VIII.
Zerschmettert rings auf seiner Bahn.— Hunde ziert er nach seinen Siegen
Mit Edelsteinen, die entwunden
Dem Halse einer Sultana;
Mädchen werden im Zenana,
Priester geschlachtet an heiligen Stellen,
Und eben trübt er in diesen Stunden
Mit glänzenden Trümmern geweihte Quellen!
de la Notte Fouqué. So sinnend, fühlt sie am Geflügel Die süsse Luft der ind'schen Hügel, Die Balsamluft, wo Oceans Flut Ob Ambra und Koralle ruht, Wo Berg', umarmt vom süss entbrannten Sonn'licht, gebären Diamanten, Wo Bäch', als reiche Bräut' im Glanz, Goldfunkelnd halten süssen Tanz, Wo Sandelhaine würzig glühn, Als Peris-Paradiese blühn!— Jetzt quollen rot die Bäche hier Von Menschenadern! Blutesrauch Drang auf aus würz'gen Heiligtümen, Und Mensch, des Menschen Opfertier, Vermischte sein Gestöhn dem Hauch, Aufwehend aus unschuld'gen Blumen!— Wer, Sonnenland, entweiht den Boden Der Pfeilerhallen und Pagoden?— Wer die ldol' und Hôhlengänge? Der Kön'’ge reiches Throngedränge? S'ist der von Gazna!— Wut im Sinn Kommt er, und Indiens Kronen sinken Vor seinem Trümmerpfad dahin. Sein Hetzhund trägt Juwelenblinken, Entrissen dem verletzten Nacken Manch zartgeliebter Sultanin; Die Jungfrau trifft der Streitaxt Zacken, Der Priester sinkt im Tempel hin, Und frech in Weihgefässe packen Die Krieger Altars Raubgewinn.—


