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3. Wandervogel. Die dem Wandervogel angeschlossenen Schüler verteilen sich auf 3 Gruppen wie folgt:
Bündnis freier Wandervogelgaue....... 9 Nerother Wandervogel........... 3 Jdungwandervogel............. 2
4. Wanderungen.
Bei den monatlichen Wanderungen, die wegen schlechten Wetters manchmal nicht in dem gewünschten Maße stattfinden konnten, wurde in der Regel die nähere und weitere Umgebung durchstreift. Marienthal, Nothgottes, Niederwald, Kammerforst, Wispertal, Kloster Eberbach, Mapper Schanze, fiallgarter Zange, Rochusberg, Münster am Stein u. a. waren begehrte Wanderziele der einzelnen Klassen. Bei Beginn der Sommerferien machte Studienrat Schlitt mit Schülern der Obertertia eine zweitägige Wanderung. Sie führte über Burg Liebenstein, Boppard durch die Brodenbachklamm nach der Mosel. Während der fierbstferien unternahmen Schüler der Prima und Sekunda unter Führung von Studienrat Schlitt eine viertägige Wanderung durch den Odenwald. Von Miltenberg a. M. ausgehend, wanderte die Gruppe über Erbach i. O., Eberbach, flirschhorn, Neckarsteinach und Neckargemünd bis fieidelberg. Übernachtet wurde in Jugendherbergen. In den Osterferien unternahmen Schüler der Mittelklassen unter der Leitung des Turnlehrers eine viertägige Wanderung quer durch Odenwald und Spessart, deren Haupt- ziele Darmstadt, Feste Otzberg, Burg Breuberg, Erbach, Amorbach, Miltenberg, Wertheim, Rothenfels, Lohr, Aschaffenburg und Frankfurt bildeten.
5. Gesundheitliches.
4 Der Gesundheitszustand war namentlich während des Winterhalbjahres bei Lehrern und Schülern weniger günstig. Leider hatte die Anstalt auch den Tod eines braven Schülers der Klasse V zu beklagen. Am 11. Januar starb Bernhard Nies aur Lorchhausen; einige Tage später gaben ihm seine Lehrer und Schüler das letzte Geleite in seinem Heimatorte.
i¹) Schulgeld, Freistellen, Hilfsbücherei.
Der Schulgeldsatz betrug monatlich 10.— Mk., die Aufnahmegebühr 5.— Mk. Wenn mehrere Kinder desselben Erziehungsberechtigten Hochschulen oder höhere Lehranstalten besuchten, wurde das Schulgeld für das zweite Kind um den vierten Teil, für das dritte Kind um die flälfte des Betrags ermäßigt. Jedes weitere Kind war schulgeldfrei. Bedürftigen und würdigen Schülern konnten Freistellen gegeben werden. Es erhielten 16 Schüler volle, 5 Schüler halbe Freistellen. Zur weiteren Unterstützung minderbemittelter Schüler wurden aus den zur Verfügung stehenden Mitteln für die Hilfsbücherei eine stattliche Zahl von Lehrbüchern, sowie einige in den Arbeitsgemeinschaften zu verwendende Werke erworben. Außerdem wurden an einige Schüler Erziehungsbeihilfen gezahlt. Die Hilfsbücherei wurde ziemlich stark in Anspruch genommen.
k) Berufsberatung. Die Beratung bei der Berufswahl lag wie bisher in den fländen des Studienrats Kops. dessen Einfluß in diesem Jahre besonders günstig sein konnte, da er mit der Klassenleitung der Oberprima betraut war.


