Jahrgang 
1928
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für eine Wochenſtunde zum Baden geführt. Es wird dadurch ein Stück Vorarbeit geleiſtet für nächſtes Jahr, da die Waſſergewöhnung für die Erlernung des Schwimmens von größter Wichtigkeit iſt. Außer Quinten und Quarten wurden gelegentlich auch andere Klaſſen zum Schwimmen geführt.

Zur Ausübung des Winterſports war die Witterung in dieſem Jahre weit günſtiger als im Vorjahre, was unſere Schüler in reichem Maße ausnützten.

Beſichtigungen und Prüfungen.

Am 12. und 13. Juli beſuchte Herr Miniſterialrat Glückert unſere Anſtalt. Er leitete bei dieſer Gelegenheit die Staatsprüfung des Studienreferendars Dr. Zeuch und beſichtigte im Anſchluß daran mehrere Klaſſen. Vom 6.8. September fanden unter ſeinem Vorſitz die Reifeprüfungen für Nichtſchüler ſowie die Staatsprüfungen der Studienreferendare Dr. Anna Weimar, Karola Hirſch, Armin Bende r, Dr. Karl Faber und Dr. Kurt Herz ſtatt. Außerdem wohnte er dem Anterricht in mehreren Klaſſen bei. Weitere Staatsprüfungen fanden unter ſeiner Leitung ſtatt am 26. Januar 1928(Studienreferendar Dr. Kaesberger) und am 23. März(Zeichenlehrer Lortz an der Auguſtinerſchule in Friedberg und Studienreferendar Dr. Ernſt Kau ß).

Die mündliche Keifeprüfung für die beiden Oberprimen wurde am 29. Februar für die Klaſſe lan und am 1. März für die Klaſſe Ia?(Regierungsvertreter der Anter⸗ zeichnete) abgehalten.

Am 22. März führte Herr Miniſterialrat Glückert den Vorſitz bei der Reifeprüfung für einige Nichtſchüler.

Geſundheitszuſtand.

Der Geſundheitszuſtand der Schüler war im allgemeinen befriedigend. Dagegen ließ der der Lehrer bisweilen zu wünſchen übrig. Beſonders vor Weihnachten wirkte das Auf⸗ treten von Grippe und Erkältungserſcheinungen ſehr ſtörend für den Fortgang des Anterrichts.

Schulſpaziergänge.

Die monatlichen Spaziergänge wurden bei günſtiger Witterung regelmäßig gemacht. Der Tagesausflug führte die Mehrzal der Klaſſen in die weitere Umgebung Gießens. Einige Klaſſen waren mehrere Tage unterwegs.

Zur Vertiefung des Anterrichts und zur Erweiterung des Geſichtskreiſes der Schüler fanden in Begleitung von Lehrern verſchiedentlich Beſichtigungen, u. a. auch ſolche größerer induſtrieller Betriebe, z. T. außerhalb Gießens, ſtatt.

Stiſtungen.

Für die chemiſche Sammlung wurde geſtiftet: Ein Mikroſkop von dem Vater eines Schülers), eine Sammlung von Proben zur Techn ologie des Alu⸗ miniums(von den Lautawerken). Für die phoſikaliſche Sammlung: Gummiſtopfen und Gummiſchläuche(Unterſekundaner Luft). Für die geographiſche Sammlung: Werbe⸗ plakate und Werbehefichen(Gießener Verkehrsverein). Von der Studienanſtalt in Gießen: Feſtgabe zur erſten Reifeprüfung Oſtern 1928. Auch erhielt die Schule von Verlags buchhandlungen für die Bücherei eine große Anzahl von Lehrbüchern und anderen Werken. Allen Gebern ſprechen wir namens der Schule unſeren verbindlichſten Dank aus.

Verſchiedenes.

Schülerverſicherung: Eine für alle Schüler verbindliche Verſicherung gegen Anfälle in der Schule und auf dem Schulwege ſchloſſen wir auf Grund einer Verfügung

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