Jahrgang 
1898
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XIX.

In Ihrer vätérlichen Hallen Pracht,

Wo die vom Springquell abgekühlten Lüſte, Durchwürzt und frisch durch Wohlgeruch Die ind'schen Wunderholzes Glut entfliehen, So rein sind wie die Stirn' um die sie ziehen.

Doch sieh, wer nahet da sich so verstohlen Und sucht nach diesem traurig stillen Ort? Hat die Gesundheit Botschaft hinbefohlen, Glüht nicht der Botin hold die Wange dort?

und Düfte,

Sie ist es trotz des Mondes schwachem Schein

Kann er die Braut von weitem schon erkennen, Die lieber will mit ihm begraben sein, Als ohne ihn die Welt ihr eigen nennen.

Sie schlingt um den Geliebten nun den Arm Presst seine fahle Wang' an ihre warm, Lässt, ihm die glüh'nde Stirn damit zu kühlen, Vom frischen See die Locken sich umspülen. Wie wenig einst ihm vor der Seele stand, Dass eine Stunde käme, wo mit Schrecken

Er diesen Arm säh sich entgegenstrecken; Den sanften Arm, der, wie er oft bekannt,

So unaussprechlich teuer, heilig ihm

Wie nur das Paradies den Cherubim.

Jetzt gibt er nach, jetzt wendet er sich Entsetzt, als läg allein auf diesem Munde,

Zum Kuss geboten, alles Gifts Gewalt.

Dem Mund, der, ohne Furcht zu dieser Stunde Dem seinen sonst nur sträubend nahe kam, Und dann, gerôtet von der Glut der Scham. Oh, lass mich nur der Lüfte Segenshauch, Die du einatmest, will ich atmen auch.

Ob sie Genesung, ob den Tod sie bringen, Sie sollen wonnig meine Brust durchdringen! Hier trink die Thränen, die vom Aug' mir Oh wäre Balsam meines Busens Blut,

Wie gern vergöss' ich es mit leichtem Mut, Dir, wenn auch flücht'ge Ruhe zu gewinnen. Dein edles Antlitz soll den Blick mir laben,

lch bia doch dein, dein durch dein eigens

kalt,

rinnen

Werben,