Jahrgang 
1884
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Ober-Tertia. Ordinarius: Oberlehrer Colombel.

Religionslehre: a. katholische: Die hl. Sa- kramente, Sakramentalien, das Gebet; das göttliche Gesetz, das Gewissen, der freie Wille, das Sittlich- Gute und das Sittlich-Böse im allgemeinen, die Gottes-, Selbst- und Nächstenliebe, die Pflichten gegen Gott.(Nach Dubelmanns Leitfaden.) Erklä- rung lateinischer Kirchenlieder, der Messceremonien und des Kirchenjahres. 2 St. Bis zum 22. Juni: Westenberger. Vom 12. Juni ab bis zum Schlusse des S. S.: Franz, Konvikts-Regens. Im W. S.:

Dr. Kehrein.

b. evangelische: Bibelkunde des A. Test. nach Noack's Hülfsbuch. Memorieren ausgewählter erklärter Psalmen u. Kirchenlieder. Lektüre u. Er- klärung der wichtigsten Abschnitte des Evang. Matthaei. Memorieren der Bergpredigt. Geschichte des apostolischen Zeitalters, verbunden mit der Lgk- türe der Apostelgeschichte. 2 St.

Im S. S.: Halder. im W. 8.: UIlrich.

Deutsch: Lesen, Erklären, Memorieren von episch- lyrischen Gedichten in Linnig II; Lektüre und Er- klären prosaischer Lesestücke in demselben; Dekla- mation erklärter Gedichte; alle drei Wochen ein Aufsatz. 2 St. Der Ordinarius.

Lateinisch: a. Ovid. Met. mit Auswahl. 2 St. Bis zum 6. Juli: Colombel; von da ab bis zum Schluss des S.: Dr. Orth; im W.:

Kand. Dr. Peters.

b. Caesar b. g. II u. III; Cic. Cat. I, II, IV. 3 St.

o. Vervollständigung der Casuslehre; die Tem- pus- und Moduslehre, sowie die or. obl. nach der Grammatik v. Meiring. 2 St. Mündliche Ubersetzun- gen aus Meiring für III. 1 St.; wöchentlich ein Exer- citium oder Extemporale. Der Ordinarius.

Griechisch: a. Im S. Xenoph. Anab. lib. I. 2 St. Kand. Holly; im W. lib. II. III. 4 St. Dr. Becker.

b. Grammatik: Wiederholung des Pensums der Untertertia, die unregelmässigen Verba; die wichtig- sten syntaktischen Regeln; die Lehre von den Prä- positionen, nach Curtius. 2 St. Im S. Dr. Becker;

3 im W. Kand. Holly.

c. UÜbersetzung der Ubungsstücke in Weseners Elementarbuch II. Wöchentlich ein Exercitium oder eine Klassenarbeit. Im S. 3 St., im W. 1 St.

Dr. Becker.

Frauzösisch: a. Wiederholung der unregelmässigen Verben, Anwendung von avoir und être; reflexive u. unpersönliche Verben, Formenlehre des Substantivs, Adjektivs und Adverbs, das Zahlwort, Inversion des Subjektes und der Objekte. Ubersetzung der betreffenden Ubungsstücke in der Schulgrammatik von Plötz bis Lekt. 45. Ubungen im Niederschreiben französicher Diktate. Zweiwöchentliche Exercitien oder Klassenarbeiten. 1 St.

b. Lektüre einer Reihe von Erzählungen aus dem Lesebuch von Lüdecking I. Teil. Memorieren von

S. S.: Kand. Holly, im W. S.: Dr. Kehrein.

Gedichten. Sprechübungen. 1 St. Bis

Juni: Westenberger, seit dem 6. Juli: Dr. Ortb.

Geschichte. Die Geschichte der Deutschen vom

Augsburger Religionsfrieden bis zur Gegenwart mit

besonderer Berücksichtigung der brandenburgisch-

zum 22.

preussischen Geschichte, nach Pütz. 2 St. Dr. Becker. Geographie: Die physische und politische Geo-

graphie des deutschen Reichs, nach Daniel. 1 St. Dr. Becker.

Mathematik: a. Arithmetik: Repetition des Pensums der Untertertia, die Lehre von den posi- tiven und negativen Zahlen, von den Verhältnissen, Proportionen und von den Potenzen und Wurzeln mit ganzen positiven Exponenten, Ausziehen der Quadrat- und Kubikwurzel aus gemeinen Zahlen, im Anschluss an die Aufgabensammlung von Heis. Vier- wöchentlich eine schriftliche Arbeit. 11 ½ St.

b. Geometrie: Die Lehre vom Kreis, von der Inhaltsgleichheit der Figuren, von der Proportionali- tät der Linien uud von der Ahnlichkeit der Drei- ecke. Zahlreiche Konstruktionsaufgaben nach Koppe. Vierwöchentlich eine schriftliche Arbeit. 11½ St.

Gundlach.

Naturbeschreibung: Im S.: Mineralogie, im W.:

Lehre vom menschlichen Körper. 2 St. Schenck.

Unter-Tertia.

Ordinarius: Im Sommersemester: Oberlehrer Colombel. Im Wintersemester: Gymnasiallehrer Dr. Kehrein.

Religionslehre: a. katholische: combinirt mit IIIa. b. evangelische:

Deutsch: Lesen und Erklären prosaischer und poetischer Lesestücke, Auswendiglernen und Vortra- gen von Gedichten aus Linnig's Lesebuch II; Wie- derholung der Satzlehre. Alle 14 Tage ein Aufsatz. 2 St. Im S. S.: Dr. Becker; im W. S.: Jehn.

Lateinisch: a. Caes. de bello Gallico lib. III, IV, V. 3 St. Im S. S. bis zum 6. Juli comb. mit IIIa, Colombel; von da ab bis Schluss des S. Dr. Orth,

im W. 8.: Dr. Kehrein.

b. Ovid. Met. ausgewählte Stücke. 2 St. Bie Juli: Kand. Meister; von da bis zum 30. Juli: Kand. Holly, dann Kand. Meister; im W. 8.:

Jehn.

o. Casuslehre und die wichtigsten Regeln aus der Tempus- und Moduslehre nach Siberti-Meiring. 2 St. Übersetzen betreffender UÜbungsstücke aus Meiringa UÜbungsbuch für Tertia. Wöchentlich abwechselnd ein Exercitium oder eine Klassenarbeit. 2 St. Im.

combinirt mit IIIa.

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Griechisch: Die Formenlehre nach Qurtius bis oap. 11. Memorieren von Vokabeln und Ubersetzun- gen aus dem Deutschen ins Griechische und umge- kehrt aus Weseners UÜbungsbuch. Wöchentlich ein Exercitium oder eine Klassenarbeit. 7 St. Im W. S.: Kand. Meister. 2 St. Jehn.