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Programm der auf Sonnabend den 17. März um 9 Uhr vormittags angesetzten Vorfeier des Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers und Königs.
1. Gesang: Halleluja von Pfeffel, für gemischten Chor mit Pianobegleitung, komponiert von Ch. H. Rink. 2. Deklamation:„Feldmarschall Derfflinger“ von J. A. Lehmann, vorgetragen von H. Müller(VI.) „Wikher“ von Wolfgang Müller, vorgetragen von K. Wölbing(Vb.) „Der alte Ziethen“ von Th. Fontane, vorgetragen von Gustav Diebel(Va.) „Hurra, Germania!“ von F. Freiligrath, vorgetragen von G. Schwerdtner(IVb.) „König Wilhelms Auszug und Rückkehr“ von E. Curtius, vorgetr. von Karl Lotz(IVa.) Gesang: Der Fahnenträger, Lied für Männerchor von Ellissen. 4. Deklamation:„Der Graf von Habsburg“ von Schiller, vorgetr. von F. Sauer(III r.) „Lied vor der Schlacht“ von Wilh. Müller, vorgetr. von W. Hosbach(IIIb g.) 5. Gesang: Die drei Gesellen, Lied für eine Singstimme mit Begleitung des Pianos von L. Liebe. „Das deutsche Reich“ von Herm. Hölty, vorgetragen von Karl Rauscher(IIIa g.) „Dornröschens Erwachen“ von Ch. Dieffenbach, vorgetr. von Jakob Bettenhäuser(IIb.) 6. Gesang: Vaterland im Siegerkranze, Lied für Männerchor von A. Brede. Festrede. 8. Macte senex imperator, für gemischten Chor von J. Petersen.
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Mitteilung an die Eltern.
Das verflossene Schuljahr war wie für die höheren Lehranstalten Preußens über- haupt, so insbesondere für unsere Anstalt ein außergewöhnlich wichtiges. Für uns nämlich fiel die Einführung der neuen Lehrpläne mit der Errichtung von Realparallelklassen zusammen. Infolgedessen ist der Organismus der Anstalt einerseits nicht unerheblich verändert und andrer- seits wesentlich erweitert worden. Obwohl nun aus dem über die Lehrverfassung handelnden ersten Abschnitt dieses Jahresberichts die Art und Weise der eingetretenen Anderungen und Erweiterungen wohl zu erkennen ist, zumal wenn man denselben mit dem entsprechenden Ab- schnitt des Berichts über das vorige Jahr vergleicht, so scheint es mir doch nicht überflüssig, zur bequemern Übersicht alles hierher Gehörige noch einmal zusammenzustellen und an diese Zusammenstellung einige Ratschläge für die Angehörigen unserer Schüler zu knüpfen. Die augenfälligste Veränderung ist die Vermehrung der Klassenzahl von 9 auf 13. In dieser Hin- sicht ist folgendes zu erwähnen. Das Gymnasium zählte bisher 9 Klassen, nämlich Sexta, Quinta, Quarta, Unter- und Obertertia, Unter- und Obersekunda, Unter- und Oberprima. Bei den Verhandlungen über die Verschmelzung der hiesigen höheren Bürgerschule mit dem Gym- nasium ging man von der Voraussetzung aus, daß für die kombinierte Anstalt eine Sexta und


