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23. durch die Circular-Verf. vom 15. Januar c. auf die erschienene 6. Aufl. des Buchs„Guts Muths Spiele zur UÜbung und Erholung des Körpers und Geistes, herausg. v. Schettler.“
24. Die Circular-Verf. vom 13. Februar betrifft die UÜbernahme von Privatunterrichts- und Arbeitsbeaufsichtigungs-Stunden seitens der Lehrer.
25. Durch Rescript vom 4. März wird genehmigt, dass in den oberen Klassen des hiesigen Gymnasiums von Ostern d. J. ab das Lehrbuch der katholischen Religion von Dr. Dreher und seccessiv das Elementarbuch der hebräischen Sprache von Seffer ein- geführt werde.
III. Zur Chronik der Anstalt
Nachdem am letzten Ferientage, Mittwoch den 4. April, die Aufnahmeprüfungen vorgenommen waren, wurde das neue Schuljahr am folgenden Tage, morgens um 8 Uhr, mit feierlichem Gottesdienste eröffnet, worauf um 9 ½ Uhr eine Versammlung der Lehrer und Schüler in der Aula stattfand. Der Direktor führte den seitherigen Hülfslehrer am Gymnasium zu Fulda Wilhelm Gundlach, der an Stelle des vom 1. April ab an jene Anstalt versetzten ordentlichen Lehrers Dr. Müller von demselben Zeitpunkte ab zum Gymnasiallehrer an hiesiger Anstalt ernannt war, sowie die von der hohen Behörde be- hufs Ableistung des pädagogischen Probejahres dem hiesigen Gymnasium überwiesenen Kandidaten des höheren Schulamts Jakob Holly und Magnus Meister mit einer Ansprache in ihren Wirkungskreis ein und nahm dann die Vorlesung bezw. Erläuterung der Schulordnung und die Verpflichtung der neu aufgenommenen Schüler auf gewissen- hafte Befolgung derselben vor. Nachmittags um 2 Uhr begann der Unterricht.
Dem schon für das letzte Quartal des verflossenen Schuljahres wegen schwerer Erkrankung beurlaubten Gymnasiallehrer Krämer hatte ein neuer Urlaub bewilligt werden müssen. Um Überbürdung einzelner Lehrkräfte zu vermeiden, wurde mit Genehmigung der hohen Behörde die Verteilung des früheren Pensums des kranken Lehrers so ge- ordnet, dass IIIb für die lateinische Prosa-Lektüre mit IIIa, IIb für das Deutsche mit IIa, die Tertien und Sekunden für das Französische combiniert wurden, dass ferner Ober- lehrer Hillebrand den geschichtlichen Unterricht in IIIb, den er schon seit Neujahr vertretungsweise erteilt hatte, behielt und dem Kandidaten Holly in IIIb Latein in 4 St. und Geographie in 1 St., sowie in IIIa Griechisch in 2 St. und dem Kandidaten Meister(ausser 2 St. Latein in V) 2 St. Ovid in IIIb und 2 St. Geschichte in IV über- wiesen wurden. Die Stellvertretung des kranken Lehrers in der ihm im Nebenamte übertragenen Rendantur und Rechnungsführuug der Anstalt war seit dem 22. März vom Königl. Prov.-Schulkollegium dem Gymnasial-Elementarlehrer Decku übertragen.
Da der schon seit Ostern 1882 zur Wiederherstellung seiner Gesundheit beurlaubte evangelische Religionslehrer Pfarrer Ullrich bei Beginn des neuen Schulsemesters den Religionsunterricht noch nicht wieder übernehmen konnte, so wurde der Direktor vom Königl. Prov.-Schulkollegium ermächtigt, den Herrn Pfarrer Halder zu Staffel für das Sommerhalbjahr mit der Fortführung dieses Unterrichts zu beauftragen. Derselbe unter- richtete, wie im verflossenen Wintersemester, die evangelischen Schüler in 4 Abteilungen und zwar wöchentlich an 3 Nachmittagen in je 3 aufeinander folgenden Stunden. Die Rücksicht auf die Zeit der Ankunft der Eisenbahnzüge gestattete auch im Sommer nicht die Benutzung der für den Religionsunterricht vorgeschriebenen Vormittagsstunden; auch machte die sonstige Amtsthätigkeit dem Vertreter ein öfteres Hierherkommen unmöglich.
Die Pfingstferien erstreckten sich vom 13. bis zum 20. Mai.— Für die Monate Juni


