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Ganz ebenso ist es zu erklären, wenn die Eumeniden klagen, daſs sie, die Uralten, so schlimmes leiden müſsten:&ανι αα ειν τoε, Geο,.α αασονα ELum. 824.— Daran würde sich die von Oberdick*) mit Recht aufgenommene Conjectur yeOαςσςσα für das überlieferte sinnlose yOαeαοσναω Suppl. 347 anschlieſsen. Auch der Schol. erklärt εσν— Nicht auffallend für uns Deutsche, die wir in äbermütig denselben Gebrauch haben, aber doch bezeichnend ist auch drεοσον, welches den Begriff qoοννꝙ fast nicht mehr erkennen läſst und nur bedeutet: über- mälsig, über Gebühr. So ontoαον νμα εeνσν doοα⁵⁶os Sept. 370.— dmεοααονες 2⁶ ib. 393.— Statt dadοs und ade werden häufig suσςοœαωmσ Wwnd dουοσςρœν gebraucht. Das gute Geleite heiſst demgemäſs xααά eν*σαοονες Pers. 625, das schlimme Gift dυοωαν lς Ag. 798. Ueber wei- tere Beispiele zu diesen und ähnlichen Wörtern vergleiche man die Lexica. Ich erwähne nur noch in diesem Sinne 2Qομν καάνωdie schlimmen Wege Ag. 100 und 100 96900», welches an einer sonst verstümmelten Stelle Suppl. 802 für G4 zu stehen scheint.— Diesen ist wohl anzureihen dεαιοσινοιιέ= εό Ag. 1126.—
Mit den deutschen Adjectiven auf dich lassen sich gut die Composita auf-&l ς vergleichen, welche sich zwar mit dem simplex nicht völlig decken, deren Doppelbedeutung jedoch in so ge- ringem Maſse sich geltend macht, daſs sie in Wirklichkeit kaum als Zusammensetzungen in Betracht kommen können. Es sind: Tεeοασο dοσ schlammiges Land Suppl. 31.— alvryga- 166es rounog das räthselhafte Wort ib. 447.— dν mπασπσνοοεισeφ**) ib. 512.— Ae☛ ⁸κέ‿dες 7oh)äü= ν˙ εμρα εν Pr. 457.—
Ihrem Wesen nach mit diesen völlig identisch sind meines Erachtens die zahlreichen Bildungen auf-oνρ oνp,-*ſ,-πσοε,-oαος, omπσηιο,***). Bekanntlich hat man sogar geschwankt, ob manche derselben wirklich Composita und nicht nur Suffixbildungen seien. Aber abgesehen davon, dals manche ihr zweites Glied als solches noch geltend machen, ist es sprachlich er- wiesen †), daſs wir hier wirkliche Composita vor uns haben, deren zweites Glied nur in den meisten Fällen keine neue Vorstellung in den Gesamtbegriff tragen will. Man wird sich hüten müssen, bei allen diesen Ausdrücken an eine Personification zu denken, welche dem betr. Substantivum ein Auge † †) beilegt, also αοαα: mit dem Feuerauge. Ich kann an allen diesen Adjectiven nur den Begriff des Aussehens-ox- als gemeinschaftlich erkennen, sie
also auch nicht anders erklären, wie die auf-&⁶ ν. Sie sind sämmtlich bahuvrihi: æuxeeνde
vijee Suppl. 709.— H. ε△.ἀέ ομασ oαd schüchterne Scham Pr. 134.— yoνσαᷣ εααςο=„ονννν ib. 360.— Gοyανσν πο ib. 256.—&aoyo iœra ib. 500.— drrolal oyονπs 1οσαε Hels ib. 789.— υσπσασ ακαόν—*ςσ ib. 666.— 2μοο πηέσσο Fr. 304, 4.— doreοαυσον ⁶μημαά Aurς αο Fr. 169.— 0 υοσσασ ⁶μ⁴μαρνα Ch. 719.— Vgl. auch ri-ααυασαε olxvet Soph. Ai. 561.—
Zu den bekanntesten Compositen dieser Art bei den Tragikern zählt aeεadyννενκοsε, bei dem eine andere Bedeutung als die des Simplex ganz undenkbar ist. Dieses Verschwinden eines doch keineswegs gleichgültigen Begriffs ist allerdings in hohem Grade auffallend, und ein sehr tüchtiger
*) Man vgl. für die ganze Stelle dessen Ausgabe S. 126. **) Vgl. x.νμάαα τυεον, ee SA Oᷣον ραένν u. M. bei Homer. *) Ueber den Accent der Composita auf-on und ihre Zurückführung auf Masculina auf-o*g s. Leop. Schröder a. a. O. S. 108. 3 †) Man findet das Bezügliche bei Clemm de comp. gr. p. 170, 171. ††) Namentlich so Hense a. a. O. S. 24.
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