Jahrgang 
1864
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9 00c, durch Vermittelung des Sanskrit, wo ſie gaus heißt, zurMilch,a-Aczr kommt(G. d. S. I, 326; 332), und unſere chuo dennoch ein lat. bos, der dieα. pflügt.(G. g. E. II, 64). Das agſ. Frige, altn. Frigg iſt unſere Frouwa. Mit dem altn. gg mag es eine ähnliche Bewandtniß haben, wie mit dem griechiſchen Digamma, dem auch urſprünglich ein gutturaler Laut angehangen hat.(Curtius Sprchogl. B. 142. G. d. S. I, 381. Diphth. 34). Odinn, Wôdan, Wnotan ſtellt ſich neben die Gudai ſelbſt, Venus iſt die welſche Gwener, und aus Ouwisburg wird Augsburg. Im Gotiſchen ſelbſt magus neben mavi und damit berührt ſichMuff(Diphth. 5; 6; 7); got. thivi ſtellt ſich zu ahd. dögan, griech. 16*ν(ibid. 7); got. naus, Genetiv navis zu griech.»E*ν&ο(9 ff.); ſo wird bauen, bauan zu facere(10) und dazu gehört der Baum, bagms; zu taujan ſtellt Grimm lat. ducere und deutſch Zeug, dem ſogar der Zaum zur Seite ſteht(12; 13) und Zeus nicht fern iſt(13), ſowie auch der Tag dazu gehört(14). Unſere Frau hats mit dem fragen zu thun(15); das Heu wird gehackt(16); lat. ovis ſteht neben agnus(17); deutſcher Nachen= lat. navis zu griech. vxoœ (20); die Reue hat ihren Sitz ſogar im Rücken(26), und die Schnecke wird dennoch zur ſchleu⸗ nigen(29); das Stroh vereinigt ſich mit dem Strom, mhd. stroum, agſ. streãm, wofür Grimm ein got. stragms, wie bagms, muthmaßt(30), und der Strang hält beide zuſammen(31); got. hneivan wird ahd. hnigan, und dazu ſtellt ſich griech.»Lxn(33); ſo vereinigen ſich die Plurale und Duale iun, juwar mit iggqis, iggqara(34). Deutſches gerben, garawan iſt lat. parare. Unorganiſch nennt Weinhold die Lauterweiterung in den Beiſpielen: Kögge(bei Marsberg, Firmenich I, 321)= Kühe neben engl. cow; ſchreigen(Geſtfäliſch)= ſchreien, flök(wetterauiſch), flog(ſchleſiſch); schuch (wetter.), schüg(ſchleſiſch), D. D. 84. So in treuga dei; märkiſch spiggen= spiwan D. M. A. V, 168. Anders iſt das ſchon berührte Verhältniß von hoggen(waldeckiſch)= hauen, dem das von altn. höggva, ahd. houwan, agſ. heavan; got. bliggvan, ahd. pliuwan; altn. dögg: Thau entſpricht (Diphth. 15; 16; 22); man halte zu den andern: agſ. graeg= grau; nigon= neun, suga, ndd. soog, ahd. süù. Die romaniſchen Sprachen zeigen ſtets Gutturalen für anderweitige Labialen, Gascogne: Wasken, gage: vadi, gazon: waso, garou: wérwolf; foggia: fovea, pioggia: pluvia, deggio: debeo. Bei den Langobarden ſehen wir fortwährend gw aus w entſtehen, Gwödan, Wôdan(wie die heſſiſchen und rheiniſchenGodesberge), und Grimm fragt G. d. S. II, 692, ob das durch romaniſchen Einfluß gekommen ſei? In dialectiſchen Formen iſt Seife= bruchiger Boden, in dem Quellen ſind, zu ſickern zu ſtellen; ſchleſiſch: ſchliggern und ſchlickern, D. D. 73, jupeln und jukeln, ibid. 73; ſchlappen ſteht zu lecken, ſchlecken, wie ſich auch lambo und lingo berühren; tagger= tapfer, Pr. W. 336; ſollte Zagel nicht mit Zipfel zuſammentreffen? Das Sieb dient zum ſichten, märkiſch: siften, agſ. siftan, wie fab-er zu fac-io gehört; ſtreifen und ſtreichen ſcheinen ſich neben einander feſtgeſetzt zu haben; Zauke und Zaupe ſtehen ſchon ahd. als zôpa und z6ha nebeneinander. Aehnlich verhält ſichs mit der Conſonantenverbindung ft und cht, z. B. ſachte und ſanft, Kluft und Klucht, Luft und Lucht, Schaft und Schacht, Schluft und Schlucht(welche plattd. Form ſich ſogar in unſere Schriftſprache eingeführt hat), Klafter und Lachter; holländ. Gracht, frieſ. Graft; in tiroler Mundarten fuchzen= fuf(fünf)zehn ꝛc. D. M. A. III, 103. Deutſch Ofen, dän. ofn neben got. auhnus, ſchwed. ygn, lat. ignis[das öfter dazu gehaltene 19g ſtellen Aufrecht und Schlei⸗ cher zu ſanskr. agnas= lapis]; frieſ. kriupan, alt. kriupa, engl. creep= kriechenz ſo ſind Leib und Leich(Leichdorn, Fronleichnam), agſ. lif= vita, lic= wcorpus zwei Blüthen eines Stammes; wetterauiſch hiwil, ſchleſiſch hübel(D. D. 94) neben Hügel; wetterauiſch kiwil= scarabaeus neben ahd. wabalo, wibil, altſ. wifil, agſ. vifel, vibel(G. D. S. I, 282); in D. M. A. III, 378 wird das plattd. wabbel für entlehnt erklärt aus lit. wäbalas; in einem vocabulariusex quo von 1432: ein rosswüpel, in D. M. A. III, 251; IV, 258; 303 mitwimmeln(?) zuſammengeſtellt. Bei Conſonantenverbindung hat auch das Rumä⸗ 2