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Die Zunge finden wir auf diese Weise verwandt in: eντνι£φ̈Qν Suppl. 741.— xεαουꝓτνιοσοσαο doai bittere Flüche Sept. 770.— Ueber ueᷣ³ερeσοσ πμεαιαιος έιαοια Pr. 174 s. S. 16.— Man wird dabei stets eine gewisse Wortfülle constatieren können, wenn auch mit bewuſster Festhaltung der personificierenden Kraft des Beiworts.
Aehnlich wie in à1ενυνινεειτ 1ινοοα nur von einem Teile das ausgesagt wird, was dem Ganzen zukommt, haben die Rippen der beiden feindlichen Brüder dieselben medνννα: ‿οσαα,νννρνα παενινιαυιμαασα Sept. 807.—
Die Sorge hat eine geschickte Hand: suπ⁴αά εοεμν Ag. 1493.— Dagegen’ eine schlimme Hand haben die Listen: dουσσ‿αeά ⁴ο Eum. 831.— Die Ruder werden schon bei Homer(oεrα aã re rsεοαν νυνοι πέιονταα 2 125,„ 272) die Flügel der Schiffe genannt, da es ja ein schönes, leicht verständliches Bild ist, den taktmäſsigen Ruderschlag mit dem gleich- mäſsigen Flug des Vogels zu vergleichen; ferner heiſsen auch schon bei Hes. O. 628 die Segel vijog arsOd. Es bedarf also keiner Erklärung, wenn Aeschylus mit Beibehaltung dieser sicher allgemein bekannten Metapher den Schiffen ebenfalls æreod beilegt. So die schnellen Schiffe visg dxανσπτσεοοι Suppl. 700, die gleichmälſsigen oτεοοο Pers. 557*). Noch deutlicher ist die Bedeutung xrεον Segel in reœ ‿d dxiuεœᷣa von(Schol. rag vxανος) die linnenbesegelten Schifsfahr- zeuge Pr. 470.— Weitere Stellen dieser Art von Personification hat Hense auffallender Weise nicht. Aber sehr bemerkenswert ist doch auch olxeos sc. ονακαας Ch. 166, wo es auch der Schol. nicht anders zu erklären weiſs, als durch uyfevij. Es hat hier offenbar das Bestreben gewirkt, statt des einfachen Adjectivs stärkere, vollere Compositionen zu gewinnen. Dals aber die Locke, die Orest auf dem Grabe Agamemnons niederlegt, von Elektra als eine gleichgeflugelte bezeichnet wird, ist eine so kühne Art von Personification, daſs man sie doch eigentlich kaum anders als mit dem überall hier durchdringenden Streben nach dem vollen Worte erklären kann. Im UÜbrigen sind ja gerade die Composita mit ouo-, 6οο bei Aeschylus an Stelle eines einfachen 6¼α sehr beliebt. Man vgl. nur die meist schon in diesen Blättern be- sprochenen αοισ⁶σονπό, ℳ6GeAarxννοοε, d,46Q0008, 06ã6 0109, 69G6 Gpos, welche alle nur den allein notwendigen Begriff gleich, ähnlich variieren.— Im eigentlichen Sinne lesen wir 0α- xrsος Suppl. 214, wo die Danaiden mit ælονααα ⁶αμντεοοα verglichen werden.— Die schnellen Winde entfalten Flügel, weil die schnellsten lebenden Wesen ihre Haupteigenschaft eben diesen verdanken. Beispiele aus Dichtungen aller Völker bei Hense S. 116 u. s. w. Die dort nicht angeführte Aeschylusstelle: raxðrreοα απ̈ννος Pr. 88.— Die Erklärung von Ieντseοος vνᷣαeς Pr. 992 giebt, wie Wecklein richtig anmerkt, Her. IV, 31: olxs ydo 7„αν πεεοοdς.— End- lich das vielbesprochene**) dnτεο σρἀτα Ag. 263 ein Gerücht, das noch keine Flügel hat, das noch nicht flügge, noch nicht reif ist. Diese Bedeutung wird man jetzt doch als erwiesen an- nehmen müssen.—
Einer verwandten Anschauung begegnen wir wohl auch, wenn wir im zweiten Gliede dieser versinnlichenden Composita metonymisch gebrauchten Teilen des Schiffes begegnen. Denn zeigt sich hier nicht ebenfalls das Bestreben, ein Bild aus der bekannten Begriffsphäre
*) Nach Dindorfs Umstellungen dαπκσπαιειο ε̈¶☛μ, was dann wohl als à&*νμ⁵αα o⁵αναμιειςοσν νεν zu fassen würe. :**) Man vgl. aufser den anderen Ausgaben namentlich Hermann zu der Stelle. Die falschen Etymologieen entschieden zurückgewiesen zu haben ist das Verdienst Clemms de alpha intensivo in Curt. Stud. VIII, 82— 84. Enger noch: Was unter àνετιεοος ʒα zu verstehen sei, ist noch nicht nachgewiesen. S. auch Ameis Anhang zu 9 57.


