Mathematik: a. Arithmetik: Logarithmen, Gleichungen zweiten Grades.(Koppe's Arithmetik, Heis' Aufgaben.) 2 St.
b Geometrie: Ebene Trigonometrie, planime- trische Aufgaben. 2 St. Schenck.
Physik: Die chemischen Eigenschaften der Kör- per. 2 St. Schenck.
Themata: a. zu den deutschen Aufsätzen: 1. Die Ursachen der Unhöflichkeit. 2. Uber das Horazische Sapere aude. 3. Wie kommt es, dass Landleute und Handwerker die Gebildeten für eine Art Müssig- günger halten? 4. Wie schildert Klopstock die Hölle? 5. Ein jeder Stand hat seinen Frieden, ein jeder Stand hat seine Last. 6. Die Schilderung von Men- schen und Dingen durch Hervorhebung nur einer, insbesondere einer sinnlichen Eigenschaft in den IHauptromanzen Schillers. 7. Böse Menschen haben keine Lieder. 8. Zu erobern ist nicht das Haupt- werk; das Eroberte erhalten, dieses ist das Schwe- rere.(Herder, Cid.) 9. Die Lebensregeln in Herders Cid. 10. Wert des Sonntags. 1
b. zu den lateinischen Aufsätzen: 1. Roma a Gallis expugnatur.— 2. Quibus rebus Hannibal victus esse videatur.— 3. Fortunam interdum cos, quos plurimis beneficiis ornaverit, ad duriorem ca- sum reservare Cn. Pompei sorte confirmatur.— 4. De Fabio Maximo dictatore et M. Minucio magistro equitum.— 5. Bellum Samnitum tertium narratur. — 6. Verum esse Scipionis illud eam fato quodam datam Romanis sortem esse, ut magnis omnibus bellis victi vincerent, exemplis demonstratur.— 7. P. Sestius quid quaestor, quid tribunus plebis pro reficienda republica egerit.— 8 Quibus de causis Cicero patria sibi decedendum esse putaverit.— 9. Quales Pisonem et Gabinium consules Cicero de- scripserit.— 10. Saepe in unius viri virtute salutem patriae niti Romanorum rebus demonstretur.
Unter-Sekunda. Ordinarius: Oberlehrer Hillebrand.
1. Religionslehre: a. katholische: combinirt mit IIa.
b. evangelische: comb. mit IIa.
Deutsch: Im S. combinirt mit IIa. Im W. Lesen und Erklären von Balladen Schillers. Stilistische und grammatische Ubungen. Deklamation. Aufsätze alle drei Wochen. Professor Meister.
Lateinisch: a. Verg. Aen. I, II, III.
S.: Meister, im W.: Kand. Holly. SLif VII, von c. 29 an; Cie. de imp. Cn. Pomp. 3 St.
b. Grammatik: Wiederholungen und die Lehre vom Gebrauch der Tempora und Modi. 2 St.
c. Stil: Mündliches Ubersetzen aus Süpfle's Ubungs- buch II. Wöchentliche Exercitien oder Extemporalien nach Diktaten. 1 St. Der Ordinarius.
Griechisch: a. Hom. Od. III, IV, V, VI u. VII. 2 St. Meister.
Xenoph. Hellen. I u. II mit Auswahl; Herodot V mit Auswahl. 3 St.
2 St. Im
b. Wiederholung des unregelmässigen Teils der Formenlehre; die Casuslehre nebst dem Wichtigsten aus der Tempus- und Moduslehre. Alle 14 Tage ab- wechselnd ein Exercitium oder Extemporale. 2 St.
Colombel.
c. Mündliches UÜbersetzen aus Böhme, 1 St. Im
S. derselbe, im W.: Kand. Dr. Peters.
Französiseh: a. Die Tempus- und Moduslehre, sowie Repetition des Pensums der Tertia nach Plötz' Schulgrammatik bis Lekt. 56. Ubersetzung der be- treffenden Ubungsstücke aus Plötz. Lernen der Vo-
kabeln. UÜbungen im Sprechen des Französischen. Zweiwöchentliche Klassenarbeiten oder Exercitien. 1 St.
b. Fléchier: Histoire de Théodose le Grand.
Michaud: Histoire de la première croisade. 1 St. Bis zum 22. Juni combinirt mit Ila. Westenber- ger. Vom 6. Juli ab: Dr. Orth.
Geschichte und Geographie: Die Geographie und Geschichte Griechenlands bis zur Zeit der Diadochen; im S. noch kurze Übersicht der Geographie und
Geschichte der orientalischen Völker, nach Püt⸗ Bd. I. 3 St. Bis zum 6. Juli: Colombel; von da ab: Dr. Orth.
Mathematik: Arithmetik: Proportionen, Poten- zen, Wurzeln, Quadratwurzelausziehen; Gleichungen ersten Grades mit einer und mehreren Unbekannten. Koppe's Arithmetik, Heis' Aufgabensammlung. 2 St.
Geometrie: Proportionalität der Linien, Xhn- lichkeit der Figuren; von den Verhältnissen und der Inhaltsberechnung der gradlinigen Figuren, Aus-
messung des Kreises. Koppe's Geometrie. 2 St. Schenck.
Physik: Allgemeine Physik, Magnetismus, Elek- tricität. 2 St. Schenck.
Themata zu den deutschen Aufsätzen:
1. Wie charakterisiert Uhland Eberhard den Rausche- bart?
2. Die wehmütigen und tröstlichen Gedanken, die der Frühling im Menschen wecken kann, nach Schillers Klage d. Ceres.
3. Der Mensch ohne den Ackerbau und mit demsel- ben, nach Schiller's Eleus. Fest.
4. Die Klagepunkte der Seherin in der„Kassandra““ Schiller's und die Idee des Gedichts.
5. Auch die Steine haben ihren Nutzen.
6. Uber die Zühne des Menschen.
7. Über den Gebrauch des Eisens.
8. Wohlthätig ist des Feuers Macht,
Wenn sie der Mensch bezähmt, bewacht.
. Es ist nicht alles Gold, was glünzt.
10. Uber das vernünftige Verhalten des Menschen gegen die Tiere.
11. Welche Umstände beförderten bei den Phöni- ziern Schiffahrt und Handel?
12. Wie sucht der Ritter in Schillers„Kampf mit dem Drachen“ seine Handlungsweise zu recht- fertigen?


