Jahrgang 
1884
Einzelbild herunterladen

steins Lager. 3. Über die Tugenden und Vorzüge der alten Römer. 4. Charakter des Max Piccolomini nach Schiller. 5. Demosthenes und Cicero. 6. UÜber die politische Bedeutung der alten Griechen. 7. Auch der Krieg hat seine Ehre. 8. Der Pfarrer in GöthesHermann und Dorothea. 9. Mit welchem Recht schreibt Herodot den Athenern die Besiegung der Perser zu? 10. Es gibt keine Bildung ohne sittlichen Wert. 11. Napoleons Ansprache an seine Soldaten vor der Schlacht an den Pyramiden. 12. Nicht die Gewalt der Arme, noch die Tüchtigkeit der Waffen, sondern die Kraft des Gemütes ist es, welche Siege erkämpft. 13. Uber die Thränen. 14. Charakter Siegfrieds im Nibelungenlied. 15. Uber den Nutzen der Einsamkeit. 16. Ein hohes Gut ist der Friede. 17. Gedankengang in Shakespeare's Hamlet. 18. Was wenn die Deutschen in der Schlacht im Teutoburger Walde geschlagen worden wären? 19. Höfische Sitten im 1. Teile des Nibelungenliedes. 20. Der

Völkerfürst Agamemnon, nach Homer. 21. Das Emporkommen der Plebejer in Rom. 22. Inhaltsan- gabe derRosamunde von Körner. 23. Die Ex-

position in derJungfrau von Orleans v. Schiller. 24. Uber die Macht der Gewohnheit. 25. Der Ge- sang in der ersten Scene vonTell nach Inhalt und Zweck. 26. Welchen Bestrebungen verdanken wir unsre geographischen und ethnographischen Kenntnisse? 27. Charakter der Iphigenie. 28. Die Glocke als Begleiterin des Menschen durchs Leben, nach SchillersGlocke. 29. Es liebt die Welt das Strahlende zu schwärzen und das Erhabene in den Staub zu ziehen. 30 Ein jeder muss sich seinen Helden wählen, dem er die Wege zum Olymp sich nacharbeitet. 31. Der Wirt zum goldnen Löwen in GöthesHermann u. Dorothea. 32. Die Staats- männer in SchillersMaria Stuart.

c. zu den lateinischen Aufsätzen: 1. virtute imperium Romanum auctum esse 2. Quan- tum Graecis concordia profuerit, nocuerit discordia. 3. Quam recte Horatius Achillem cedere nescium dixerit, iis quae Iliadis I. IX narrantur, satis proba- tur. 4. Socratem civem fuisse patriae amantem apologia Platonis adhibita probetur. 5. Auctores prioris triumviratus, quem dicunt, misere periisse. 6. De scenae et temporis, quae Cicero in singulis de oratore libris finxit, rationibus. 7. Nimiam fiduciam calamitatis saepe causam fuisse testis est veterum Romanorum memoria. 8. Quibus rebus effectum sit, ut Athenienses in Sicilia rem male gererent. 9. Quibus causis adductus Nicias apud Thucydidem (in 1. VI) civibus suis bellum Siciliense dissuadeat. 10. Qualem Sophocles Aiacem finxerit. 11. Verum Ciceronis illud, virtutis a Romanis, doctrinae exempla a Graecis esse petenda.

Ober-Sekunda.

Ordinarius: Oberlehrer Prof. Meister.

Religionslehre: a. katholische: Gott der Eine und Dreieinige, Erschaffung, Erhaltung und Regie- rung der Welt, Engellehre, Fall des ersten Menschen, FRande, Bedürfnis und Ratschluss der Erlösung,

würde wohl eingetreten sein,

Scipionum

Jesus Christus ist der Erlöser, Gott, Mensch, Gott- mensch, das Leben Jesu, das Werk der Erlösung. Liturgische Erklärung des hl. Messopfers. Aus der Kirchengeschichte das christliche Altertum bis zur Bekehrung der Germanen. 2 St. Bis zum 22. Juni: Westenberger. Vom 12. Juli ab bis zum Schlusse des S. S.: Franz, Konvikts-Regens. Im W. S.: Dr. Kehrein. b. evangelische: Lektüre des Evang. Marci im Grundtext mit Berücksichtigung der Evang. Mat- thaei u. Lucae. Aus der Kirchengeschichte: das Re- formationszeitalter mit besonderer Berücksichtigung von Luthers Leben u. Wirken. Repetition der älteren Kirchengeschichte. 2 St. Im S. S.: Halder. Im W. S.: UIlrich. Deutsch: Einzelnes aus Poetik und Stilistik, Dis- positionsübungen, Aufsätze und kleine Vorträge. Memorieren Schillerscher Gedichte. Lektüre nnd Erklärung von Klopstock's Messias I VIII, Herder's

Cid und Göthe's Hermann und Dorothea. 2 St. Hillebrand.

Lateinisch: a. Vergil. Aen. V. u. VI. 2 St. Li- vius XXII. Cic. pro Sestio. 3 St. 4 b. Grammatik: Die Lehre vom Infnitiv, von ut

und quod, oratio obliqua; die Participien, das Gerun- dium, Supinum, die Lehre vom Substantiv, Adjektiv, Pronomen, Adverbium, die Konjunktionen, die Wort- u. Satzstellung. 2 St.

c. Mündliches Übersetzen nach Süpfle II.- chentliche Exercitien oder Extemporalien. Monat- liche Aufsätze. 1 St. Der Ordinarius.

Griechisch: a. Homer. Od. VIII XIII. Privatim I, IHI, III. 2 St. Im S.: Der Ordinarius, im W.: Kand. Dr. Peters.

Herod. VI, 1 60, 90 105. Xenoph. Memor. 1. 3 St.

b. Grammatik: Lehre von den Genera verbi, Tempora und Modi. Exercitien oder Extemporali- en nach Diktaten alle 14 Tage. Mündliches Uber- setzen nach Böhme. 2 St. Hillebrand.

Französisch: a. Wiederholung des Pensums der- Unter-Sekunda; die Lehre von den Zeiten und Modi; Erlernen der bekannteren synonymischen Ausdrücke; die Syntax der Präpositionen, der Par- ticipien, des Artikels, des Adjektivs und des Ad-

verbs. Die Pronomina. Plötz, Schulgrammatik bis Lektion 76. Mündliche Übersetzungsübungen nach Plötz. Zweiwöchentliche Exercitien oder Klassen-

arbeiten. 1 St.

b. Fléchier, Histoire de Théodose le Grand. Im. Anschluss an die Lektüre Ubung im freien mündli- chen Gebrauch der Sprache. 1 St. Bis zum 22. Juni-

Westenberger; seit dem 6. Juli: Dr. Orth.

Hebräisch: Lautlehre, Lese- und Schreibübungen, das Pronomen, das Verbum, die regelmässige Dekli- nation. UÜbungen im Übersetzen aus derAnleitung von Vosen. 2 St. Bis zum 22. Juni: Westenberger. Von da an bis zum Schlusse des S. S.: Colombel. Im W. S.: Dr. Kehrein.

Geschichte und Geographie: Geographie von Alt- Italien und römische Geschichte. Daneben Repeti- tionen aus der deutschen Geschichte des Mittelalters, und der neueren Geographie ausserdeutscher Länder von Europa. 3 St. Hillebrand.