dient jetzt Unterrichtszwecken(s. oben S. 12).

4. Das Trommler⸗ und Pfeiferkorps bestand aus 13 Mitgliedern, die öfter Gelegenheit hatten, nach außen hin aufzutreten, so beim Kreisschulfest und beim Kreisjugendtag, ferner bei dem Jugendtreffen des V. D. A. in Hann.⸗Münden. Wiederholte Uebungsmärsche in die weitere Um⸗ gegend der Stadt dienten dazu, den Zusammenhalt unter den Mitgliedern zu festigen.

Die Spielnachmittage und Schulwanderungen wurden den Bestimmungen gemäß abgehalten. Dreimal führten uns Schülervorstellungen in das Staatliche Theater in Cassel; wir verbanden damit Wanderungen im Park von Wilhelmshöhe. Ueber den Sportbetrieb ist unterTurnen berichtet. Rudersport kann auf der Fulda wegen der Untiefen, des außerordentlich stark gewundenen Laufes und der vielen, kurz auf einander folgenden Wehre nicht ausgeübt werden.

Zur Pflege kameradschaftlichen Sinnes ist das sog. Turnerheim in unserm unbenutzten Speise- saale eingerichtet. Es finden dort im Winter zweimal im Monat Zusammenkünfte der Schüler von Ol bis OllIl statt, bei denen Unterhaltung durch heitere und ernste Vorträge geboten wird. Es liegen auch Bücher und Zeitschriften aus, ferner stehen die verschiedensten Unterhaltungsspiele zur Verfügung. Die Einrichtung ist mit Unterstützung ehemaliger Klosterschüler ins Leben gerufen durch den Kreisjugendpfleger, Herrn Rechnungsrat Fernau, und Stud.⸗Ass. Schmidt; die Abende werden rege besucht.

Um die Gesundheit namentlich der Fahrschüler zu fördern, die nach Schulschluß noch längere Zeit auf ihren Zug warten müssen, ist auf Anregung von Stud.⸗Rat Rudolph ein Milchverkauf ein- gerichtet. Die Schüler können gegen geringes Entgelt zum Frühstück warme Milch erhalten, wovon etwa 30% Gebrauch machen. Auch hier hat die Vereinigung ehemaliger Klosterschüler die Mittel für die erste Einrichtung in dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt.

Eine ärztliche Ueberwachung der Schüler fand nicht statt.

i. Schulgeld, Freistellen, Hilfsbücherei, Stiftungen.

Das Schulgeld betrug im April 1924 6 Mk., seit dem 1. Mai 10 Mk. Nach den neuesten Bestimmungen haben die Eltern, die mehrere Kinder auf höheren Schulen oder Hochschulen haben, gesetzlichen Anspruch auf Schulgeldermäßigung und zwar für das zweite Kind 25%(im April 10%), für das dritte 50%, für das vierte und alle folgenden 100%. Außerdem dürfen Schulgeld⸗ befreiungen für würdige und bedürftige Schüler gewährt werden bis zu einer Gesamthöhe von 10% des Schulgeldaufkommens. Weitere 7 ½2% des Schulgeldaufkommens stehen für die Zwecke der Hilfsbücherei und für Erziehungsbeihilfen zur Verfügung. Die Zahl der Freistellen betrug im Sommer 22 ganze und 48 halbe, im Winter 19 ganze und 51 halbe.

Die Schülerhilfsbücherei ist begründet im Jahre 1921, sie steht unter Leitung von Studienrat Fromme. Der Grund wurde gelegt durch Zusammenschluß der Eltern, die ein größeres Kapital